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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-12-01 · 17 (1.12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
17 (1.12.1928)
Date
1928-12-01
Page
[Seite] (sequence 3)
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nmiw iMMtri Ilhilurtrdi TT nrn InlirW) thisdt.m. Id. MW (Tdinnhrtii) —seSf ■ MwriMa Mau I«- mt mihdaki Ws»*hn. Un Isknkhmt li—all Inäh und kommt auch vereinzelt im jüdischen Schrift tum vor; die Mischna (Gittin 8^) erklärt die Datierung der Scheidebriese nach dieser Zeitrechnung aber ebenso wie nach der Seleucidischen für unzulässig. So kommen wir zuletzt zu der Zeitrechnung, von der diese Darlegungen ausgehen, zu der Rechnung der Jahre nach der Weltschöpsung. Sie ist erst gegen Ende des 1. nachchristlichen Jahrtausends bei den Juden üblich geworden, und zwar scheint es, daß zuerst die süditalienischen Juden sie regelmäßig angewandt haben. Der Schriftsteller Sabbatai Donnolo, geb. um 913 m dem süditalienischen Oria, gebraucht die Weltschöpsungsaera in seinen Werken; und die aus dieser Zeit stammenden jüdischen Grabsteininschriften Süditaliens tragen von jener Zeit an Datierungen Nach der gleichen Zeitrechnung. Von hier aus scheint unsere Aera nach und nach bei den abendländischen Juden Eingang gesunden zu haben; das Bewußtsein, daß sie nicht immer in Geltung war und e^st Lu einem bestimmten Zeitpunkte üblich geworden ist, kommt noch in der stereotypen Wendung unserer Eheverschreibun- ') Im Jahre . ... der Welt, d. i. »ach der hierorts üblichen Zeitrechnung. - 213 — gen und Scheidebriefe *) wie Maimonides sie vorschreibt, zum Ausdruck. Gefördert wurde die Einbürgerung der Weltschöpsungsaera zweifellos dadurch, daß um die gleiche Zeit im christlichen Abendland die jetzt übliche Zeitrechnung aufkam, lvelche die Juden, soweit ihr religiöses Eigenleben in Betracht kam, nicht übernehmen konnten. Geschaffen wurde unsere Zeitrechnung, die im Talmud nur beiläufig erwähnt wird, allerdings schon von dem Verfasser des chronologischen Werkes Seder olam rabba, der gegen Ende des zweiten Jahrhunderts lebte. Aus seinen Berechnungen kann hier nur in Kürze eine Aufstellung wiedergegeben werden, durch die er zu dem Jahre der Zerstörung des zweiten Tempels gelangt; für die in ihr verwandten Zahlen sind die Angaben der Bibel nach einem bestimmten Schema berechnet worden. Nach dem Seder olam rabba beträgt die Zeit von der Erschaffung der Welt bis zur Flut bis zum Turmbau in Babel .... bis JsaakS Geburt ....... bis zum Auszüge aus Ägypten . . . biS zum Bau des ersten Tempels . . bis zum Tode GalomoS. bis zur ersten Zerstörung Jerusalems bis zum Bau deS zweiten Tempels . bis zum Ende der Perser-Herrschaft . biS zum Ende der Geleuciden . . . biS zum Ende der HaSmonärr . . . bis zum Ende der Herodianer . . . bis zur Zerstörung des zweiten Tempels 1656 Jahre 3K> * 52 „ 400 „ 480 „ 36 „ .374 „ 70 . 34 „ 180 . 1C3 „ 103 . 3 . i insgesamt 3831 Jahre Fest der Jugend am Mittwoch, den 12. Dezember 1928 nachm. 1530-19 Uhr im Bürgermuscum anläßlich des Chanukkafestes * Folge der Darbietungen: Anzünden der Chanukkalichter „Der Mutter Traum' Chanukkamärchen von Siegfried Kessler „Die Sendung* Dmmat. Legende v. Robert Rosemhal-Wiesbaden Gesang Tanz Tombola. * Alle Kinder der Gemeinde haben unentgeltlich Zutritt zu diesem Feste — Eintrittskarten fflr Erwachsene sind fflr RH. I — am Saaleiaguag an haben — Gaben IQr die Tombola werden im Büro, Hospitalstr. 36, Kudienspenden werden am Festtage selbst Im Vorraum des BÜrgermu- „ seums dankbarst entgegengenommen. Die Lehrer der Israelltisdien Gemeinde Bekanntlich ist das Jahr der Zerstörung des zweiten Tempels nach der üblichen Zeitrechnung das Jahr 70. Seit diesem Jahre sind jetzt, 1928, 1856 Jahre verflossen. Rechnet man zu diesen die 3831 Jahre der Weltschöpsungsaera hinzu, so gelangt man zum Jahre 5689, dessen Schwelle wir jetzt, der Erinnerung und der Hoffnung voll, überschritten haben. Berfhold Auerbadi-Verein Dienst«#, den 4. Dezember, Stuttgart-Loge, Calwerstr, 33 Hihi, abend* Dbr spricht Gerichtsassess. Dr. Fritz Bauer ■kr: „Judentum und! Psychoanalyse" Dienstag, den 11. Dezember, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 39 Hths. abends 8% Uhr spricht Oberredmungsrat M. Meyer Thema: „Zur Bibelkritik" Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Die Deutsche Nothilfe gibt auch in diesem Zahre wieder Wo{Mfa9rt*-4$rieftttarfen heraus. ES gelangen zur Ausgabe: 5 Pfennigmarken zum Verkaufspreis von 10 Pfennig 8 ... 15 . 1 15 . . . 30 25 50 50 . ... 100 . eine Bildpostkarte lGlückspostkarte) mit eingedruckter 8 Pfennigmarke zum BerkaufSpretS von 1b Pfennig, ei« Markenheftchen, enthaltend vier 8 Pfennigmarken und drei 15 Pfennigmarken zum Verkaufspreis von RM.1.50. Die WohlfahrtSbriefmarkrn find vollgültige Postwertzeichen und für Snu. Auslandsendungen verwendbar; ihre Gültigkeit dauert btS 30. April 1929. DaS Israel. Fürsorgeamt Stuttgart richtet an alle GlaudenSgrnoffen. die Wohlfahrtsbriefmarken verwenden und damit einen guten Zweck erfüllen wollen, die Bitte, die Marken durch das Fürsorgeamt zu beziehen, da nur dann 80'/, deS Reingewinns der jüdischen Wohlfahrtspflege zugute kommen. Berthold Auerbach- Verein CHANUKKA-FEIER am Sonntag, den 16. Dezember 1928, abends 7 Uhr im Oberen Museum, Kanzleistraße 11 Vortragsfolge: I. 1. Trio in A-dur.Gann 2. „Chanukka u. die Jugend“, Vorspruch. . Hans Sternheim gesprochen von Hilde Fischer 3. Ouvertüre zu „Judas Makkabäus“.Händel 4. Szenen aus: „Die Makkabäer“ von Otto Ludwig Regie: Emil Heß v. d. Württemb. Landestheatern Bühnenbild: Ignaz Kaulmann Mitwirkende: Mattathias, jüdischer Priester zu Modln . Bernhard Krämer Lea, sein Weib.. . Hilde Fischer Judah , .Felix Reichner Eleazar I . ,, . . .Bernd Schottenfels Johannes [ beider Söhne.Walter Oppenheimer Jonathan > .Herbert Schiftan Naemi, Judahs Weib, Boas' Tochter .... Meta Strauß Jojakim, Mattathias' Brudersohn.Alfred Dreifuß Simel, jüdischer Priester zu Modln.Emst Potok Amri, sein Sohn ..Felix Krautkopf Boas, Simeis Bruder, Judahs Schwiegervater . Hans Henle Aaron. Boas' Brudersohn ........ Richard Krämer Gorgias t . . ..Theo Pariser Nikanor lyrische Feldherm.Fr|^ Ucko Volk von Modln, Syrische Krieger II. 5. Serenade.Moszkowsky 6. a) Feldeinsamkeit, b) Ständchen, c) Der Jäger . Brahms gesungen von Frau Hedwig Reif 7. „Valse“.Chopin getanzt von Liese Einstein 8. „Aufforderung zum Tanz“.Weber getanzt von Alexa Ebstein Begleitung der Lieder unc( Tlnze: Frau Alice Schmuckler-Heß Orchestraler Teilt KOnstlerkapelle Krämer BALL (Tombola) Zn dieser Veranstaltung sind die Mitglieder der Isr. Gemeinde Stuttgart und der Israel. Gemeinden des Landes herzlich elngeladen. Zur Deckung der Unkosten wird v. d. Mitgliedern des B.A.V. gegen Vorzeigen d. Mltgl.-Karte ein Beitrag von M. 1.— erhoben. Eintritt f. Nichtmitgl. M. US 22Jähr. Kontoristin rnttttzuter Fertigkeit in Stenographie u. ^Maschinenschreiben, die schon tätig war sucht sofort Stellung Ang. erb. Isr. Fürsorgeamt, Stuttg., Hospitalstr. 38 Bestellungen auf IHazzen nimmt entgegen A. Ki^chheimer Ww. Hauplstfiitersfrahe Nr. St1 / Telephon Nr. 71161 3ilUniLiItMflinflseo (Linie Stuttf«rt'NOrdltafen) Idyll Im Walde gelegen / / Sonnig und staubfrei Streng rituell / Prospekt / Erstkl. Referenz. MMat: vn. Um Hager Fernruf Nr. 119 Amt Bopfingen in Württemberg 421928479^12^59001

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