Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 15 (1.11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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fl a t h c u i> ii n » d ihre 3frltiinp zum I u dentn m". Ter Referent behandelte zunächst Leben und Wirken Xi-sra-Ti*. alsdann Rathenaus und zog in onu'.n drittel. Teil seine» Vortrags Vergleiche zwischen ibrer künstlerischen und politischen Wirk'amkeit sowie ihrer Slellunfl zum ^uDeiitum. Beide Männer waren in hervorragendem Maste schri'1 ftellerisch tätig. Nährend aber Tisrai'Ii sich der flo niansorin bediente : Tankred: Snbil, Lothar', um seiner reli nwen und politischen lleberzciuuing Au-druck zu ver ici t!l, beniitzie RalHenau die Forme» unmittelbarer n-fi i'iii.lHiiUiciicv Tarslrl!» ug. Für T sra li ist der .Ion UT-’ aüi-i Ausgaiigspunk:, flatbenau dagegen ivird rtli» * iT; >ks'e durch die li! chnalen und sozialen Strömnn i' rit L",:i i: bestimmt. Beide.: Männern war aber die £i1i .-n'in .t' cii ie> von cem il'tigkeü und sozialem Berüänd - ui* g>. li:jo'l! fi Siaa:>ol dnung gemeinsames Ziel. iv.a; igien ne >i.l> als ivabre Staatsmänner auch NI t'CV.lil n.'lN tit n jt-M1 leren Praris des aktiven voli I"'.! Vit" .'t ■ Als Jude » gingen >ie an >'ich getrennte sM,-?I'I. . a')C' fc.Ut'ii iich Zen ibres Lebens für die .'•/li >: tt: i«!!:'!• l'olili ’u'r iSleichste.-tung der Jnd.n ■> V -N!. o aä':Borlragsiveise des r. 1.* il. . ovo. a»! seine >?ö.er, d e mit ' ■'•-'eil sta.'sten Eindruck. Dr. K. Stillte;r.r*. i .110:6 Auerba ch Be : ei n. Am ■ ’.V.ul» L e o v o l d M a r i. Cannstatt, . t . ■;t a r! i: i; b c r. Ne Ui jci Redner 'ein Tbema i •. ’ im ir i n s ii 0 r u n in S : e El e a; i! f! : M'a v l ■ n Bubers" be.ii.imeie, so ,ti .v r t : : . ' e. F-'tiuu.lerlkNg ein Beweis für die Il*vri .!,-I t- IN-- ioiau'tt fleiera'.es Es ist in der Tai N' ■* : 11 . f'? z II!'. i il: Bitters e n ud ingea. Tiei'er < . Ni a per durchaus geglückt Leopold Kirr ver f: .:ü >■ ei: e k:ar> ' instruttwe Tarstellung seine a K ei» und »i.nlvol e Aut'chrüile für das ' , . i vUl "• .u ve rniiiein Ter Reserent •.;rtv Eiemeniaroegiiise de. Buber- ... ' .; i' : , ' , v Le 1" 1 in eine „Ich" , '• '4- -• I u. r rei.' u:d legte »u Bei < a .: a •' .. Bn:>>. über Sen Cbai'i ..i.;:: «ti.iTp: d. ..Tu" Nett, der Nell ■ i!? :Vir. von ihv aus gefeben. n.. . a!aon Buoer verstanden L :: t;m.: -I iKuw.Ki::-7' i ft aitr ■ " a .; kc , , aRealriieru»,' rc’ tit, w:s - ' . „j ii i o r i du", a:s sie » Wellen. Burers Pniio;!. t rwttk,i.:>u»g" in ai'.e Le,ens- 186 - gebiete zu tragen, und dazu bedient er sich einer Sprache, deren Wirklichkeitsarad so grast ist, dast sie eben nur von den Mei'schcn verstanden wird, die selbst in der „Neil der Beziehung" der „wirklichen" Nell im Bnbcr'schen Sinne lebe». Aus der ganzen geistige» Einstellung Bubers ergibt sich zwangsläufig seine Assini j rät zum Norl-selbst, den, er mit Ehrfurcht gegenübertritt | Auch seine Bibelübersetzung ka in nur aus dem Be jlrebe» Bubers verstanden werden, das Wort und seinem geistigen Inhalt ebenfalls in den Tienst der „Verwirk lichung" zu stellen Neil wir aber zu sehr in'der Welt des Etegenstän^lichen der „Es"-Welt -- lebe», deshalb verliere» wir int Streben nach rein intellektueller Anreicherung unseres ScinS den Kontakt auch mit dem. was im Rainen Elottcs als religio zu uns spricht. Aber in allen Ländern mahnen Stimmen zur „Nirklichkcit" und eine der bedeulendsten ist für unS Bubers fluf. Tas Judentum ist die wahre Well : des ,,Tu Sagens" und der „Perwirklichung". Wie schon : oben crwäbnt. wuchs Buber in diese Welt durch seine Beschäftigung mit dem Chassidismus: in seinem Buche „Mein Weg zum Chassidismus" bekennt iich Buber zur Aelt des „Angeiprochenseins" und nun — da er die Idee des vollkommene» Menschen erkennt wird er auch zu ihrem Küuder. Man kann Buber nicht rein begriiflich verstehen, lvenn auch er sich philo ioplstsch ausdrückt Nur durch das Erlebnis kann man sich seine Bolichast beivnstl mache» wie beim Religiösen. Erzwingen läst: sich die es Erlebnis. nicht Aber man must ani es bereit sein und aus eS ivarlen. Nir konnten na ürlich die hervorragenden Ausführungen von Leopold Marr hier nur in kurzen Zügen wieder geben. Zeder aber, der mit Auimekiamkeit d eiem Referat folgte, ivird auch von ihm irgendwie „angesprochen" . ivorden sein und das mag die Vorstufe zum „Er i lebnis" bedeuten! Tie >?ö er da ik.en den Vortragenden : mit lcbhasiem Beifall ll. 8l. Stuttgart. Bor einigen Nochen fand hier eine Be svrechung einiger Vereine unserer Stadt zwecks (Krün düng eine? jüdischen Sportvereins statt. Ans verichiedcnen tstründen sah man jedoch davon ab, in dieser Richtung wciterzugehcn und einigte sich auf der Bast-- der tstcmcinschastsarbeit. Tie icilhcr bestehen den Sponableilungen der verschiedenen Vereine sollen nunmehr ausgcbaut und durch eine gemeinfchaftlichvarilätjsche Lcilung zusammeugeiastt ivcrden. Auf der lürundlage dieser Beschlüsse fand dieser Tage eine wei lcre Besprechung Unter Leitung von Tr. Manfred i P i <k statt. Rach einer längeren Tiskuiiion über den Aufbatl und die Organisation dieser Spor.gcmcinschast j schritt die Versammlung zur Wahl eines provisorischen Ausschusses. Durch Zuruf und einstimmig wurden gewählt: Dr. Richard Reh zum 1. Vorsitzenden, Julius Rothschild zum 2. Vorsitzenden, Fritz Ncko zum Schriftführer und Justin Rothschild zum kassier. Dem Ausschuß gehören ferner noch die Vertreter der einzelnen Sportgrupprn an. Die nette Arbeitsgemeinschaft hat die Absicht, in aller Bälde pro pagandistisch an die Oefsentlichkeit zu treten; inzwischen soll die Werbetätigkeit durch die einzelnen Gruppen übernommen werden. Der Arbeitsgemeinschaft haben sich bis jetzt aitgkschlosfen: der Berthold Auerbach-Verein, die Ortsgruppe des Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten, die „Kameraden" und die Ortsgruppe der Zionistischen Vereinigung. Anfragen betreffend Aufnahme usw. beantwortet Fritz Ucko, Stuttgart, Reinsburgstr. 7. Stuttgart. Zionistische Lrtsgrckppe. Kurt Blumenfeld, Berlin, einer der prominentesten Führer der Zionistischen Belvegung, sprach am 25. Oktober d. Js. vor einer großen Hörerschaft über „Jüdische Entwicklung und zionistische Aussichte n". In seiner Einleitung kennzeichne:» der Redner die Haltung des Judentums der Vorkriegszeit zueigenen religiösen Eristcnz und schilderte sodann die psychologischen Wandlungen des von der zionistischen Idee ergriffenen jüdischen Menschen. Wenn wir heule ein organisiertes Judentum vor unS sehen, so führte Kurt Blumenseld aus, so kommt das, nach seiner Meinung, dem zionistischen Konto zugute. Während ater unsere Umwelt der zionistischen Aklion zustimmt, hat man auf jüdischer Seite immer noch keine kla.ea Entscheidungen ihr gegenüber getroffen. Man zieh« wohl Palästina in den jüdische» Entwicklungsgedanken ein, aber durch banalisierende und historisierende Betrachtungsmethoden stellt man das Palästinawerk als ein für die Judenheit entweder nicht entscheidendes Kolonisationsproblem dar oder man erklärt, daß der Zionismus schon geschichtlich cingcgliedcrt sei und seine Aufgabe - erfüllt habe. Man anerkennt, so formulierte Blumenfeld, die Problematik des Zionismus; „man ist sich einig in der Pathologie der jüdischen Welt, man streitet sich aber über die Therapie ihrer Krankheitserschcinungcn". Tic Aufgabe des Zionismus aber ist, die Unzulänglichkeit dieser jüdischen Welt auszudecken. Diese fiktive jüdische Welt braucht einen jüdischen Inhalt. So wie sie jetzt ist, ist sic steril und nicht in der Lage, jüdische Entscheidungen zu erzeugen. Wer ater Palästina besucht, kommt i» eine Welt,, in der zu jeder Stunde jüdische Entscheidungen getroffen werden müssen. Wer dort „Judentum" sagt, muß gleichzeitig an den palästincitsischcii Eine gute Ausstattung Ihres Büros ist ein unentbehrlicher „ Faktor zum Erfolg. Zweckmäßig ausgestattete Arbeitsräume erhöhen die Arbeitsfreude und damit die Leistungen. Büromöbel-Fabrik S, Gutmann, Stuttgart Marienstraße 10 BEIM FACHMANN KAUFEN HEISST SPAREN Detektoranlagen...... 11.50 an Lautspredieranlagen». 7B.50 ä„ RADIO . 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