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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-08-16 · 10 (16.8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
10 (16.8.1928)
Date
1928-08-16
Page
[Seite] (sequence 8)
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zu Hause zu lassen, bei Mann und Frau immer mehr aufkommt', so sehr möchte ich empfehlen, bei Wanderungen bei sehr hoher Außenwärme eine Kopfbedeckung aus dem Rucksack zu holen und sic wenigstens vorübergehend zu tragen; wer ein inal die Borbolen eines Sonnenstiches oder Hitz lchlages mitgemacht hat, wird mir wohl recht geben. Tic Gefahr der Ucbertragung von Tuberkulose, deren .Hauptquelle der Mensch ist, darf auch in der Bann nicht ganz außer Acht gelassen werden. Man wird einem Mitfahrer, der hustet, nicht zu nahe rücken, vielmehr unauffällig einen gewissen Abstand wahren, ohne aber deshalb sich ängstigen zu müssen; ebenso wird man, wenn keine drin gendc Notwendigkeit vorliegt, mit niemanden aus einem Kefäß trinken, vielmehr wird man seine eigenen Eß und Trinkgeräie benüyen! Zweifellos können, besonders in gepolsterten 'Abteilen, gewiße Haut und Haarkrankheiten über tragen werden; insbesondere in der Kriegs und '.'Nachkriegszeit gab es massenhaft solche Ansteckun gen. Mil der zunehmenden Reinlichkeit und Kon trolle seitens der Eisenbahnbehörden hat diese! Ansteckungsmöglichkeit beträchtlich abgcnommen. Bei mangelhafter Beleuchtung in den Eisen! balmwagen zu lesen ist zu widerraten, weil da! durch die Augen mitunter schwer leiden. Unsere jungen' Freunde nehmen deshalb auf ihren Wan derungen am besten gar keine Lektüre mit, denn znin richtigen Ausspannen und zur Förderung der körperlichen Gesundheit gehört auch die gei . siige Hygiene. Und diese fordert eine Schonung und Entspannung des Nervensystems, das ja die ganze Woche genügend angestrengt war. Man j soll auch wäyrend der Woche beim Fahren in! iH'v sirastcnbabn nicht in der Hast noch seinen Neman oder die wichtigsten Begebnisse in Handel und Industrie durchrennen und mit seinen Nerve» keinen Raubbau treiben! Wir haben ja bei dem heutigen Hetzen und Jagen wirklich wenig genug Beschaulichkeit und tun desyalb gut daran, wenigstens beim Fayren uns Ruhe zu gönnen, anstatt unsere Nerven aufzupeilschcn und zu über rei:cn. Tie Entspannung aus unseren Wanderun gen, deren wir Kroßstadtmenschen bedürfen, muß sich ans beit Körper wie auf den Keift erstrecken. Biel gesündigt wird aus der Wanderung mit .vfni Esken: wahllos wird beinahe ohne Unterbreckmng alles mögliche verzeyrt und dadurch dem Magen eine Ausgabe zugewiesen, der er »ui di- Tauer nicht gewachsen ist. Man jTüfj iinck.' kräftig zu Hause, gönne dann dem Magen »loige stunden Ruhe, nehme dann langsam und gemächlich die mitgenommenen Brote und nach einer weiteren Ruhe koche man ab und ver schasse sich den Kcnuß einer guten suppe mit Einlage! 'Aach dem Essen Ruhe, als Ketränk am - 12« - l besten kalter Tee mit Zitrone und Zucker! Schließ-! lich möchten wir vor einem warnen viel leicht im Kegensatz zu der Meinung unserer jun j gen Freunde nämlich vor dem Rasen! Ter schnelligkertsrekord dient nicht dem Zwecke der Wanderung, der Erholung! Man vergesse nicht,! daß auch die Lcistungs und Widerstandsfähigj keit des Herzens und der Lungen ihre Gren ' zerr hat. Es ist freilich zu beobachten, daß in den letzten * Fahren unsere jüdische Jugend ihre Freude an der j Natur in hohem Maße zeigt durch sportliche! Betätigung jeder Art, vor allem aber durch das so wohltätige und fördernde Wandern. Im Walde, s losgelöst von allen Hemmungen und Beschwer j »issen des täglichen Lebens, kommen sich unsere j jungen Freunde näher und es wird ctn Kemein- : fchaftsgesühl erweckt und geschossen, das es er | reicht, daß, neben der körperlichen Ertüchtigung, ■ der sinn für das Judentum gefördert und er - halten wird! Möge das Tressen der jüs d isch en Jugend am 19. Au g ust 1928 j ein Markstein sein in den B e st r e b ü n - l gen, die a ns den geistigen und spartl i ch e n ammenschluß unserer j ü -! di scheu Jugend nicht nur in unserer engeren Heimat, sondern überall, wo j u n g e jüdische Herzen schlagen, ab ziele»! irinen imctfii-imon Anikrl ron dem Borsitzendeu des Landesverbands der jüdiichcn Jugrndvrreine Badens, Luy T h e m a 1, Pforzheim, über das Thema „Wo iollcn wir svorr treiben'/", können wir iniolge Platz mangels erst in nächster Nummer verössenllichc». Kaiser Borax Macht zarten, renen Teint. Heinrich Marr S i-, $amilientaac&ric9tefi. Diese Rubrik steht unseren Lesern kostenlos zur Verfügung. J Ongeres Fräulein für Stenographie u. Masdifnensdirelben per sofort oder t. September gesucht Samstags und JOdlsdie Feiertage geschlossen Gesuche an die Expedition der Gemeindexeitung unter W. L. 6H. I m; ijii | A Eine Anzahl Teilnehmer am süddeutschen W W Treifen 192* mutz von frreiiaz und samstag W W aus sonnlag in Stuttgart übernachten. Ter W W Berkhold Auerbach Verein richtet an W Ü die verehrt. Yiemeindemitgljeder die sreundliche. W W Bitte, ihm biersü- Quartiere zur Bersügung zu W W sielten Anmeldungen erbeten an : Z W Julius Rothschild, Stuttgart, R-dlerstr. 17. Z | Tel. 24S10, uud Verlag »er Gemeinde U'luuq, W W Stuttgart, Kaserueuftr. 13, Tel. 233 20. W ^IIIIHIlIHHIIIIimHIIItltliHIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIUIIIIIUIIIimilllllllllllllllltlllllllllllllltllllUlllllllitii Stuttgart Bei lobte. August lt*28. Trudl Jiidcll, Wrißenburgstr. 3?, mit Erwin Livdauer, Tonneckerflr. 25 Eheschließung: 1 > 8. 1928. Meta Löwrngart, Rexingcn, mit Jakob Levi, Haigerloch Geburten: 87». 7.1928. Günther Siegfried, Sohn des Rechtsanwalts Hermann Merzbacher und seimr Ehefrau Margarete ged. Rosrnstock, Ob. Birkenwaldstr. 168 3i. 7. 1928. Lutz. Sohn des Kaufmanns Albert Mayer und seiner Ehefrau Fanny geb. Lustig, Schloßstr. 23 9. 8. 1928. Ein Sobn des Obersekeetärs Julius Wlßnrann und seiner Ehefrau Klärle grb.KuIb, Neue Wein steige 18 7 5. Geburtstag: .10. 7. 1928. FrauAuguste Hochberger Wwe. geb.Frledmann, Serstr. 112 70. Geburtstag: 19 8. 1928. Louis Hirsch. Vizepräsident d. Jsr. Oberrat», Kafernenstr. 13 Sterbefälle: 30. 7. li>28. Sigmund Nördlinger. Kaufmann, Hölderlinstr. 26, 73 Jahre alt 8. 8. 1928. Jakobine Hirsch, geb. Nördlinger. Senefelderstr. 69c, 84 Jahre alt 11. 8. 1928. Jakob Israel. Kaufmann, Kafernenstr. 13, 66 Jahre all Duttenhausea. Sterbefall: 4. 8. 1928. Irma Marx, Buchhalterin, schwer verletzt beim Eisenbahnunglück von Dinkelscherden. Hall. 80. Geburtstag: 2-1. 8. 1428. Samuel Flegenheimer MarkelSheim. 83. Geburtstag: 2. 8. 1928. Fra» Moses Strauß Bad Mergentheim. Verlobte: August 1928. Millq Straub mit Wilhelm Würzburger, MoSbach i. B. *• Friingel&Ulmer STUTTGART Rslihl)ilslri6e 35, Klitfstrafii 40 FrtMrtdßtriftt 60 Fachmännische Bedienung Billige Preise ninff-Näh maschinin ■nlMll TonO glich es deutsches Fsbtlkst 1 IMI1 Hssshslt Industrie Wlmptl, Coaradt&De^ Stuttgart, Kronprtnzstraße 22 Eulingen. 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