Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-08-01 · 9 (1.8.1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
9 (1.8.1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/4904101-5441815-5443029--1926-4905911
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

2 S | Hodeniiaus II 1 | Stuttgart, Fürstenstr. 1j|£Q|| | I Gegenüber der Hauptpost, ain bunioöpiatz | | Bekanntes Einkaufs-Haus iür gediegene 1 I Damenbekleidung und \Vdscne, nut leisiungs- | Unigen äpezial-AUieilungen. airumpte, sei- I dene Umerwascne, irutoiagen, äuiurzen, 1 Badewäscne, atucs waren usw. uro ne | Spezial-Abteilung lur Herraa>ArllK«l I bieieteluer Heuiuen ✓ l-eine Unterzeuge 1 | Kravatten / Kragen Pyjamas / lascnentucner | Siiinuinmmnmmniiniininniiinniiiiiiiiimiinniiiiiiiiiiiiiiiuiiiiinfttig fiingenbe Namen) genann.cn Per,o»e.l. ^ie itteuchtärats-riusfchü>jc jitü) mit Meyryett zu dem Beschluß gewmmen, die Einlprucye gegen oie Etudürgernng für unoegrünbe. zu ertlaren. n)te Vollverjammiung ftimmte den Ansschuß-Befchiülien »u. (ILA.) Die Verwendung der Staatsbeihilfen für die inoifeyen «Semeinoen durey den pre»s»|«yen ^ranoesveroand. Belannttich i|t es den Bemüynngen des Preußischen ^andesvervandcs Mischer coemeinden gelangen, zur das Jahr 492/ eine Erhöhung der Berpnsen oeS Staat» für leijtungSschwacye «ynagogeugememden zwetts Erjünung ihrer Berpflichiung züq den Religionsunterricht von zouuUU RM. aus 40<J uOO wax. zu eitoitien. Dte>e Beträge weroen v»S ans eine geringzügige Ructlage, die oas Miniiiermm emoehau, an oie neiden pieußifchen irandesveroänbc zur Beueiiung an oie «hnagogengemecuoe.i ausgezahli. Au> ij-rund der Erhöhung >md oem Preußi>cyen ilanoesverbaud Mi>cyer Gemeinden für 4027 insge>ami 333 out) RM. (gegenüber nur 18000 RM. jnr 4026) üdeiwiefen woroen. — Der zur Bersugung gesteUre Betrag ist zunächst ganz verwanor woroen, die Gehälter oer iüoij«h«i rneugionsleyrer grundsätzlich mintzkjteus auz oie tzoye oer Gruppe Vll der alten Re«chsbe>oloungsorouung zu ormgen. Soweit die Beamten mjoige ganz oejonders niedrigen Be^hajligungSumianges nur aiS nebenamtlich im Nuliusdteuzt tätig sage,egen weroen tonnten, sind Leilauzbeiserungen gewahrt worden. — In emer ganzen steche von Fäden i|t die Erhöhung der irehrergeyäuer mit einer organijatotijchen Neuregelung der religio nsumerruhiluyen Berzorgung der Gememden verbuuoen worden, und zwar m der Wei>e, daß verschiedene Gemeinden, die jeoe für sich nicht rn der Lage gewejen wären, emem Beamten ausreichende Latrgreit und Be>ochung zu bie»en, zu einem sogenannten ,Lehrerbezirt" zu>ammengeschws>en wurden. Aus diese Weise ist ti erreicht worden, daß bis aus ganz wenige Ausnahmen, in denen die Bemühungen deS Landesverbandes an der abiehnenoen Srellnngnahme der de.resfenden Gememoeverwattungen scheitertm, lein schuipslrchtiges jüdisches Kind in Preußen den ersoroerilchen rnetigionsmuerricht entbehren muß. — Schließlich ist über die Hälfte des vom Staat zur Bersügung gestellten Betrages dazu verwandt worden, be,anders überlastete Gemeinden zu unterstützen. Es ist hierbei grundsätzlich 30 o/o des Reichseinkommmslmer^sollS als EntlastnngSgrenze sestgezetzt worden. Leider haben die verfügbaren Gelder nicht ausgereicht, dieses Prinzip voll durchzuführen. Im üorigen war die Höhe der einzelnen Beihilfen auch durch den Betrag begrenzt, den die Gemeinde seihst für die Ausrechterhattung des Religionsunterrichtes ausgewandt hat, da lediglich Beihilfen, zu den Soften des Religionsunterrichts gewährt werden können. Der Durchschnittsbetrag, der pro Gemeinde verwendet wurde, ist folgender: 1926 : 214 Gemeinden mit durchschnittlich 855,14 RM.; 1927: 290 Gemeinden mit durchschnittlich 1148,28 RM. Verein für jüdische Geschichte und Literatur <5. D., Berlin. Am 31. Mai 1928 fand der Delegiettrntag deS Verbände; der Vereine für jüdische Geschichte und Ltteratur in Deutschland statt. AuS dem schwachen Besuch der Tagung (nur 19 Delegierte aus dem ganzen Reiche waren anwesend) war der Schluß zu zichen, daß die einst so blühenden Literaturvereine gegenwärtig nur ein Schattendasein führen. Daher drchte sich im Anschluß - ln - an den Bericht de; Verbandsvorsitzenden Pros. Etbogen, und an das Referat de; Herrn Rabb. Dr. Neufeld, Elbing, über die Tätigkett des Bezirksverdande.i Ostpreußen, die Diskussion, an der sich alte 'Anwesenden beteiligten, um die Frage, ob die Zeit der Literaturvereine vorbei sei, oder ob bei intensiv«: Arbeit die Möglihkeit be stände, die Vereine neu zu beleöen. Einmütig wurde am Schluß der aussührlichen De'alte festgeste.lt, das; eine N e u o r g a n i s a 1 i o n der Literaturvereine sofort in Angriff genommen werden müßte. Ter Verband solle zu einer „Zentralstelle für das jüdische Biloungswesen" ausgebaut werden, weche den Gemeindeoereinen (für Gemeindeabende) und sonstigen jüdischen Organisationen, Gruppenredne: für Borträge zur Verfügung stellte. Wanderbibliotheken und Kulturfahrten soltten dafür sorgen, daß das jüdische Leben in klenen und'kleinsten Gemeinden nicht erstarre. Ci» Antrag de; BezirkSverbandes Ostpreußen verlangt, daß die Vorstände der großen und mittleren Gemeinden eindringlich auf die Bedeutung de: Liteaturvereine im Gemeindeleben und auf die Notwendigkeit der Gründung solcher, wo sie noch nicht bestehen, hingewiesen werden sollten. Ein n. eitere: Antrag Ostpreußen verlangt die Bildung von Delegierlenverbänden, zunächst in Rheinland-Westfalen, Süddeutschland, Norddeutschland, Mitteldeutschland und Schlesien und die Beauftragung gee gneter Persönlichkeiten, die Vorarbeiten baldigst in Angriff zu ne)men. Bon allen Redne.n wurde der Wunsch ausgesprochen, daß der Preußisch« Landesverband die Literatur vereine in Zukunft durch Subventionen unterstützen möge. >Jn den Vorstand' wurde Studien rat Dr. Paul Michaelis, Berlin, ne, gevählt, der sich besonders den Organisationsarbeiten ividmen wird. Ein Jahrbuch wird der Verband 1928 nicht herausgeben, dafür beceilet er für 1929 ein Mendelssohn-Gedenkbuch vor. Der 2000 jährige KölnerIudenfriedhof. Der zu einer Erinnerungsstätte umgewandelte noch aus der Römerzeit stammende jüdische Friedhof am Bonner Tor zu Köln ist in diesen Tagen von den beiden Synagogengemeinden Kölns, der Großgemeinde und der orthodoxen Adaß Jeschurnn in Obhut genommen worden. Die Umfriedung und das im altrömischen SM gestaltete Tor wurden von Architekt Robert Stern geschossen. Das Gelände erwarb die Synagogengemeinde Köln in Gemeinschaft mit der Adaß Jeschurnn. als Eiwnterungsarbeiten am Güterbahnhos das einstige Gräberfeld des uralten Friedhofs aufdeckten, um die Gebeine, pietälvoll gesammelt, dott wieder beizusetzen. In der Mitte des Geländes wurde ein kleiner Tempel erbaut. Hier fand vor einigen Tagen die Einwnhungsfeier statt. Oberkantor Lohn trug einen hebräischen Psalm vor, Architekt Stern übergab das Werk mit DankeSworten an Justizrat Dr. Bodenheimer, General konful Baumann und Gemeinderabbiner Dr. Kober, sowie an alle diejenigen, die an seinem Wer den teilgenommen haben. Der Vorsitzende des Vorstandes der Synagogengemeinde, Herr Blumenau, übernahm nun namens beider Synagogengemeinden den Friedhof. In einer Weiherede führte Gemeinderabbiner Dr. Kober ungefähr auS : Die älteste Kölner jüdische Grabstätte, der älteste —. Besitz der Juden in Köln und vermutlich nächst Rom der älteste jüdische Friedhof des AbendlandeS, der feit der Römerzeit bis 1695 benutzt warden ist, weiß viel vom Martyrium des jüdischen Glaubens und von Helden jüdischen Geistes zu erzählen. Die Stätte, die geweiht ist durch solche Toten, wird zum Wahrzeichen der jüdischen Gemeinde Kölns. Justizrat Dr. Bodenheimer, der Vorsitzende der Kommission, die sich von der Vorbereitung bis zur Vollendung mit dem Werk« befaßt hat, führte aus, es bestehe nach den neuesten Forschungen die berechttgte Annahme, daß schon mit den ersten Römersiedlungen Judm nach HEILBRQNN Karl Gertler Jmwelier Spozlalltlti Bruckmaitnfilber-Bestoeke Kaiserstr. \ JULIUS NÄGELE SCHOKOLADENHAUS HEILBRONN a. N. Kilienlr. 22, Telefon 1864 Kaffee / Tee und Kakao J.S CHOLL NACHF. SCMELLtMOASSI 1 Wasch* und Putzmittel Sidtertr’sdie äo »Hielte LUDWIG SÜNDER Hdlferonn a. N. RrzielilUel / Dertaadstalte / Spezlalitltea Ntruus»fwarea Hudichihe Trlkotagea Strickt Suickwsrei Herrt-a-Artlkel SlroHpfliaiis ftlbcri SMiler, NB Steter Dmn »Werter H»»li«h»». Faaefc* P»nn StrtetUiU—g Hotkl falkin WINXKRHAUS HBILBRONH Altbekanntes Famlllenhotel am Marktplatz Gut bürgerllohe Küohe Auto-Garage KUkZVAREN SfrSapfc, ur» Wetnrarca ChClItf a. dartu, t«l hi Blonesfeau Mn Brinnllng HEILBRONN a.N. Kaiicrstroße Nr. 21 Telefon 162 Künstlerischen BlumensAmndc Tapete« Linoleum Waadspaaaatoffe Salukra, Takko Adolf Prolhardt, Hellbronn j Sllaiopatraae I — Talofaa »2V FRITZ SEEL SäBSKM; S feine Sthreibwtaren J Elegante Lederwaren ■ Kunstgew. Gegenstände | Sämtliche Büro-Artikel ■ ||ltMli(|; nCKARTZ »teettlch ttprfliterOpHIrrr mb Mlligataa Preiaaa KfllaaspL Ecke Kaiserstr. Feraspredter Nr. 4M 9999955

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.