Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 8 (16.6.1928)
- Date
- 1928-06-16
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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heiratete den berechtigten Wunsch, nach monaie oder jahrelanger Trennung zu seiner Familie zu rückzukebren, sie kommen also nur für Ledige in Betracht, sodann ist Voraussetzung, daß HO Prozent aller Olescxesbrech.r den Arbeiterkr.is.n entstammen, die leicht jedes .Handwerk erlernen und ergreifen können. Ter »tausmann und stopf arbeiler, aus dessen streifen iich die jüdischen Rechtsbrecher znsainmen'ezen. kommt vierbei nur schwer aus seine Rechnung. Tenn Umschichtung des Berufes ist leichter ausgesprochen als voll zogen. Fedenialls gehört eine Erzielning von langer Tauer dazu, Mensche» sogenannter höherer und besserer stände im reiferen 'Aller den vrimi tivrren Berufen zuzusübcen. Was geschiebt seitens der tstem.in^cn und i7r ganisationen für den entlas'enen Rechtsbrecher? sebr viel und sehr wenig, se.ie riel, enr-- svrechend den Mitteln, die biesüe zue Verfügung stelle» in Anbetracht der al gemeinen Wirtschaft lichen A'otlage der deutschen Fudenli.ii. Mai: gewählt jedem Enllasenen llnterkunf,. Wob nnngsgllegenl eit. Mie:sb>i i f tt und Ledensmi, lrl Eßkarten und dergleichen für eine bestimm»r .Zeit. Fn der .stteiderkaminee der jüdisch.n tste nieinde, früber auch in der Arbeuerkolonie in Weißensee finde,i und fanden Elzelne Arbeits gelcgeubeit. Fm übrigen must es dein Entlassenen übeilaijen bleiben, sich von neieni ,ine Eristenz zu suchen und zu gründen. Außerdem iverpen auch kleine Tarlelie» ge wäbn. um einen »tleinbandei zu begründe», »strö ßere Tarlebcn werden bekanntlich nur gewäbri, wenn sachliche sicherbri.cn voriiauden sind, und diese ielilen naturgemäß bei den gesch.i.enen Er: steinen. Tr. Fosevb bälk aber die Ber,itstellnng von Mitteln zur Begründung eines >l,cinkandels für durchaus verseilt. Fn de» Gesängnissen js, die Wiederkebr von kleinen »tanfieuien, die nach der Entlassung aus der Anstalt einen solchen .stleinbandel gründeten, nichts seltenes. Ter ganze Fragenkomvle: der sirafeiulass, »eil in Teutichland kann eben nicht von dem all gemeinen Problem der wirtschaftlichen.Ao.lage losgelöst werden. Fn unseren «Gemeinden und Bereinen erschallt immer lauter di' »tage über den wirtschaftlichen Bonkott jüdi'cher Angene.l ter. Tie woblgemcinicn Ausrufe, jüdi'ch' An gestellte zu beschäftigen, brauchen nicht ganz un gebärt zu verbalirn, sie werden aber nur znm . gering,» Teil die Lage verbessern. Tesbalb mü> sen Geineinden und Organisationen sich dazu entschließen, nicht nur steedit und Tarlebens kaisen, sonder» auch große w:rt'chas,liche Unter . nebmrn zu gründe'!, die Raum und Betätigung bitten für kansnränni che, industrielle und band werksmäßige Betätigung. Fn solchen Betrieben konnte der Strafentlassene am leichtesten wieder in die bürgerliche «steelschasi eingeordnek werden. so gut gemeint dieser Vorschlag ist, so steben doch seiner Berwicklichung fo.schivece Bedenken gegenüber, daß an die Gründung solcher Un ternebmungen durch die (Gemeinden kaum gedacht iverden kann. Tie bessere Lösung bleibt immer iroch die Schaffung von llebergangsbäusern mit Beschästignngsmöolichklircn für strasentlaisenc. Staat und Gemeinden müssen sich ebestens zu sammenkun, solche Betriebe ins Leben zu rufen, die als unentbehrlich bezeichnet werden müssen Aus Der Welt des Judentums. Einigung Ver jüv. Jugend. Tie schriftleitung der „E V. Leitung" (Beilage: „Bon deutsch jüdischer Fugend" stellt Aus fübrungen von Ernst Wolfs Breslau zur Au» spräche, die um wesentlichen besagen: Will man die aus der jüdischen Fugendbc . wegung hervorgegangenen Bünde bewußt einem gelingen KORNETTEN Hüfthalter, Brusthaiter, Damenwäsche, Strümpfe nur la. Qualitäten Manufaktur Ea Mfl YGP Eßlingen / PIlensaustrafe 41 früher PLOCH ______ - >00 - gemeinsame»;?ielr zusühren, so ist es unerläßlich, die jüdische Frage weder einmal auszurollen. Uns allen ist gewiß, daß das Judentum nicht > ntcreehcn darf. Aber mehr weiß heute kein klar scbcnder Mensch, den» eine allgemein jüdische Alljfassiing über den Inhalt seiner Zukunft rxi stiert nicht mehr Tas (Gemeinsame ist, daß alle, Fnd.n die Erhaltung des Judentums wolle». Wer die nicht will, ist im geschichtlichen sinne nicht Jude. Tie s.ellung unserer de itschvaterlä» bischen jüdischen Jugend zum Problem der G« samtjndenbeit wird dadurch gekennzeichnet', daß wir zwar' eine gemeinschastsbindcndc jüdische Fdcc zurzeit selber so wenig sehen, als andere jüdische Gruppen sie uns nennen können, und deshalb schmerzlich eine Vorstellung vom Juden tum entbehren, die durch ihre ideelle .straft uns die Erkaltung der Judenheil sonder Zweifel ge wäbrleistete, daß wir aber für die Erhaltung der Judenheit gefühlsmäßig unbedingt und ohne daS Bedürfnis nach einer ideologischen Begründung eintrelen, weil wir Juden sind. Die praktische Auswirkung dieses Standpunktes findet ihre entscheidende Richtlinie in einem allgemeinen und umfasse »den Gedanken, nämlich in der Arbe't für d.n jüdischen Menschen, wie ihn das Leben uns unmittelbar zeigt. Es fehlt der Boden für eine grundsätzliche Einigung der jüdischen Jugend. Es sprechen für ein Zusammengehen der Bünde lediglich die Gründe, w.'lche sich aus dem Borhandensein der „Gemeinsamkeiten" ergeben. Diese rechtfertigen nicht die Auflösung der Bünde, sondern nur deren Zusammenarbeit von Fall zu Fall. Hierzu aber genügen vollauf die schon vie lerseits bestehenden jüdischen Jugendringe oder die Organisierung eines von Fall zu Fall zur Erledigung gemeinsamer Einzrlsrrecn zusammen tretenden Führerkreises. HEILBRONN Spezialist für Bubiköpfe! tel. loo» Nur: HANS ECKERT tel. ioos Sdiönhcits-Salon für Damen und Herren vorm. Neckar-Hotel, je zt Frankfurtsrstr. 9 Sonn-, TOaltrr-, gOnlorllrH, .Kopf-, erfi «ftt-, 9rfl(l-mat|agr, manlnirr, p(M»r( BP* Unerkannt etft-to u. grSfttc» Straft am Ptax« „ELEKTRON“ leb. Weiter Rendel HeUbromn e. 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Stuttgart I9894 Anlegung und Führung zweckentsprechender Buchhaltungen; formelle und materielle Revision von «Ochern und Bilanzen; Rentabilitätsberechnungen; kaufmännische Gutachten / Gesellschnftsvertrfige; Firmenumwandlungen; Auseinandersetzungen zwischen Teilhabern; Liquidationen; außergerichtliche Vergleiche; Konkurpvertretungen; Beratung und Vertretung in Aufwertungsangelegenheiten / Beratung u. Vertretung in schwierigen Steuerangelegenheiten; Führung von Steuerprozessen; Steuergutachten/ Vermögen*- und Hausverwaltungen; Nachlaßteilungen; Nachlaßverwaltungen ^Pflegschaften; Testamentsvollstreckungen; Erri« htung o. NachprOfung von Testamenten / Beschaffung von Vollmachten aus dem Auslände; Einzug ausländischer Erbschaften, insbesondere aus Amerika / Grundstücks- und Hypothekenverkehr. Mäßige Gebühren; Jahresabonnements Allererste Anerkenntnisse. 'ermann EIGENE SCHIKMFABRIKATION 1 ilerrenhüte Spazierstöcke i Ecke Kaiseru. 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