Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 5 (1.6.1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/4904101-5441815-5443019--1873-4905862- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
36 407,83 Mark eingenommen wurden, denen eine Aus gab« von 40 999,30 'Mark gegenüberstand. Es ist also ein Abmangel von 6591,47 Mark zu decken ge wesen. Tie Mitglicderbciträge in einer Gesamthöhe von etwas übcr 9iu'0 Marl triarfen also crner wesent lichen Erhöhung, um den Ausgaben des Asyls gereckt zu werden und seinen Bestand zu sichern. Nachdem dem Kassier unter lebhastem Tanke die Entlastung gewährt worden, wurden die vier ausicheidenden Mit glieder, Tr. Lttenheimer, Ltto Fr,inkenstein, Alsrcd Hirsch und Tr. Ltto Einstein durch Zuruf wieder in den Ausschuß gewählt. Auch an dieser stelle muß die herzlicke Bitte an di- Juden des Landes gerichtet werden, als Mitglieder dem so unentbehrlichen Verein beizutrete.r und bei freudige» und ernsten Anlässen durch Spenden des Vereins zu gedenken, damit un seren Greisen die Altershcimat ereilten bleibt! Stuttgart. Wie wir erfahre», kann die I sr. Reli g l o n s g e s e l l s » a s t s i u l t g a r t in 8ürze das froh,- Fest ihr« 5i»jährigen B.üehens feiern. Es ist geplant, den bedeutsamen Tag iu cinsacker, würdiger Weise zu begehen. Wir werden an dieser stelle nock Näberes hierüber milleiten. Stuttgart. Am 7. Juni d. Js seien Frau Emma Stern Wwe., Hackländerstr. 39, da-:- frohe Jen ihres HO. Geburtstages. Tic Jubilarin erfreut sich der bcsrcn Gesuntdeit und bringt allen Ereignissen noch lebhaftes Interesse entgegen. Wir wünicken ihr nock viele frohe und gesunde Jabre! Stuttgart. Gegen die Schändung jüdischer Fried koie wendet sich die Stuttgarter „Evangelische Presselorrcivondenz" mit den iolgcnden Ausfndiungen: 53 Fätlc von Schändungen israelitischer Friedhöfe sind seit dem Jahr 1923 in Teutschland bekannt ge worden, die lexten aus' allerjüngster Zeit! Meist kann len die Täler nicht ermittelt werden; von den Hi Fäl¬ - 62 - len, in denen es gelang, waren in einem FaN die Schuldigen Kommunisten, in 7 Fällen Angehörige radikalvölkischer Gruppen, in den übrigen Fällen Jugendlich«, deren Beweggründe nicht näher festgestcllt werden | konnten. Daß religiöse oder konfessionelle Motive den Grund für die Schandtaten bildeten, ist bisher noch in keinem Fall fcsigestellt; ebenso gewiß ist andererseits die Tatsache, daß religiöser sinn — und selbst in der bescheidensten Form der natürlichen Ehrfurcht und Duldung angesichts des Todes — in den Tätern k.ine Hem mung bildete vor dem ruchlosen Tun. Aus Württemberg sind uns solche Fälle nicht bekannt geworden. (In Pflaumloch, Lauchheim, Baisingcn wurden inzwischen jüdische Friedhöfe geschän■- det! Red.) Tcnnoch müssen wir es als Kultur schande brandmarken, daß iu Teutschland solche Grabschändungen, die von ruchloser Gesinnungs roheit zeugen, überhaupt möglich sind. Sie wirken für jedes menschliche Empfinden geradezu als Faustschlag ins Auge. Es ist kaum nötig, hervorzuheben, daß wir als Christen für die Gräber und Friedhöfe der An gehörigen anderer Religionen und We.tanschauungen von der gesamten Bevölkerung dieselbe Ehrfurcht vor Tod und Leid fordern müssen, die wir für unsere eige ncn beanspruchen. Stuttgart. Ter Jüdische Frauenbund ver folgt neben seinen kulturellen Ausgaben auch hohe so ziatc Bestrebungen. Er hat cs sich als höchstes Ziel gestellt, in der jüdischen Wohlsahrtspslegc tätig und fördernd mitzuarbeiten, so in der Gefährdeten' und Erholungsfürsorgc sowie in der Berufsberatung und Arbeitsbeschaffung. Um die Bestrebungen des Jüdischen Frauenbundes auch in Stuttgart in erhöhtem Maße sör dern zu können, bedarf der Verband sinonzieller Unter stützung. Er ivendet sich hiermit an di« Ocfsentlichkeit und bittet an stelle von Pofttelegrammen die Telegrammformulare des Jüdischen Frauenbundes bei freudigen und traurigen Anlässen zu verwenden. Ohne ein finanzieller Opfer zu bringen, kann dadurch jeder Jude, jede Jüdin die Wohlfahrtsbestrebungen des Jüdischen Frauenbundes unterstützen. Di« Formulare sind geschmackvoll ausgeführt und tragen die Worte des Psalmisten: Heil dem, der der Armen gedenket! Ein Telegrammformular kostet Mk. 1.—, die aus schließlich den Wohlfahrtsbestrebungen des Jüdischen Frauenbundes Stuttgart zufließt. Di« Buchhandlung Levi, Ealwerstr. 25, hat sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, den Verkauf der Formulars zu übernehmen. Außerdem sind sie durch die Mitglieder des Stuttgarter Stadtverbandes zu beziehen und zwar durch: Frau Berta Bach, Tanneckerstr. 14; Frau Berta Blumenthal, Reefstr. 6; Frau Rosa Kahn, Reinsburgstr. 30; Frau Josefine Kroner, Lindenspürstr. 30; Frau Luis« Lepman, Silberburgstr. 195; Frau Jella Lepman, HauptmannSreute; Frau Luci« Levi, Werastr. 73; Frau Dr. Aenne Reif, Eberhardstr. 3; Frau Milli Rieger, Eharlottenstr. 13; Frau Emma Weil, Höl derlinsplatz 1; Frau Elementine Wolf, Kanonenweg 8; Frau Therese Wolf, Gänsheidestr. 47. — Benützet also d i e Telegrammformular« des Jüdischen Frauenbundes bei freudigen und traurigen Anlässen! Stuttgart. Berthold Auerbach - Verein. Wenn auch die Ereignisse von Konnersrcuth heut« nicht mehr im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen, so blickte man doch dem Bortrag von Dr. med. S. S a « n g e r, der das Problem medizinisch-naturwissenschaftlich als Arzt beleuchtete, mit Spannung entgegen. Tr. Sarnger schilderte einleitend zwei interessante Parallelsälfe, die bewiesen, daß derartige ekstatischvisionäre Erscheinungen auch bei männlichen Individuen festgestellt wurden. Den Kernpunkt deinteressanten Referates bildet« eine Biographie von Therese Reu- Lin Wendepunkt in der Scfireifcecfinift ist die neue Utercedes Original kiekten die efefamscfieScfieei6mascfiiiie Uorfeife: Ein leichtes Berühren der Taste genügt zu deren Betätigung. Regulierbare Anschlagstärke bis zu 20 Durchschlägen. Durch automatische Sperrung wird ein Zusammenschlagen der Typenhebel verhindert Vollkommen geräuschloser Motor. Selbsttätiger Wagenaufzug und Zeilenschaltung. Lassen Sie sich die Maschine unverbindlich vorführen. S. 9u(mann, Stuttgart Marienstrahe 10 l Df aff " Vlhmatohintn 1*1 Hl I vorzOgliches deutsches Fabrikat laiaatria Wlnpll, Coaradt&OL, Stuttgart, KroRpriazstraße 22 Esslingen, Untere MetzgerbachstraBe 9 » Aa« Wanack arialchUrU Zahlaocsba4lacaaraa I 4 KAFFEE so M. 2.SO b.4.40 das Pfund TEE so M. 4»» b. M.7.a das Pfund In bekannt vorzüglichen Mischungen W i .„. A fl.mayer.'KS | Stuttgart, Feranli 35254/5 Frisier- Salonl Geßchtspflege BÄDER/MASSAGE| Manlcure/Pedlcure Schönheitssalon der Dame Könlgstr. 10A'- / Kraus u. Böhm, Tel. 25116 WM" Grünes Haus (Eingang neb. Büslng) "MW DRUCKEREI STUTTGART ROTEßUWL STRASSE -.1 PESNSPRKOHER SA. 000 78 Anlcnuani fimllkbcr inKklatbcn Cu LÄMMLE SlUrtirjstr. 26, TU- 23765 werkstAtte für INNENDEKORATION 'Wohnongselnriditungei, and Mairalsea Handarbeiten Garne und Strflmpfe E. MYLIUS, STUTTGART Eberhardstr. 17, Telefon 212 09 Pension Belvedere / Wildbad (okftaar Saamaraafaathal« bai tadallaaar Vtrpflageei Aato - FakrtgaSafaahalt vaa Stattgart aach Wildbad Bes. F. Metlenleifer, 8LLL^.18 NITTinUITIR, UTB MfTPUTZ, STUTTOUT Mech. Werkstätte HasenbergstraBe 82 Reparaturen aller Art Grammophone wasdunasdrincn, Wasfflpresien / / EUGEN hartmann, VERKAUF WM" VERMIETUNG Reparaturen Vohsosgi Mftfartagerstrafe 445, Feraspredicr Nr. 72155