Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 4 (16.5.1928)
- Date
- 1928-05-16
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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- 51 — Museen, Ritualgegenständen und dgl. geben. Wertvolle Dienste leistet dar Quellenlesebuch von HSxter. Auch die Heimatgeschichte darf nicht zu kurz kommen. Ein Buch in der Hand der Schülers wäre «rsorderlich. Der Schüler soll durch den Unterricht das Gefühl der Selbstbewußtsein» und der Stolzes auf das Judentum erhalten. Wenn er diese -rast erzeugt, dann hat der jüdische Geschichtsunterricht sein Ziel erreicht. Eine lebhafte Debatte schloß sich diesen Ausführungen an. Rabbiner Dr. RLeger bemerkte, daß die Behandlung der nachbiblischen jüdischen Geschichte bisher die Rolle des Aschenb ittels in der Methoj dik des jüdischen Unterrichts gespielt habe. Es ' sei darum notwendig, methodische Wege zur Aohilse zu finden. Oberlehrer Rothschild -Eßlingen bemerkt, daß die Hrimatgeschichte der Ausgangspunkt sein soll. Rabbiner Dr. Kahn- Mergentheim schilderte hieraus die Beobachtungen bei den elektrischen Betäubungsversuchen im Münchener Schlachthaus . in einem Referat „Schächten und Betäuben". Tie Versuche haben noch zu keinem endgültigen Resultat geführt. Es ist religionsgesetzlich noch nicht festgestellt, ob die durch den elektrischen Strom betäubten Tiere nach erfolgter Schächtung rituell zulässig sind. Der Apparat, der in München zur Vorführung kam, wurde aus Brranlassung des Dr. Lieben- Prag hergestellt. Wich tig sei es für den Schächter darauf hinzuwirken, daß die in den bisherigen Erlassen der früheren Ist. Oberkirchenbehörden verlangten Apparate zur j Niederwerfung der Tiere und die Kopfhalter angewendet werden. Am Abend versammelten sich die Kursteilnehmer auf Einladung des Ist. Borsteheramts Stuttgart zu einem gemeinsamen Essen im Logenlokal. Es waren außer den Lehrern und Rabbinern Lertreter des Oberrals, der Ist. Landesversammlung und des Ist. Borsteheramts Stuttgart erschienen. Rel.-Oberlehrer Adler und I a s f e erfreuten die Anwesenden durch verschiedene Lie- » der; die Klavierbegleitung hatte Frau Zippert in dankenswerter Weise übernommen. Auch an dieser Stelle sei dem Israelitischen Borsteheramt Stuttgart für die Einladung und freundliche Bewirtung herzlich gedankt. Am Montag stütz begab man sich in den Lichtbildersaal der Firma Theodor Benzinger, um zuerst den Lortrag des Oberlehrers Spatz- Rexingen über „Das Lichtbild im israelitischen Religionsunterricht" entgegenzunehmen. Diesem Bortrag schloß sich eine Lehrprobe „Kanaanitischer Kultus — Israelitischer Kultus" an. Die Firma Th. Benzinger hatte in dankenswerter Weise ihren Lichtbildersaal mit sämtlichen Apparaten zur Beifügung gestellt. Herr Theodor Benzinger benutzte die Gelegenheit, um die Erschienenen zu begrüßen. Oberlehrer Spatz erklärte es als eine unbedingte Notwendigkeit, daß das Lichtbild im istaelittschen Religionsunterricht Berwendung findet. Er bezeichnete es als eine besonde.e Aufgabe der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft, Mittel und Wege zu finden, eine Auswahl aus dem bereits vorhandenen BildermateriaFzu treffen, die im bibl. Geschichtsunterricht verwendet werden kann. Das Jüdische Kunstarchiv in Berlin hat bereits eine Lichtbildersammlung. Der evangelische Oberschulrat hat in verschiedenen Erlassen auf die Wichtigkeit d«S Lichtbildes im Unterricht hingewiesen. Pflicht der großen Gemeinden wäre es, Lichtbild - apparate anzuschaffen. Die Kosten für die Anschaffung von neuen Bildern kännten durch Borträge anläßlich von Borführungen in den Jugend - vereinen oder bei Elternabenden beschafft werden. Bei mittleren Gemeinden müßte eben die Ist. Zenttalkasst eine Unterstützung gewähren. Die Lehrprobe, zu der Schüler der höheren Schulen Stuttgarts zur Berfügung standen, sollte den Stoff .^kanaanitischer Kultus, Israelitischer Kultus'" behandeln. Der Redner verband mit dem biblischen Unterricht einen Uebersttzungsunterricht aus dem Hebräischen. Es zeigte sich, daß gerade hierbei der Lichtbildapparat ausgezeichnete Anwendung finden kann. E» wäre Aufgabe einer Kommission, dar betonte der Rü»ner des öfteren, die für den israelitischen biblische» Geschichtsunterricht brauchbaren Wider herauszufii» che», denn die meisten vorhandenen Bilder sind vom christlichen Standpunkt aufgefaßt. Dem Bortrag, sowie der Lehrprob« schloß sich eine eingehende Aussprache an, in der das Für und Wider der Berwendung des Lichtbildes im Unterricht zur Sprache kam. Stadtrattiner Dr. Rieger glaubte betonen zu müssen, daß gerade im hebräischen Sprachunterricht das Lichtbild wertvolle Dienste leisten kann. Er versprach dem Ober rat upd der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft die Angelegenheit vorzulegen. Hieran schloß sich der Bortrag des Rattiners Dr. Beermann-Heilbronn über „Die Apologetik im Religionsunterricht der Oberstufe" an. Der Redner bemerkte, daß es heute schr wichtig ist, die Schüler mit dem notwendigen apologetischen Wissen zu berschen, damit sie im Abwehrkampse nicht wchrlos dgstehen. Aussprachen über Flugblätter ustv. könnten Beranlassung zur Erörterung derartiger Fragen geben. Im Gegensatz zum Referenten wurde in der Aussprache betont, daß nicht HEILBRQNN Karl Gertler Juwelier Spezialität i Bruckmann- Kaiserstr. filbar-Bastack« KURZWAREN u StrfMPfe, TlÜMtW Wo cfeoicrz TM. Ml D II ALLE» AKT FO» INDUSTRIE HANDEL, GEWERBE, PRIVAT ferttRl r«M» Mlllg. uikir dl« BUCHn. KUNSTDRUCKEREI F. FEfiElf-STUGEK HEILBRONN «. N . AlUcNr.51 TcL Ul, Laden Kail Nr um ff jgarre erhalten S i e in .StRssrvoaRassOj Otto Gtern Raum». ST, X«L OS flutn-Sdiallcrdl KlarastraAe m Sa / iddf 4M Icparalur / tiaraic / Ersamcllc TAPETEN Linoleum.Spannstoffe Theodor Trick Lohtorstr. 19 - Fernruf 539 KARL DOBLER / »Örb-a Da» Maßgefchäft für Ven eleganten Herrn Moderne» Stofflager ■HEILBRONN ALLEE 28 JEUKTBON“ Iah. 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