Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 24 (16.3.1928)
- Date
- 1928-03-16
- Page
- [Seite] (sequence 15)
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733 — Niederlage. Eine gerechte Geschichtsschreibung mutz ab« anerkennen, datz Süß Oppenheimer ein« der großen Wirtschaftspolitik« d« Weltgeschichte gewesen, dessen Ideen seiner Zeit weit voraus waren. Sein Plan der Industrialisierung Württembergs gegenüber der bisher geltenden agrarischen Wirtschaft, die Gründung eines Konferenzministeriums, die Schaffung einer Zentralbank, die Monopolisierung des Handels -mit Wein, Salz, Tabak usw., die Durchführung jeines neuen Münzsystems, die Organisierung einer Staatslotterie und viele andere Maßnahmen beweisen, daß er zu den besten Diplomaten und zu den größten Finanzgenies des 18. Jahrhunderts gezählt^werden muß. Der Beifall der Zuhörerschaft/ den der Vorsitzende des Vereins, Dr. Einstein, nochmals beredt unterstrich, war überaus herzlich. Die Resonanz, die Frau Dr. Selma Sterns Ausführungen in der Stuttgartec Tagespresse gefunden haben, bewies ebenfalls, daß sie Ausgezeichnetes geboten hat. Ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus Ortsgruppe Stuttgart. Ein Lehrer in Israel sagt: Auf drei Dingen Sflbtrkutitr. 138 und Lalwlfitr. 31 Taletoa 626 28 Maler*', Anatrtoh f. Bau u. Privat Qegrttad. 1898 Bohrtften / Sohlelflaoklerunoen NIRMANN Lochmann Art - Anpflanzung und Pflege von Grabstätten Dekorationen zu allen Gelegenheiten OAOA Wilh. Boffinger GARTENBAUBETRIEB BÜRO UND BLUMENLADEN FRIEDHOFSTRASSE 57 EUGEN KEINATH, Tapeziermeister PoUtcrmöbcl- und Tspeziwgescbift aÄK’i« STUTTGART sJÄ'* Spezialität: Klubmöbel in Stoff und Leder * Aufrichten von Polstermöbeln und Matratzen beruht die Welt: aus Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden. Ost hat man dem Judentum gegenüber diese Grundforderungen der Ethik unet« füllt gelassen. Um so erfreulicher ist es festzustellen, daß es auch im Deutschland der Gegenwart noch Männer gibt, die in der echten Frömmigkeit unbeirrt und unverwirrt von den Strömungen des Tages der Wahrheit, der Gerechtigkeit und dem Frieden dienen und dem Judentum in seinem Kampfe helfend zur Seite stehen. Diese erfreuliche und erhebende Feststellung konnten die Teilnehmer d« ordentlichen Mitgliederversammlung der Stuttgarter Ortsgruppe des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus, die am Donnerstag, den 1. März im Charlottenhof stattsand, machen. Stadtpsarrer Esenwein behandelte die Frage: Was schadet der Antisemitismus dem deutschen Volk? Er führte etwa folgendes aus: Der Antisemitismus sei nur scheinbar zurückgegangen. Er lebe ungeschwächt namentlich in den Gemütern der Heranwachsenden Jugend fort und schaffe inner- und außerpolitische Gefahren, innerpolitische, weil der Antisemitismus immer im Bunde mit der Reaktion und im Kampfe gegen die Republik steht und jeden positiven Willen lähme, außenpolitisch, weil er uns das Mißtrauen anderer, fortschrittlich eingestellter Völker einträgt. Seine besondere Gefahr liege aber darin, daß er eine Schädigung des deutschen BRAUER & WIRTH Kunstgewerbliche Werkstätten MÖBELFABRIK Stuttgart, Charlottenstraße 21a laden höfiidist zur Besichtigung ihrer Ausstellungsräume an der Olgaecke ein Salon eleganter Damenhute Oie Iatzten Neuheiten der FRÜH JAHRS-SAISON eind eingetroffen und lade z. Besichtigung derselben höfUchet ein FHedl HÖ GER KÖNIGSTR. Nr. 31 A CHaus Waldbauer} - Tel. 233 72