Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 23 (1.3.1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
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— 700 — letzten Arabern zugleich verlassen die spanischen Juden unter dem Druck der Inquisition das schützende Asyl. Tausende strömen in alle Welt, aber ein nicht unbeträchtlicher Teil zieht nach Palästina. Hier bietet sich für viele heimatlose Juden die Möglichkeit neuen Aufbaus und neuer Seßhaftigkeit. ' Im 16. Jahrhundert setzt sich dann Joseph Caro, der Bersasser des Schulchan aruch, für eine Idee ein, die als bedeutsamer Vorläufer des Zionismus gewertet werden muß. Caro will in Palästina ein Zentral - Rabbinat errichten, die 2 m i ch a, um damit für das gesamte Diaspora- Judentum einen geistigen Mittelpunkt zu schassen, um den sich die Palästina-Hoffnungen des gesamten Judentums kristallisieren konnten. Er wollte so der Messias-Erwartung gleichsam die Lrga - nisation geben; doch seine palästinozentrische Idee vermochte sich nicht durchzusetzen. Ten schwersten Schlag erhielt jedoch das Zionsverlangen durch das Auftreten des gewissenlosen S a b b a t a i Z e w i, der sich um die Mitte des 17. Jahrhunderts für den sehnlichft erwarteten Messias ausgab und dann sein Werk schnöde im Stich ließ. Damals wurden die Hosfnungen von Tausenden vernichtet und durch die folgenden Jahrhunderte hindurch wirkte sich die Katastrophe auf jeden Versuch, die Palästina-Idee aufleben zu lassen, in verhängnisvollster Weise aus. I Die später einsetzende Emanzipation hatte naturgemäß keine Organe für zionistisch« Ideen und erst Theodor Herzl gelang es, auf den religiösen Zentren des Ostens vor allem ausbauend, dem Zionismus mit einem Schlage eine nie gekannte Aktivität und innerjüdische Bedeutung zu verleihen. Schwere Kämpfe zwar muß Herzl innerhalb des Judentums über die Theorie und Praxis der Besiedlung führen, aber sein Werk wächst über den Menschen hinaus und nach Jahren hat sich der Zionismus zu einer umfassende» Bewegung entwickelt. Die Balfour-Dekla r a t i o n endlich hat Palästina dem Judentum zurückgegeben — und heute arbeiten jüdische Menschen aller religiösen und politischen Schattierungen am Ausbau Palästinas mit. — Tr. Ernst Simon schloß seine geistreichen, eine Fülle interessanter Gedanken bringenden Ausführungen mit der Feststellung, daß seit Jahrhunder ten der Zionismus wieder ein „gemein sames Gespräch", eine umfassende jüdische Idee dem Judentum der ganzen Welt geschenkt habe. Ihre Größe liege nicht zuletzt darin, daß sie imstande sei, Länder und Menschen zu überbrücken und das Judentum um einen gemeinsamen Kristallisationspunkt zu sammeln. Tie zahlreichen Zuhörer nahmen die mit be Continental-SMbmasdiinen ontinental-SaldlErmasdiinen onlinental-flddieru. Subtrahiermasdiinen Alleinvertrieb: Firma Dr. Alfred Ringer * Stuttgart vormals Emil Schwehr - 1 K8nigsfra£e 35 / Fernruf 22528 and 255 28 ROURER- ' mÖSEL u/) ijn-H^iiitn STÄNDIGE AUSSTELLUNG: STUTTGART LINDENSTRASSE 14 MÖBELFABRIK GEBRÜDER ROHRER Karliffenzle Falkertstrafie67a Feine Herrenschneiderei Für Chic und tadellosen Sitz wird garantiert Adolf Dielrich Wohnung: Marienstrafie 34 llllllllllllllflmilHIllfllHIIIIIIIIlinil Zimmer- und Dekorationsmalerei m. HMd - Ladciererel Ausführung sämtlicher Malerarbeiten UIIIUMIIIIfllllllllllllllllllllllllll .bekannt solid und preiswert Tapezier- und PolsteriDttkel-Gesdiatt ILSdirczauncicr Hegeistra&e 50 Linoleumlegen, Wandbe* Spannung, prompte Be« dienung bei m2£. Preisen SÄ»T «etnyarvl Trlrfoa 2tr. 60322 » bmoattrogr 130. empfiehlt stch Iw Maschen unö Spannen von Bettkecken. Vorhänge» «nv Ronleaur jeber Art bel schonenöster Behaavlnog vnb billigsten Preisen. Illlliunnffl ohne jeglich» chemisch« Untaten llllllllllimn riAYED iCMÜl STR - 2 fc&irtPi: