Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 22 (16.2.1928)
- Date
- 1928-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 3)
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WWW I die VorstrherLmter bisher unbeteiligt geblieben. In der Frage der Reichsorganisation teilt er das bereits ausgesprochene Bedauern des Oberrats. Als Ersatz für den verstorbenen Dr. Straßburger schlägt er für den Finanzausschuß Rabbiner Dr. Berlinger-Hall vor. In der weiteren Aussprache tritt Dr. Würzburger für die Erhaltung und Einrichtung jüdischer Volksschulen ein. Oberlehrer Preßburger- Ereglingen unterstützt seine Anregung, tritt aber bei dieser GÄegenheit dagegen ein, daß die jüdischen Seminaristen ein Vorbereitungsjahr in Höchberg durchmachen sollen. Dr. Wolf-Stuttgart erinnert daran, daß demnächst einhundert Jahre seit Erlaß des Gesetzes von 1828 vergangen sind. Er erklärt sich gleichzeitig gegen die Erhöhung des Betriebsfonds. Stein-Crailsheim bittet der Gemeinde Michelbach den Lehrer zu belassen. Ter Präsident des Oberrates beantwortet die an den Oberrat gerichteten Anfragen. Vorerst ist die Wirtschaftslage noch so schwankend, sodaß noch nicht einmal an zweijährige Haushaltsperioden gedacht werden kann. Wenn der Oberrat in einzelnen Fällen Aufträge der Landesversammlung nicht ausgeführt habe, so geschah dies, wenn die Durchführung dieser Aufträge unzweckmäßig oder gar gesetzwidrig erschien, sodaß sie von ihm nicht verantwortet werden konnte. Das gilt für die Turchführung des Entschließung der letzten Landesversammlung betr. die Mitwirkung der Vorsteherämter an der Verteilung des Unterrichtes. Nach Rückfrage ist von christlichen Gemeindeämtern ein derartiger Wunsch noch nie geäußert worden. Auch dort ist'dem Stadtdekan die Verteilung des Unterrichts allein überlassen. Dagegen wird die Mitteilung über die erfolgte Verteilung des Unterrichts an die Vorsteherämter rechtzeitig rrsolgen. Er vertritt entschieden den Standpunkt, daß ein Vorbereitungsjahr für diejenigen Seminaristen unentbehrlich ist, die ohne die nötigen Kenntnisse in das Seminar eintreten. Zu einer Feier des Judengesetzes von 1828 hat sich der Oberrat nicht entschließen können. Bei der Erweiterung des Betriebsfonds handelt es sich nicht um eine Rücklage, sondern um einen Fonds zur Deckung der Tagesbedürfnisse. Adler - Mergentheim tritt für die Schaffung einer ständigen Lehrerstelle in Mergentheim und für die Einstufung des emeritierten Lehrers Pappenheimer in die achte Klasse aus Billigkeitsgründen ein. Die Landesversammlung tritt dem Antrag« auf Empfehlung einer durchschnittlichen Steuerfestsetzung bei und bestimmt, daß der Finanzausschuß für die Dauer der Wahlperiode Heftchen bleibt. Bei dieser Gelegenheit tritt Dr. Hayum für eine Neuwahl des Finanzausschusses und Dr. Gump-Ulm für die Vertretung von Ulm in diesem Ausschuß ein. Die Versammlung schließt sich auf Anregung ihres Präsidenten der Auffassung an, daß der Finanzausschuß neu zu wählen ist. Ebenso soll eine Ersatzwahl für Dr. Lepman in den Rechnungsprüfungsausschuß erfolgen, da Dr. L. sein Amt im Ausschuß niedergelegt' hat. In der Nachmittagssitzung werden durch den Vorsitzenden der Unterrichtskommission Dr. Würzburger die Anträge des Vorsteheramtes Stuttgart wegen seiner Mitwirkung an der Leitung des Religionsunterrichts behandelt. Die Kommission ist zu der Entschließung gekommen, den Antrag des Vorsteheramtes auf den Ausbau der Schulkommission zu einem Ortsschulrat abzulehnen. Dagegen bedauert die Kommission, daß die Lehrpläne für den Religionsunterricht den Vorsteherämtern erst nach der Genehmigung durch die Schulbehörde mitgeteilt worden sind. Präsident Dr. Nördlinger erklärt die Gründe der verzögerten Versendung der Lehrpläne. Eine Teilnahme der Vorsteherämtcr bei der Verteilung des Unterrichts an die Unterrichtspersonen ist nach eingehender Prüfung und nach Erkundigupg bei den Schulbehörden nicht angängig. Bericht des Israelitische« Fürsorgeamtes über de« Monat Januar Das Israelitische Fürsorgeamt hat im Monat Januar 1928 unter Mitwirkung der angeschloflenen Wohltätigkeitsverrine folgende Tätigkeit entfaltet: Laufende Unterstützungen.Ji 1033.44 Einmalige Unterstützungen. 447.70 Anstaltsfürsorge.i . „ 240.15 Gesundheit-- und ErholungSfürsorgr . . „ 277.60 Ausbildungsbeihilfen. 15.— Durchreisende. 115.— An 12 Erwachsene und 2 Kinder wurden insgesamt 63 Kleidungs« und Wäschestücke abgegeben. - An Spenden erhielt das Fürsorgeamt Ml. 275.50 von dem Israel. Männerverein, ferner von Frau Hankin. errn Max Einstein, Herrn Hermann Loeb und Frau elma Hetlbronner anläßl. der Vermählung ihrer Kinder Dora und Helmut, Herrn Hermann Levt, Frau Bertha Rosenfelv, Jahrzeitspende. Fa. Sänger und Harburger, zur Winterfürsorge. Frau Bankdirektor Schuster, au« einer Buße. Ptodc- Clhak, Damenschneider MODELLE UND NACH MASS KönlgstraB« 36 . Tal. 26376 POOOBBQBBnnUOCKBnneCaBBOOPOaOBBBBBOnnririnnrWnnBCBPOOBBBOOPBBOBOBPapOBOBB0600CBBBBC66BOOBBBOftfl(MMM¥HHk«wik*4k.U»MCWBBBO*wUMUUI