Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 22 (16.2.1928)
- Date
- 1928-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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jahr 1928 an ihre Ausbildung dort erfolgen wird. Ein neuer Betsaal wurde in Ellwangen eingeweiht. Tas Gotteshaus in Rottweil wurde erneuert. Tie Synagogen in Nordstetten, Aufhausen, Affaltrach, Buchau und Buttenhausen wurden restauriert. Tie Friedhöfe in Äochendorf und Nordstetten wurden wieder instandgesetzt. Mit der Restaurierung des Friedhofes in Affaltrach ist begonnen worden. Tie Instandsetzung der Friedhöfe in Tünsbach und Hochberg ist für das Frühjahr geplant- Tas Steuerergebnis des Rechnungsjahres war wenig günstig. Dennoch wurden den Beamten der Zentralkasse die gleichen Notstandsbeihilfen gemährt wie den Staatsbeamten. Ebenso wurden die Vorauszahlungen auf die Gehaltserhöhung feit dem 1. Oktober 1927 geleistet. Tie Versuche zur Begründung einer Reichsorganisation der deutschen Juden haben im Berichtsjahre keinen Erfolg gehabt. Dagegen hat die Süddeutsche Arbeitsgemeinschaft, welche die Gemeinden Bayerns, Badens, Hessens und Württembergs umfaßt, erfolgreich gearbeitet. Tie Geschäftsführung dieser Arbeitsgemeinschaft liegt zur Zeit in den Händen des Württembergischen Lberrats. Im Haushaltplan hat sich die weitere Erhöhung des Betriebssonds um 10000 Mk. als notwendig ergeben, um die regelmäßige Auszahlung der Gehälter sicherzustellen. Ueber die Einreihung der Beamten in die neue Besoldungsordnung lassen sich zur Zeit noch keine festen Grundsätze aufstellen. Tie Steuerforderung muß dieses Mal aus Prozent erhöht werden. In der Generalaussprache über den Bericht erinnerte zunächst Ministerialrat Tr. Hirsch daran, daß der Präsident der Landesversammlung am 25. Tezbr. seinen 70. Geburtstag gefeiert und er neuerte unter dem Beifall der Versammlung deren Glückwünsche, die bereits eine Abordnung dem Präsidenten persönlich übermittelt hatte. Er stellte hierauf den Antrag, den Oberrat mit der Prüfung zu betrauen, ob nicht statt der bisherigen Form der Landesumlage diese auf Grund des mehrjährigen Durchschnittes der Steuereingängc festgestellt werden könnte, damit eine rechtzeitige Einberufung der Landes-Versammlung erfolgen kann. Der Etat ist zwangsläufig, sodaß wesentliche Abänderungen in ihm nicht möglich erscheinen. In der Frage der Erhöhung des Betriebsfonds stimme er dem Lbecrat bei. Ec tritt bei dieser Gelegen heit für eine weitere finanzielle Förderung der Encyclopädia Judaica ein. Er erkennt die eifrige und erfolgreiche Arbeit des Oberrates in der Be richtszeit unumwunden an. Nur auf dem Gebiet des Unterrichtswesens vermißt er die rechte demokratische Behandlung. So ist die Frage der Beteiligung der Vorsteherämter an der Unterrichtsaufsicht nur unzureichend gelöst. Auch die Mitteilung der Lehrpläne an die Vorsteherämter hätte frühzeitiger erfolgen können. An der Verteilung des Unterrichts an die Unterrichtspersonen sind 664 Jüdisches Lehrhaus Stuttgart In unserer Vortragsreihe über die verschiedenen Richtungen innerhalb des Judentums spricht am Sonntag, 26.Febr. 1928, abends 8 Uhr im groben Saal des Oberen Museums Kanzleistr. 11 Dr. Ernst Simon Frankfurt/Main über: „Idee und Formen des Zionismus" Die Mitglieder des Vereins Jüdifches Lehrhaus und die Hörer von Lehrhauskursen haben gegen Vorzeigen ihrer Mitgliedsbezw. Hörerkarle freien Eintritt. Im übrigen sind Eintrittskarten zu M. 1— erhältlich in Stuttgart: in der Bücherstube Bütow, Rotebühlstrasse 21, im Musikhaus Jakob, Königstrasse 25 sowie bei der Geschäftsstelle Hospitalstrasse 36; in Cannstatt: im Schuhwarenhaus Josef. Seelbergstrasse 11. BERTHOLD AUERBACH. VEREIN Dienstag, den 28. Februar 1928, abends 8 % Uhr. Kleiner Saal des Oberen Museums, (Linden¬ oder Kanzleistrabe) spricht Dr. Selma Stern (Berlin-Heidelberg) über JUD 8ll88 Karten für Nichtmitglieder RM.l.-bei den Ausschubmitgliedern und an der Abendkasse. Mitglieder frei. ln religiöser Familie findet Junger nillD DoncilM Mann oder Fräulein, evtl. Schüler SJUIK i CllJlUn mit Familienanschlub. — Anfrage unter A. H. 10* an die Expedition der Gemeindezeitung.