Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 20 (16.1.1928)
- Date
- 1928-01-16
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Gememdezettung für die israelitischen Gemeinden Württembergs - rfBttU*ftlld|e«fkU^taipL41Ut4«iiunfc Pomn**-Koutoi Mt» ■«■nttlfr pMtaai an 1.». >«. Israelitische Verlag« anstatt G. m. d. I), femlpcedKt S.-st. ISS» (m fOt DatagnMia.) Schrtftlettoag; Stadtroddtaer vr. «leger, Stuttgart OmWtatn(c ja. M* «tafpoUtg* TUrapntcÜtepcU« ob€l tcni Unrnn so R«t<l)ap|cnalg famWOTumylatn an* kMn« ftnjrfgm M* KktaqtUc to Rctd)ap|cnntf Reklnm« ijo Tt«td)smack M IDW6««joainp<n Dngfinfttgnap IV. Jahrgang Stuttgart, 16. Januar 1-rs Nr.ro Amtliche Bekanntmachungen. Israel. LandeSversamml««g. Die Tagung der Israel. Landesorrsammlung findet am Sonntag, den 5. Februar 1928, vormittags 10 Ahr und am Moutag, den 6. Februar 1828 in dem Sitzungszimmer des Württ. Wirtschastsministeriums tLindeuftraße 4 1. Stock) statt. Dir Berhandlungrn sind öffentlich. Der Präsident der Israel. Landesversammlung. Stuttgart, 11. Januar 1928. Tie Mitglieder der Israelitischen Landesversammlung werden zur Tagung auf Sonntag, den 5. Februar 1928, vormittags 10 Uhr pünktlich nach Stuttgart in das Sitzungszimmer des Württ. Wirtschaftsministeriums (Lindenstr. 4, 1. Stock) einberufen. Tagesordnung: 1. Bericht des Jsr. Oberrats über das Rechnungsjahr 1926/27 und 1927 28 bis 31. Dezember 1927. 2. Haushaltplan der Jsr. Zentralkasse und Festsetzung der Landesumlage für das Rechnungsjahr 1927/28. 3. Anträge des Jsr. Oberrats betreffend a) Rabbinatsbeiträge, b) Auflösung der israelitischen Religionsgemeinde Wiesenbach. Disraett und Rathenau in Eine ernste und lohnende Aufgabe, die noch der Lösung harrt, ist ein Vergleich der bedeutendsten jüdischen Staatsmänner des 19. Jahrhunderts, Benjamin Disraelis und Walther Rathenaus, und ihrer Einstellung zum Judentum. Beide sind nicht die nüchternen Wirklichkeitsmenschen gewesen, die wir in jedem Politiker vermuten. Beide sind schwärmerische Phantasten, visionäre Denker, Menschen mit Prophetenseelen, die das „dritte Reich" ersehnten. Und doch sind beide innerlich verschiedene Charaktere 4. Antrag der Kommission der Jsr. Landesversammlung zur Beratung des Antrags des Jsr. Vorsteheramts Stuttgart vom Jahre 1925, betreffend Fürsorge für den Religionsunterricht durch die Vorsteherämter (§ 3). 5. Neuwahl des theologischen Mitglieds des Jsr- Oberrats. 6. Eingegangene Anträge: a) Jsr. Lehrerverein für Württemberg: betr. Schaffung gehobener Stellen, b) Jsr. Lehrerverein für Württemberg: betr. Amtsbezeichnung der Religionslehrer, o)Jsr. Lehrerverein für Württemberg: betr. Entwurf einer neuen Dienstordnung für Religionslehrer, ä) Israel. Religionsgemeinde Mergentheim: betr. Schaffung einer ständigen Religions- Lehrerstelle, e) Religionslehrer a. D. Pappenheimer-Mergentheim: betr. Berechnung seiner Pension. Der Haushaltplan mit Begründung, sowie der Wortlaut der Anträge und der eingegangenen Anträge mit der Stellungnahme des Oberrats hierzu folgt nach. Sollte ein Mitglied an der Teilnahme der Tagung, die für den 5. und 6. Februar in Aussicht genommen ist, verhindert sein, so wolle es dies unverzüglich hierher anzeigen, um gemäß Vers. A 77 Abs. 4 die Ersatzmänner rechtzeitig einladen zu können. Rothschild. ihrer Stellung zum Judentum. gewesen: Disraeli durchaus konservativer Politiker, Rathenau entschiedener Demokrat. Disraeli kleidet seine Ideen in Romane, Rathenau in philosophische lEssays. Disraeli ist Romantiker — Rathenau erklärt: „Romantischer Hang zum Vergangenen ist Bekenntnis zu Unfruchtbarkeit im Künftigen" (An Deutschlands Jugend, 1918, S. 60). Die Grundidee in Disraels Tancred - '(1847): „Nicht Macht noch Schwert, sondern nur Ideen, denn diese sind göttlichen Ursprungs" klingt geradezu wie ein Nachhall des biblischen"