Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 16 (16.11.1927)
- Date
- 1927-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 16)
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... -— — 498 - Judentum dar. Wenn auch das Lebrhäus stets eine Angelegenheit der jüdischen Gesamtheit gewesen ist, so darf doch dabei nicht übersehen werden, daß es gerade unter den gegenwärtigen Berhältnijsen eine Ehrenausgabe der Jugend sein muß, die Idee des Lehrhauses lebendig zu erhalten und an seiner Arbeit tätigen Anteil zu nehmen. Tie Jugend als die Erbin der Vergangenheit, als die Trägerin der Gegenwart und die Bürgin der Zukunft des Judentums hat die heilige Pflicht, im Lchrhaus für die Erhaltung des heiligen Erbgutes der Bäter einzutreten. Tas Lehrhaus aber sei für die Jugend zugleich gleichsam das Arsenal, die Wassenkammcr, aus dem sie sich die Abwchrwafsen im Kampfe gegen die Judenfeinde holen kann. Tie Jugend leide tiefer als die älteren und wirtschaftlich gefestigten Per' sönlichkeitcn unter dem Judenhaß. Sie muß darum mehr als die älteren sich darum mühen, in der Per »eidigung des Judentums gegen die gehässigen Angrifsc der Feinde ihren Mann zu stellen. Ohne eine gründliche Kenntnis des Judentums ist aber eine solche Abwehr undenkbar. Schließlich und nicht zuletzt ist es auch rein vom Standpunkt jüdischen Ehrbcwußtseins für die Jugend ein unabweisbares Gebot, die jüdische Eigenart und den jüdischen Eigenwert zu behaupten. Ter jüdische Mensch, der an allen Strömungen der Gegenwart teilnimmt, aber ein Fremdling im eigenen Hause ist, versündigt sich an der jüdischen Gesamtheit. Gegenüber den Verunglimpsungen der feindlichen Umwelt hat der junge Jude die besondere Pflicht, für die Ideen und Ideale seines Judentums tätig einzutreten. Der Zugang zum Tempel des Judentums ist aber das Lehrhaus. Tarum wird nur eine -ehrvergessene jüdische Jugend das Lehrhaus meiden, eine selbstbewußte wird in ihm innere Glückseligkeit und sittliche Festigkeit gewinnen. — An der Aussprache des mit lebhaftem Beifall aus genommenen Vortrages beteiligten sich der Vorsitzende des Bcrthold Auerbach-Vereins Tr- Einstein, Tr. Hasgall, Landgerichtsdirektor Tr. Stern und Ministerialrat Tr. Hirsch. In seinem Schlußwort faßte der Redner des Abends noch einmal alle seine Anregungen und Ge danken in einen warmherzigen Weckruf an die Jugend zusammen, für das Lehrhaus tatkräftig zu arbeiten und in ihm die notwendige Vertiefung und Befestigung im Judentum gewinnen. OkkhoU 'ßufttrtmd. MÜNZSTRASSE 2 CHARLOTTENSTR. 0 CANNSTATT: MARKTSTRASSE 3S Restaurant und Cafe MERKUR Königstrabe 10, nächst dem Hauptbahnhof GUT BÜRGERLICHE GASTSTÄTTE Qualitätsbiere der Brauerei Wulle Reicfih. Mittagsu. Abendkarte Im Cafä täglich Konzert Eigene Konditorei FEHLING ROTEB0HLSTR 9 Schirme, Stöcke Weihnachis - Geschenke iMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniimtimimmmmiimiiiHiiiiiiiiiiiimiimiiiimmii Kristall ... I MAX GAILINGER ] | *120 Masiodiseiimelzgcrel *ffiO I 1 STUTTGART, Silberburgstr. 116 § § Telefon S.A. 6070« I Porzellan Metall CARL STETT KONIOSTRASSE 40 empfiehl! | la Fleisch* und Wurst-Waren { Bestellungen | werden pünktlich und frei Haus ausgefQhrt. Mache auf meine neuielll.Kahlan läge besonders aufmerksam E .7°. L Blattner d£u Rotestrabe 42, Telefon 28733 frrflt»—Itt tat •ara,Strapl- Sirkfewaren Versand nach Auswärts Haltestelle: Alter Postplatz nmimiiiuimmmuiunHHiiniiimimiiiiiHinniiiHuiiiimiHnniiiNiiiiHimaniiiuniiiiiimir; Maßgeschäft , moderner individueller j; Damengarderobe Rosa Ostertag STUTTGART Silberburgstrabe 127 II :! ooooooooooooooooooooeooooooooooooooooeooooo Martin stöckl fr. | | STOTT EIET ISUWrik 4«a 1 I Uhren I Goldwaren TEL 288 93 1 I. Juwelen * \ 1 Et|e»e 1 kcyrdrwcikillite 000000000000000000000000000000000000000000!