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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-10-01 · 13 (1.10.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
13 (1.10.1927)
Date
1927-10-01
Page
[Seite] (sequence 26)
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— 404 — zent und 0,3 Prozent, — alles Zahlen, deren höchste etwa dem Berliner Prozentsatz auf der Universität entsprechen. Der Ausschuß berichtet von seinen Verhandlungen mit den dortigen Studentenschaften: auch aus die Vorhaltungen, daß bei den vorliegenden Statistiken von einer „Verjudung" der österreichischen Hochschulen nicht die Rede sein könne, erklärten die dortigen Vertrctcr, sie lehnten jede freiwillige Gemeinschaft mit Juden ab. Ter Fünferausschuß bestand ausschließlich aus Herren der völkischen Mehrheit; auch ein Vorstandsmitglied der „Deutschen Studentenschaft" hat den Bericht mit unterschrieben. Zu diesem Bericht schreibt cand. jur. Heinz Lllendors im „Berliner Tageblatt": „Ter Bericht sagt der Oeffentlichkeit endlich aus einer der Gegenpartei nahestehenden Quelle, daß unsere Vorwürfe gegen diese Organi'ation voll gerechtfertigt sind. Mittels rerdrehter Statistiken und falscher Zöllen ist also bisher der Kampf aus völkischer Seite geführt worden. Ts wird Zeit, daß dem Unfug, der immer noch mit einem Jahreshaushalt von über 120000 Mark arbeitet (die zwangsmäßig erhoben werden!), ein Ende bereitet wird. Ter 1. Oktober, der die neue preußisch« Steatsministerialoerordnung über die Bildung von Studentenschaften bringen so.l, steht unmittelbar beoor. Wenn dann ganze Arbeit geleistet wird, dürfte die übergroße Mehrzahl der deutschen Leffentlichkeit hinter dem Kultusminister stehen." (ITA). Nach dem 15. Zionistenkongretz. Nach endlosen Redeschlachten ist der 15. Zionistenkongreß am 11. September geschlossen worden. Er bot das gleiche Schauspiel, wie seine Vorgänger: „Uebermacht der Maschine, Unmöglichkeit, vernünftige Ueberlegung anstelle von Parteileidenschaft walten zu lassen, quälend« Wirklichkeitsferne und selbstgerechte Dialektik, beherrscht vom Gesetz des parlamentarischen Geltungstriebes, leidenschaftliche Ausbrüche der Debatten, beängstigend sinnlose Kampsabstimmungen, widerspruchsvolle Deklarationen". So kennzeichnet das Zentralorgan des Deutschen Zionismus, die jüdische Rundschau", den Geist dieses Kongresses. Man darf die Basler Ereignisse also nicht mit dem Maßstade der üblichen zionistischen Journalistik messen. Tann sind sie allerdings weltgeschichtlich bedeutsam gewesen. Wer aber weiß — und die Zahl der Wissenden ist nicht so klein, wie man glaubt, — daß es sich in Palästina und im Zionismus um zwerghafte Verhältnisse und Angelegenheiten handelt, der hat die rechte Einstellung zu der Drastik der Basler Disputation und ihrer Verbreitung durch die Weltpresse gewonnen. Ter Westeuropäer legt unwillkürlich die Maßstäbe seiner Heimatländer an alle Mitteilungen über das National Home und vergißt die win^Oe Größe dieses angeblichen Judenstaates. Palästina bewohnen zurzeit etwa 150000 Juden, also etwa soviel Menschen, wie die Stadt Creseld oder Mühlheim hat. Denken wir uns, daß eine dieser Städte eine erweiterte Siedlung von — sagen wir — 10000 Einwohnern plant, so würde diese Angelegenheit als eine rein lokale nicht eben weit über die Ortsgrenzen hinaus Anteilnahme erwecken. In der russischen Krim sind in den letzten drei Jahren mehr Juden angesiedelt worden, als in Palästina in dreißig Jahren und zwar ohne das Lärmgeschrei von Kongressen. Vor kurzem hat ein geachteter deutscher Jude die Parteistreitigkeiten innerhalb des jj HANDELSSCHULE | 3 PAUL VOGEL / STUTTGART 8 | Friedrich*traue 41 | jj Ferniprecher Nr.25997 jj jj Beste Ausbildung für das kanfm&nn. Kontor jj SALON ELEGANTER DAMENHÜTE chJ^'iedl l/~)oger Königstrasse 31 n, i. etage FERNSPECHER SA. Nr. 280 72 zelflt die neuesten HERBSTMODELLE ^iiiniiiiiuniiniiHiittinttHmiMUHMfiitiiwiutiiutuiuiiiiiiiiiniiiniMuiuHUiimnwtHUiw^ | FRANK-SEIDEN| Seidenstoffe - Bänder - Samte I GEBRÜDER FRANK! | Königstraße56 STUTTGART Tel. S.A.23209 I fTICKEL & KRAUTER ■ DEKORATIONS-MALERMEISTER STUTTGART, Btldisenstr. 40 FERNSPRECHER S-A. 2M05 Aufllnii iMl Mtfirkitu - Skl: Siriflu BlmAtttr m UlUUlvl UJ llllltUlllft Berufsausbildung (xusammen mit Dr. SCHEU) Anfragen an Sdiuileifung A. MICHIELS Stuttgart, HospbabtraSe 5/U, täglich von 1-2 Uhr

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