Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-10-01 · 13 (1.10.1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
13 (1.10.1927)
Date
1927-10-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4904101-5441811-5442980--1441-4905445
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 403 — die österreichischen Hochschulverhältnisse. Der Aus» schuß Huts die amtlichen Statistiken selbst nachgeprüft und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß die bisher von der „Deutschen Studentenschaft" veröffentlichten Zahlen teils falsch, teils entstellt sind. Zunächst referiert er über die Zusammensetzung der dortigen sogenannten „Deutschen Studentenschaften". Sie bestehen einzig und allein aus den „arischen" Hörern österreichischer Staatsangehörigkeit und den „arischen" Reichsausländern, obwohl bekanntlich ein erheblicher Teil der Finanzierung dieser „Studentenschaften" durch Zwangsbeiträge aller deutschen Studierenden im Reich aufgebracht wird. Hörer, die nicht jüdischer Religion, aberjüdischerAbstammung sind, können nicht Mitkstied werden; aber auch wenn sonst „ein Verdacht gegen die rein arische Abstammung eines Hörers" (wörtlich zitiert!) besteht, so hat dieser einer Kommission der Deutschen Studentenschaft gegenüber „seine deutsche Abstammung bis ins dritte Glied n a ch z u w e i s e n"; wenn jüdische Vorfahren auch in früheren Geschlechtern ihm nachgcwiesen werden, kann er gleichfalls nicht Mitglied werden. Weiterhin stellt der Ausschuß eindeutig fest, daß keine dieser „Studentenschaften" staatlich anerkannt ist und nur einzelne aus Grund eines Rektoratserlasses gebildet sind.' Schließlich bringen die Zählen, die der Bericht veröffentlicht, den ganzen Unfug zu Tage, den die „Deutsche Studentenschaft" bisher in ihrer Argumentation getrieben hat. Bon der Universität und der Hochschule für Welthandel in Wien wurde bisher am lautesten die „Berjudung" verkündet, von 50 bis 60 Prozent wurde gesprochen; der Ausschuß stellt 23 Prozent an der Universität, - 22 Prozent an der Hochschule für Welthandel fest. Aber hier sind alle ausländischen Juden noch einbegriffen. Damit ist bisher die größte Verdrehung getrieben worden, denn niemals ist von irgendeiner Seite die Ausnahme von solchen Ausländern in die Deutsche Studentenschaft verlangt worden. Der Ausschuß stellt fest: es ist immer nur die Aufnahme der Juden deutscher und deutsch-österreichischer Staatsangehörigkeit und der anderen Juden verlangt worden, die sich zum deutschen Volkstum bekennen. Und hier werden folgende Zahlen festgestellt: der Prozentsatz der jüdischen Inländer zur Gesamtinländerzahl ist an der Universität Wien 17,5 Prozent, an der Hochschule für Welthandel 11,8 Prozent, an der Technischen Hochschule in WiendProzent, an den übrigen österreichischen Hochschulen zwischen 5 Pro- Edelholzmöbel der Firma Schildknecht 4 Cie. Stuttgart, Kriegsbergitr. 42 sind eine Spitzenleistung in Qualität und Form bei niederem Preis GUSTAV SATTELMAYER Auguitenstr. 3 - Gegr. 1M9 - Telefon «1419 BAUFLASCHNEREI Hausaatwftsserungen, Senlfire Anlegen Reparaturen aller einsdilSglgen Arbeiten prompt und billig Orient and Deutsche Teppichkunst- Stopferei and < Gelegenheitsk&ufe aieti am Lager Perser Teppiche Wascherei Entstaubung TEPPICH- GESCHÄFT K. THEURER / STUTTGART Langeitrage Nr. ft Fernsprecher SA. 23399 Karl Steif / Stuttgart kunftgerverbetsaus KSnfgftc. 40 0pc3inlftfit: «. Bronccn, marmortlguten, «l Herren- und Damen-Stoffe beste Qualitäten zu niedrigen Preisen / Wir zeigen Ihnen unsere NEUHEITEN gern und unverbindlich / Muster nach auswärts bereitwilligst TUCHFABRIK CHRISTOFSTAL G. H. B. H. Tuchhandel z Tuohvefsand, STUTTGART» CaNrarfttra— AR am alten Postplatz

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.