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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-10-01 · 13 (1.10.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
13 (1.10.1927)
Date
1927-10-01
Page
[Seite] (sequence 13)
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ist d«h bai Buch nur für ein oder zwei Jahre nötig. Da behilft nün sich lieber mit einer Bibel aus Großvaters Antiquitätensammlung. So "könnte ich noch manches erzählen, wenn ich den Schrank der sonst wohl gehüteten Schulgeheimnisse weiter öffnen wollte, und es wäre auch interessant, einmal «ne Sammlung der merkwürdigen Entschuldigungen zu veröffentlichen, die ein Religionslehrer im Lauf der Jahre erhält!. Man möge mich nicht mißverstehen. Unsere jüdischen Kinder sind gewiß nicht schlechter und im allgemeinen nicht weniger gewissenhaft als die anderen und chr Interesse am Unterricht ist oft «in reges,, ihr Verhältnis zum Lehrer meist nicht minder erfreulich. Auch den guten Willen her Eltern will ich in vielen der ober« angeführten Fälle nicht in Zweifel stellen. Gerade in den letzten Jahren wird ja in vielen Kreisen unserer jüdischen Gemeinschaft den religiösen und den jüdischen Angelegenheit!«! erhöhte Anteilnahme entgegengebracht. Aber es fehlt meines Erachtens manchen Eltern die llare Erkenntnis dessen, was zur Förderung des religiösen Unterrichts im Einzelnen und im Kleinen nötig rst. Ich bin überzeugt, mancher Vater und manche Mutter würden von selbst davon absehen, bei jeder kleinste» Gelegenheit' ihr Kind dem Religionsunterricht sernzuhallen, wenn sie wüßten, wie die Häufung dieser Fälle jede Schulordnung und damit auch den unter- 381 - rjchtlichen Erfolg hemmt, wenn sie merkten, daß ihr Kind, welches einigemal die hebräische Stunde versäumt hat, dadurch, nachher umso schwerer belastet ist und oft nicht mehr recht mitkommen kann. Manche» schiefe Urteil über den Religionsunterricht, dem es heute ohnehin an der allernötigsten Zeit gebricht, und auch über den Retigionslchrer würde bei besserer Einsicht in die Hemmungen und Störungen dieses Unterrichts verstummen und an Stelle der Kritik die Selbstkritik treten, die den Vater, die Mutter frage» läßt: tust du deinem Kinde gegenüber, was nAtig ist? Was wir als Lchrer von den Ettern unserer Schüler verlangen müssen, ist, daß wir in dem geregelten Unterrichtsbetrieb nicht gestört und gehemmt werden, daß uns vielmehr hin bei dem unbedingt zu fordernden häuslich«: Fleiß unsner Schüler die Eltsern zur Seide stchen. Daß ab« all« religiöser Unterricht nur dann lebendig wirken kann, wen» auch im EÜ«rvhaus religiöses Leben herrscht, ist selbstverständlich. Die Schule kann nicht alles allein leisten, sie kann nur lehren, anreg«» und vertiefen. Man würde den für töricht halten, der verlangt, daß in der rauhen Gchirgslnst Reben gepflanzt werden sollen und guter Wein gedeihe. In der Lust des Hauses, in dem kein religiöser Sinn herrscht, kann auch d« religiöse Unterricht nicht Früchte tragen. SbbsüWgdi! Qpafitöt Wiegen feinet and durdi diCaailfaMai Bcitfn-WanMndadmMMMadi MadWnbnrgl»d«Vr-» Brote«. Aaanfcted C-teW-te UrlimiH t* Draadtn. Otto «crom. Oranitemr » Frankfurt *. M. >»>>«,« Nmd OrlldateUrner HrJS Hamburg. Ado« Joraa. Dorraftate «• Kala MOUxhn. Gddia taawnbam. G.m.kH. amngart_fb tou adbabarfte. IO 4*4- BRÄCK enuNMMii. h / | MAXXTTJALLE t. 1* OPTIK UMQIRIMlEff/l JE. IPINOLS« mtcvroioi* <««l NttTIN *****

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