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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-09-16 · 12 (16.9.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
12 (16.9.1927)
Date
1927-09-16
Page
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— 350 baren Ausdruck ein jüdisches Konzil, in dem sich alle Richtungen des Judentums zusammenfinden in voller Würdigung ihrer Eigenart und ihrer Eigenwerte, aber zugleich in dem starken Bewußtsein: wir gehören zu einander, wir sind die Kinder einer Mutter, wir Haber ein gemeinsames Elternhaus, auch wenn uns tas Wandern über die Erde noch so weit auseinander geführt hat, wir wollen einander werten und würdigen lernen, bis wir uns gesch-visterlich zusammenfinden - wir sind trotz alledem und alledem gauj echod boorez eine geschlossene Aemeinschaft aus Erden. Gewiß, die religiösen Gemeinschaflen der Judenheit wissen voneinander, ihre gelehrten Vertrercr und Verfechter kennen ihre Sonder,vege und ihre Eigenziele. Aber das gilt mindestens ebenso sehr für die christlichen Gemeinschaften, die ausnahmslos eine ausgeprägte Dogmatik be sitzen, die ihren Glaubensbestand bis zu den letzten Einzelheiten festlegt. Aber gerade, weil diese Einzelgemeinschaften den Blick aus das Einende, aus das Gemeinsame veeloren hatten, war das Konzil von Lausanne eine Unentbehrlichkeit. Lieht es in der Judenheit anders aus? Ich habe die Sommerwochen im Osten Europas in den Mutterländern des Ostjudentums verlebt und habe es an mir selbst empfunden, wie fern und fremd der Westjude diesem Ostjuden gegenübersteht. Ter Ostjude blickt mit scheuer Aengstlichkeit auf den Juden des Westens, der Westjude mit Argwohn auf den Bruder des Ostens. Ihre Gebete sind alleckiings im wesentlichen die gleichen. Aber alles, was sonst ihr religiöses Leben ausmacht und ihren inneren Menschen erfüllt, ist anders geartet. Ich habe diese Gegensätzlichkeit nicht ohne inneres Erröten empfunden und aus ihr die Gewissensmahnung vernommen: wir müssen freundschaftliche Beziehungen von Mensch zu Mensch anknüpsen, wir müssen uns zu dem gemeinsamen Erbgut zurückfinden und in dieser Gemeinschaftlichkeit die Kraft zur Brüderlichkeit gewinnen. Wir wollen und wünschen — da sei Gott vor! — keine neuen Richtlinien, keine Uniformierung des Judentums, keine Vereinheitlichung des Bekenntnisses. Die Vie gestaltigke t des Judentums ist uns ein Sinnbild der in ihm wirksamen ewigen Jugendkraft. Aber wir brauchen eine innere Geschlossenheit, die den lähmenden Geist krankhafter Zwiespältigkeit ablehnt. Wir haben einen gemeinsamen Besitz, ein Fundament, auf dem alle unsere Gotteshäuser stehen. Wir haben der Menschheit noch Großes zu geben, negativ Vorsteher-Amt Ulm. Es sind nocb einige Svnagogenplätzc (Männer- und Frauenplätzej zu vermieten. Anfragen erbeten an unser Gemeindebüro. Weinhof 3. 12. 9 Gump. Zsr. Fürsorge-Amt Ulm a. D. Konto der städl. Sparkasse >004 Wir bitten alle schriftliche «nd persönlichen Neu jahrswünsche ,u Gunsten unserer Fürsorge abzulösen, damit wir all den Anforderungen, die der Winter an uns stellen wird, gerecht werden können. Das isr. Fürsorgeamt Straßburger Nach Zulassung am Land- und Oberlandesgeridtl habe ich mich in Stuttgart als Rechtsanwalt niedergelassen und übe meine Praxis KRON¬ PRINZSTRASSE 22 aus. Rechtsanwalt Telephon 2Ö964 Dr. Manfred Uhlman Bericht de- Israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat August. Das Israelitische Fürsorgeamt hat im Monat August 1927 unter Mitwirkung der angeschlossenen Wohlfahrtsoereine folgende Tätigkeit entfallet: Laufende Unterstützungen.ft 1019.48 Einmalige Unterstützungen.. 312.69 Gesundheits- und Erholungsfürsorge . . „ 173.90 Durchreisende.„ 419.05 An 11 Erwachsene und 7 Kinder wurden insgesamt 40 Klcidungs- und Wäschestücke abgegeben. An Spende» erhielt das Fürsorgeamt M 35 von: Herrn Rudolf Leoi, anläßlich der Geburt seiues Sohnes, Frau Bertha Rosenfeld, anläßlich der Jahrzeit ihres verstorbenen Vaters, Herrn Nathan Weil. Das Israel. fürsorgeamt ist Im Hfnblidi auf den nahen IDinter für Zumendung brauchbarer Kleidungs- und tDdfdieftDdie dankbar. Die Sachen werden auf IDunfdi (fernfpr. 21979) durdi Boten abgeholt. Beitrdge zur Hindenburg-Spende nimmt das Israel, fürforgeamt Stuttgart (Poftfdiedi-Konto 18493, Giro-Konto bei der Stadt. Girokasse 40513) entgegen, desgleichen Bestellungen (Tel. 21979) auf Htndenburg-Brief marken, die auf Wunsch durch Boten zugeftellt werden. ^nmiiitinii iiiiin in iiiiiiiiuiiiiiMiiiiiiiiiiiRiiiiiBDiinnfninRiiiaiHiuniiiiiiiiiiinimianiHiifnifliiiiniHiif iiHUHfuiuHmiiKBiiaiwtifiiiniiuiiniiiiiiiiiiiiii iiimi iiiiin im mijiiiii niimiiiiiiiiiiiHni imimiiiig SCHIEDMAYER Planofort*fabrtk STUTTGART, Neckarstrasse 12, Eok» uinch«tra«»e FLÜGEL / PIANINOS / HARMONIUM MIETE / TAUSCH / 8TIMMUNQEN / BEQUEME TEILZAHLUNGEN _ F«mspr*oli«r OOS 41/42 ^iiiiiiniiiiitiiiiiiiiufliiiiiiiitiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiHiiißiiiiniitwffliHMnitiMwitiitMiBiiinHiiiiHHuiiiHiiiniiiiiiiiiiniHRiniiiiiiiiflitiiiiiitiiiiimiMiniiiiiiiiiiiimiiiiifiiifmiiiii iiiiiwiinmi«

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