Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 11 (1.9.1927)
- Date
- 1927-09-01
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W» WWWWW Gemetndeseitnng für die israelitischen Gemeinden Württembergs 6t fogspzclf: ctnftttefttidi ScfteUge» stchrl- 4 «etchomarA fnytmmmwt to Rrldispfcimig Poft£t)c4>K(rato < Mt 59 €zfOttlnt monatlich -mstmal am 1.0.14. Verlag: Israelitisch« verlagsaastalt S. m. b. k>. vfpäfpttdiM 0.-JL tSSM (boi fSi Dtttngiabtlg.) Schrtftlettaag: Stodlrabbiaer t>i. Weg«. Stuttgart Cgaztottcngcaüe IS. «lajctg enpret.i Sie einfpaUlge nonpateUlejcUe oder d.r.» Rmno SO U«1<tz»p1«mtg fandUamnjetgco traS kleine NnzelgeB Sie Kletnjetle to Retd|.pf«mtg Reklame 1.30 Reldmunk Set IDteSeih Mangen veegHBlUgovz IV. Jahrgang Stuttgart, 1. September j Itr. n Amtliche Bekanntmachungen. Israelitischer Oberrat Der Israelitische Oberrat hat die Stelle eines Lehrers an der privaten israelitischen Volksschule in Baisingen dem Lehrer Hermann Unikower, bisher in Spangcnberg, Bezirk Kassel, übertragen. Israel. Borsteheramt Stuttgart. Ueber die nicht abgeholten Eintrittskarten zu den Gottesdiensten an den hohen Feiertagen wird ab 12. September ds. Js. anderweitig verfügt. Artur E s s i n g e r. iiiiiiimiMiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiimiiiiiMiiiimiiiiimiiiiiiimiiiiimiiimiiiiiu Der jüdischen Jugend! IIHIIIIIIIIHIIIUIIIHIIHIIinilHIIIHIIUIIIIIIHIIIIlllllllinillHIlHIIIIIII Der Jugend gehört die Zukunft und an der Jugend wird es liegen, sich diese Zukunft zu gestalten! Gerade unsere jüdischen jungen Menschen, die unter der seelisch-geistigen Zer rissenheit der Nachkriegsjahre besonders schwer zu leiden haben und dennoch die Verständigung von Mensch zu Mensch gläubig erhoffen, sind berufen, Fun da me nt unserer Glaubensgemeinschaft zu werden und als aufrechte, zielbewuftte Männer und Frauen das^eben wieder mit dem Idealismifl zu erfüllen, der mit der Mission des jüdischen Menschen unzertrennbar verbunden ist. — Aber auch heute noch braucht die Jugend Führer — und deshalb ist es besonders zu begrü&en, dafi sich überall erprobte Männer und Frauen ihr zur Verfügung gestellt haben. In ganz Deutschland, ja, in der ganzen Welt, hat man die Bedeutung der Jugendbewegung erkannt und auch im württembergischen Lande ist man nicht müfiig geblieben! Die vorliegende Nummer der „Gemeindezeitung“ legt von der Arbeit, die unsere Jugendvereine in Stadt und Land geleistet haben und leisten wollen, ein beredtes Zeugnis ab. Möge der Appell, den ihre Führer an Alt und Jung richten, bis weit über die Grenzen unseres Landes gehört werden, zum Nutz und Frommen unserer jüdischen Jugend und des gesamten Judentums! Glück auf, jüdische Jugend! niiiiiniiHiHiHuiniiiiiHiiHNuniiiiiMNiiHmiiiiiiiUHaiuiinimniiiinimi; lieber die Aufgaben und die Tätig« keit des Landesverbandes der Jüdischen Jugendvereine Württembergs. Von Rabb. Dr. Cohn-Stuttgart. Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Jugendvereine Württembergs. Der Landesverband umsaßt mit einer einzigen Ausnahme (Tübingen) alle in Württemberg bestehenden jüdischen Jugendvereine. Es sind ihrer 12 an der Zahl. Sein Zweck besteht darin, die Arbeit in den einzelnen Vereinen anzurcgen und zu fördern. Betrachtet man das Ziel dieser Arbeit näher, so wird man sich zu der Auffassung bekennen müssen, daß ihre Bedeutung nicht leicht überschätzt werden kann. Es handelt sich bei ihr darum, unsere Jugend zu bewußten Juden zu erziehen. Man könnte vielleicht sagen, zum Juden braucht man nicht erzogen zu werden. Jude wird man dadurch, daß man'jüdische Eltern sein eigen nennt. Das stimmt! Man ist Jude durch seine Geburt. Aber dadurch, daß mdn jüdischen Eltern entstammt, ist man noch nicht bewußter Jude. Und bewußter Jude ist man auch dann noch nicht, wenn man bloß die Ungerechtigkeiten gegen das Judentum abwehrt. Dazu gehört nicht ausschließlich jüdisches, dazu gehört nur Gerechtigkeitsgefühl, ein Gerechtigkeitsgefühl, das bewiesenermaßen selbst von denen aufgebracht werden kann, die sich innerlich oder sogar äußerlich vom Judentum losgelöst haben, geschweige denn von sittlich denkenden Nichtjuden. Wir wollen unsere Jugend zu bewußten Juden machen, d. h. zu solchen, welch«-den Wert jüdisch-religiöser Denkweise anerkennen und gewillt sind, dies« jüdisch-