Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 9 (1.8.1927)
- Date
- 1927-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/4904101-5441811-5442972--1301-4905309- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
die Lande zicht. Schmerz und "Zorn entwindet chm den Ruf nach der göttlichen Strafgerechtigkeit, damit der Glaube an die sittliche Weltordnung nicht in die Brüche gehe. Gott gcht ihm keine Antwort auf seine Frage, wie sich das Glück der Frevler erklärt. Er weist ihn nur darauf hin, daß er noch lange nicht auf der Höhe feiner Berufseignung sich befinde, da er im Wettlauf mit Fußgängern schon ermüde, während er doch einst mit Reitern um die Wette laufen soll; daß er schon verzage, in dem begrenzten ländlichen Wirken, während er doch bald in der großen Hauptstadt mit ch!ren weit schlimmeren Menschen, die mit den wilden Tieren in den Dschungeln des Jordans vrrglichen werden, den Kampf aufnchmen soll. Kap. 15, 12—21, lassen uns in erneute Anfechtung hineinschauen, hier aber schen wir, wie seine Frage, wie sich Tugend und Schicksal in Einklang bringen, eine herrliche göttliche Antwort findet. Gut sein, heißt ja Gott haben, und das s ist das höchste Glück. Schlecht sein, bereutet getrennt sein von Gott, also schwerstes Unglück. Dieser ideallstische Lösungsversuch der Throdice« findet später in Jesajas 53 im Lrede vom duldenden Gottesknrcht eine Ergänzung: Selbstlose, in Leidcnsgeduld bewährte Frömmigkeit, wirkt auf die andern Menschen als eine Kraft, die fit von der Flachheit befreit und zu Gott führt. Der Dichter des Hiobbuches zeigt dann, wie des Menschen Verstand nicht ausreicht, Gottes Wege zu ergründen, und seine Heilsabsichten restlos in der Tieft zu erfassen. Ergreifend spricht sich in unserer Stelle ein herbes Prophetenschicksal aus, der ein Schmerzüberwältigter unter deii Fröhlichen, ein Liebreicher unter mörderischem Haß, ein einsamer, gotterwählter unter dem Haufen der Alltagsmenschen seinen Weg zieht, und in der Einsamkeit die Gemeinsamkeit mjt Gott erlangt und so in seinem Gebetsumgang mit Gott die Seligkeit eines Herzens, das sich mit Gott im Bunde weiß, erfährt. 287 8 o § Das Haus für Kindermoden Bausdi & Nsgel STUTTGART Calwerstr. 30 (Ecke Gymnaslumstr.) Fernsprecher Nr. 22314 00000000000000000000000000000000 8 8 8 8 0 0 | Das Haus für Kindermoden g 8 Bausdi & flaael f I O000000000O0000000000000000OOO00 niiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiitiiiiiiiiMiiiiiiHiiiimHiimimiimiiiminnMic | MAX GAILINÜER [ | ")2DNasl«du€Bincfzicrci*)20 | | STUTTGART, Silberburgstr. 116 | | Telefon S.A. «070« | empfiehlt la Fleisch- | und Wurst-Waren i | Bestellungen | | werden pünktlich und frei Haus ausgeftlhrt. | i MtAeaufmetaKnetudH. Kahlanlage besonders auhntrtiam E üiniuiuisiMiHa—»—■ssiiwiwiiiisiiiiiiiisiiiiMmiiinMssmiMSiiHHimn llhmaiohinm vorzflgllcbet deutsches Fabrikat Mp Haushalt laSaatrla «Hopft, CMfidt&DL, Stuttgart, Kroaprlnzstraß! 22 Esslingen, Untere Metzgerbachstraße 9 ► Ab« Waaseh «rMchtortt ZaMangsbaSlaffanfaa t 4 Tat. M. TOSCO Butter uad Käse - Feinkost HaaptgeMhaftt Kolbsfcrafc 21 FlUaie: SoalaBati-aass 41 Empfehle mich ln Maleru. Tapezierarbeiten beipünkll. Ausführung. Zimmer von IS M. an Alexander Ruoff Tel. 651 Stuttgart - Möhringen | GminderLinnen/';!;;"/.'' j | Christian Pfleiderer | | zum Weißen Haus V | $«»»tp*ttrrpr«fe 527, Ecke Tsrstrsße | ALFRED BOHM „FEINKOST-BÖHM" STUTTGART / CALWERSTRASSE 18 / TEL. 22451/52