Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 7 (1.7.1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
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Ergebnissen der Forschung bekannt, sei es in besonderen Vortragsabenden oder im Schiur oder von der Kanzel und erst recht in der Schule. Man wird dadurch nicht allein die Kenntnis geschichtlicher Erinnerungen verbreiten und die Ueberlieferung erhalten, sondern auch den geschichtlichen Sinn in ihnen wecken, dem Sammler mitzuteilen, was sie wissen und gehört haben. Und das ist besonders wichtig, denn das Wissen der Gemeindemitglicker, insbesondere der aus den schon von ältesten Zeiten an in dem Orte ansässigen, ist eine wichtige Quelle für historische Daten. Andere Quellen sind die Protokollbüchcr der Gemeinden, Familienaufzeichnungen, Urkun den, alte Kesubbaus, Mappaus, Inschriften aus Porauches, an Häusern und Grabsteinen. Viel Stofs wird sich in den Archiven der Rathäuser, der Oberämter, der fürstlichen und gräflichen Patronatsherrschasten und erst recht in den Lan desarchiven finden. Auch die alten Oberamtsbe schreibungen enthalten viel Material, sowohl aus der Zeit ihrer Verfassung als auch aus alten Urkunden stammendes. Ihre Angaben bedürfen aber der Nachprüfung. Findet in einem Orte ein besonderes Ereig nis statt, so sollte einqrt auf wohlgcprüften Tat sachen berrihende Beschreibung des Ereignisses verfaßt werden. So existiert in Baisingen eine Megillas Therüch (1848) d. i. eine Darstellung des Krawallcs, der bei der Revolution von 1848 PHOTO-SPORT INH ULRICH DELIU5 BÜCHSEN STR-8 PSotoar bei fen/XUnferruhh Lur>e in 6 )f unden/TA kostenlot! sich gegen eine Anzahl von Judenhausern richtete. Auch die Nummern des „Schwarzwälder Boten", in welcher die Verhandlungen des Schwurgerichtes in Rottweil über diesen Krawall abgedruckt sind, habe ich in Baisingen vor etwa 20 Jahren noch gesehen und gelesen. Was kann besonders für die Erhaltung der vorhandenen Denkniäler geschehen? Was kommt als Denkmal in Betracht? Nun, Inschriften an Synagogen und Privathäusern, Skulpturen und Tierfiguren, dann Kunstgegenstände in Synagogen und Privathäusern, hauptsächlichst Kultusgegenstände: Tas, Iad. Ezchajim, Kidduschbecher, Bessofomimbüchsen, Megillaus, Siph-rethaurah mit den Ezchajim, die geschnitzt sind oder silberne Aufschläge haben. Besondere Beachtung verdienen die Mappaus. So habe ich in Niederstetten die verschiedensten, eigenartigen Mappaus aus drei vergangenen Jahrhunderten bewundert. Alte Bücher, Machsorim, Thephillaus, Mischnajaus und Gemoraus, besonders solche mit eigenartigen Einbänden oder auch mit handgeschriebenen Namen von berühmten Männern, erst recht solche, in die Gelehrte handschriftliche Glossen und Bemerkungen eingetragen haben. Kesubbaus (Eheverträge) handschriftlicher und künstlerischer Ausfertigung, Porauches, Schulchandecken mit künstlerischem Schmucke in Sticker- oder Wirkerarbeit oder künstlerischer Webung, andere derartige Arbeiten Sederkissen und- Handtuch, Sederplatten aus Metals) Wir suchen für tüchtigen älteren __ AushilssstcUe für Ende der » CrKClUICr Woche in Herren- und Knabenkonfektions-Geschäft. Ang. erb. Württ. Landesverb. f. Israel. Wohl« fahrtspflege, Stuttgart, Hospitalstraße Rr. 36. Gebrauchter, gut erhaltener FAHRSTUHL;u kaufen gesucht. Ang. mit Preisangabe erb. Israelitisches Fürsorgeamt, Hospttalstraße Rr. 36 kr. X. Schäfer, Stuttgart Liiwttiir. «r » Telefon «2133 » latwttMr. «2 Nähmaschinen Fahrräder » HatarrUer » Sdu>eltMHlüi«i fpredwasthlaen » heparalar-Wemsi alle ERÖFFNUNG IIIIIIIIIIII1IIIHIIB MODESALON TIN NY BITZ Wiener und Pariser Chlo Stuttgart, Könlgstr. 58 ", Fernspr. 28763 E. Riethmüller, Buchbinderei Telefon 71498 STUTTGART Knrze«tra£e 4 Geschmackvolle Handeinbände Massenauflagen von Katalogen und Bucheinbänden