Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 7 (1.7.1927)
- Date
- 1927-07-01
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- [Seite] (sequence 1)
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Gemeindesettung für die israelitiscüen Gemeinden Württembergs >i Mßtz »«such N«N«Ua«I» NU»», «nach«»«» «Injelnttinmer to n«tch»ps«mt» Poftftofc-Konto i MtS* »Ifch«»» »«mMch Mxtxiot «« 1. n. U. Detlag: IsraeUttsche vertag«anstatt ®. m. b. t), fek»lprecher 0.-JL 155t* (um fftt M*|mU|.) Schrtftleltuug; Stadtraddtaer vr. «leger. Stuttgart ttoMtaint« IS. Mt «tchpattis« nonparelllejetl« oOtt Seren vom» SO Retd) «Pfennig fmclltenansetgen mtt> klein« flnjetgea Me Kletnjelle to Kctdfspfcmitg Beklaue 1.SO Beldjenunk Sei ZPlefeerkolniigen Dergttnfttgnng IV. Jahrgang Stuttgart, l.Tnü 192.7 Nr. 7 Amtliche Bekanntmachungen. Der Oberrat der 3fr. Religionsgemeinschaft Württembergs. Anläßlich seiner feierlichen Inthronisation hat der Jsr. Obermt das folgende Glückwunschschveiden an den Bischof Tr. SProIl gerichtet: Hochwürdigster Herr Bischof! Unter den vielen, die sich Ihnen heute huldigend nahen, um Ihnen aus frommen betenden Herzen verehrungsvolle Grüße und Glückwünsche darzubringen, will auch die Israelitisch: Religionsgemeinschaft des Landes nicht fehlen. Sie gedenkt dabei in unauslöschlicher Dankbarkeit an den Geist echter Versöhnung und werktätiger Nächstenliebe, der stets vom ehrwürdigsten Bischofsthron Rottenburgs ausgegangen rst, und der in Ihrem in Gott ruhenden verewigten Herrn Vorgänger die ideale Verkörperung erlebt hat. Möge Ihnen dies Vorbild hohepriesterlicher Weisheit, frommer Duldsamkeit und gläubiger Religiosität stets voranleuchten! Möge der gnädige allgütige Gott auf Ihnen als aus einem Seiner erwählten Diener „den Geist des Herrn, den Geist der Weisheit und der Einsicht, den Geist des Rates und der Stärke, den Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht ruhen lassen" (Jesaias 11,2) und Ihnen in Seiner ewigen Gn«cke gewähren, in ungebrochener Kraft und Frische zum Segen der katholischen Religionsgemeinschaft des Landes und zur Förderung des Heils und des Frizens aller seiner Bewohner Ihres heiligen Hohepriesteramtes viele Jahre zu walten! In hochachtungsvollster Ergebenheit und Wertschätzung Rördlinger. Zwei christliche Darstellungen der Geschichte des Judentums. Das Erscheinen eines neuen Buches über die jüoische Geschichte ist an sich schon dankbar zu be grüßen. Es ist in jedem Falle ein verdienstvolles Unternehmen, ein handliches lesbares Buch der jüdischen Geschichte zu schaffen und damit einem größeren Leserkreis den Einblick in «in Gebipt zu erschließen, das ihm fast ausnahmslos unbe kannt ist. Tie Kenntnis der jüdischen Geschichte ist vielleicht das beste Mittel Vorurteile zu besei tigen, Erscheinungen im Judentum in ihren ge schuhtlichen Voraussetzungen zu begreifen und da durch zu gerechten Urteilen über das Judentum und die Judenheit zu gelangen. Eine von christlicher Seite verfaßte Geschichte des Judentums ist auch für jüdische Laser nicht bedeutungslos.. „Zeigt mir der Freund, was ich bin, zeigt mir der Feind, was ich soll". Es ist vielleicht nicht unrichtig, daß die von Juden geschaffenen Geschichtswerke über die jüdische Geschichte aus dem apologetischen Bedürfnis heraus entstanden sind und darum nicht überall die gebotene Objektivität besitzen. Wer in dchi Verhältnissen lebt, urteilt über sie anders, als wer über ihnen steht. Andererseits muß aber bei dem nichtjüdischen Geschichtsschreiber vornehme Sachlichkeit vorausgesetzt werden. Er darf nicht durch die'Parkeibrille sehen und soll versuchen, soweit das menschlich möglich ist, sine ira et studio z» denkest und zu schreiben. „Es ist ein schweres Verbrechen, in dieser großen und wichtigen Sache von kleinlichem Parteistandpunkt aus oder in finsterrm Fanatismus zu Werke zu gehen (Heman)". Gewiß ist dies nicht so, daß die Juden immer und überall die schuldlosen Märtyrer der Weltgeschichte gpwesen sind. Aber die tragische Rolle des Judentums,für sich und für die anderen zu büßen, dar, kein Geschichtsschreiber des Judentums aus den Augen vertieren. Gerechte Abwertung darf nicht vergessen, daß die Juden mehr gelitten als sie verschuldet haben. Die objektive Einstellung zur Geschichte der der Juden bedarf aber einer grundsätzlichen Bor- «aussetzung< Esistein ernster Irrtum, diie üben die ganze Erde verstreuten Juden als eine »öl-