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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-06-01 · 5 (1.6.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
5 (1.6.1927)
Date
1927-06-01
Page
[Seite] (sequence 8)
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Die israelitische Religionsgemeinde i« Göppingen. Von Rabbiner Dr. A. Tänzer. Anläßlich ihres 100-jährigen Bestehens hat die „Göppinger Zeitung" am 16. Mai eine Festnummer veröffentlicht. Dieser Nummer ist der folgende Aufsatz mit Erlaubnis seines Verfassers entnommen. Auch die israelitische Religionsgemeinde in unserer Stadt steht in einem Jubiläumsjahre, da sie am l. Juli auf 60 Jahre ihres Bestehens zurückblicken kann. Und fast gleichzeitig, am 7. Juli, werden es 150 Jahre sein, daß ihre Muttergjemeinde in Jebenhausen gegründet wurde. Die Geschichte beider Gemeinden in allen ihren Zweigen wird in nächster Zeit in einem umfangreichen Werke erscheinen. Während aber die Jsraelitengemeinde in Jebenhausen bereits seit 28 Jahren der Vergangenheit ängehört, hat chre Nachfolgerin in Göppingen eine ununterbrochene Linie der Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Im Jahre 1849 ließen sich die zwei ersten Israeliten wieder in Göppingen nieder, genau 500 Jahre, nachdem eine frühere Jsraelitengemeinde das Schicksal jener in Stuttgart, Eßlingen, Geislingen und Ulm teilte und im Jahr 1349 dem Bolkswahne zur Zeit der Pest zum Opfer fiel. Die beiden ersten israelitischen Ansiedler der Neuzeit, wie säst alle ihre Nachfolger in den nächsten zwei 138 — Jahrzehnten aus Jebenhausen kommend, waren Joseph Raff und Salomon Einstein, die Gesellschafter der in Jebenhausen aus der Firma „Gebrüder Einstein" im Jahre 1847 hervorgegangenen Firma „Raff, Einstein und Co.", die 1849 auch ihren Webereibetrieb nach Göppingen verlegte. Joseph Raff, eine in mehrfacher Hinsicht hervorragende Persönlichkeit, war 1831 als 13 jähr'ger aus Jllerstadt zu seinen Verwandten gleichen Namens nach Jebenhausen gekommen, um die Handweberei zu erlernen. In Göppingen, wo er 1852 eine angesehene Firma unter seinem Namen errichtete, nahm der vielseitig gebildete Mann bald eine führende Stellung im öffentlichen Leben ein und hatte im Stadtrat als eifriges Mitglied der damaligen Deutschen Partei manch harten Strauß auszufechten. Im Jahre 1870 übersiedelte er nach Stuttgart, wo er ein bis 1912 bestehendes Bankhaus errichtete. Er starb 1897. Salomon Einstein, ein Enkel des 1778 aus Buchau nach Ikenhausen eingewanderten Joseph Einstein, kehrte 1852 nach Jebenhausen zurück und errichtete dort mit seinem Bruder Joseph Leopold Einstein, der viele Jahre Kirchenvorsteher und Gemeinderat in Jebenhausen war, die Firma ,Z. und S. Einstein," die 1867 nach Stuttgart verlegt wurde. Den beiden ersten Israeliten folgten bald weitere, die sich hervorragende Verdienste um die Entwicklung der Textilindustrie und um die Einfüh- Eisschränke Zahn-Nopper Stuttgart, bal dar Stlftaklrcha PHOTO KlfclO- APPARATE IN JEDER PREISLAGE PLATTEN UND FILME SCHALLER STUTTGART / MARIENSTRASSE 14 Ti TRITSCHLER aalt 1723 In STUTTQART Marktpl. 7 beliebt als frohes Einkaufs haus für Glas Porzellan, Metall und Küchen - Gertte RESTAURANT UN © CAF& MERKUR KBnlgatr. 10 ntchmt dom Hauptbahnhof Gut bürgerliche Gaststätte Qualitätsbiere der Brauerei Wulle Reichhaltige Mittagsu. Abendkarte Im Cafi täglich Konzert Eigene Konditorei

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