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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-04-01 · 1 (1.4.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
1 (1.4.1927)
Date
1927-04-01
Page
[Seite] (sequence 23)
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glaubt, darum hat man sich mit chr intensiv beschäftigt. Denken Sie an unser unendlich großes Schrifttum von Talmud und Midrasch. Denken Sie an die unendliche Reihe von Werken großer Männer seit Abschluß des Talmuds (500 nach üblicher Zeitrechnung), welche in diesen 1400 Jahren in allen Ländern und Zungen der geschichtlichen Völker gelebt und geschrieben haben, und noch ist diese Reihe nicht erschöpft, noch treffen Sie Leut«, in jedem Lande, in j«bei Stadt, wo Juden wohnen, Gelehrte, welche Neues aus der Bibel ergründen, neue Gedanken an sie anknüpfen, zu neuen Ideen und Ergebnissen hurch sie angeregt werden. Warum?, weil sie nrit Ehrfurcht und mit der innersten Überzeugung an die Bibel Herangehen, daß sie göttlich ist und ihr darum so viel Lieb«, so viel Mühe und Arbeit widmen. Und das Andere: weil die Thora und die übrige Bibel so vieles, vielerlei, mannigfaltiges Eingehen erträgt, wenn man so sagen kann, weil man sie so tausendfach verstehen, erklären, auslegen, bearbeiten kann, weil man sie so tief erforschen und bloßlegen kann, weil jede Zeit, jede Kulturepoche, jede Weltanschauung sie verstehen und ehrfürchten, weil sie wie ein Ewigkeitsgrbirgc dasteht. Daraus geht hervor, daß sie göttlich ist. Der in ihr stehende und forschende Geist erkennt unmittelbar aus ihrem Inhalt», daß er im Reich« und Lande Gottes sich befindet. Frau Ruth: Warum kommt ed mir aber so ftemdartig vor, und warum habe ich so ein ganz anderes Gefühl, als z. B- Sie? Levy: Das ist sehr einfach gesagt. Weil Sie, verzeihen Sie gütigst, nicht in dem Garten ausgewachsen sind, in welchem ich das Glück hatte, geboren und erzogen zu werden. Was haben Sie in der Schul« vom Judentum kennen gelernt? Sie haben zwar sehr gute höhere Schulen besucht und waren «ine begabte Schülerin, -aber es war keine jüdische Schule, sondern nne deutsche, um nicht zu sagen, eine christliche Schule. Was haben Sie in ihrem bisherigen Leben gelesen? Was bildete die Nahrung Ihres Geistes? Alles, nur nichts Jüdisches oder vereinzelter jüdischer Stofs, welcher gegen die Ueberfülle des andern gar nicht aufkommen konnte. Frau Ruth: Wirklich, wenn ich nachdenke, ist es so, wie Sie sagen. Es geht mir, wie ich im Hohenliedc einmal gelesen habe: „Tie Söhne meiner Mutter haben mich zur Hüterin von £ina Engeser Maßgefihäft für feine “Damengarderobe STUTTGART Solide Preise Gerbershaße 6B , Tanzschule nurjiege/s fr. 4? Ge-Zet Möbel d. r. q. m. SpextatttJU, SMnfitmmer In Qold-Btrke poliert, Hartholx matt Weitere Modelle in jede’ Halter/, teilende Formen. Nachweisbar (Unxanda Erfolr« — KoaknrranzloMr Prato tob MO ■ an. Stieglitz 4 Psui( Neuwascherei E. JÄCKli Telefon 81290/ Weilimdorf/ Sieintiraße 90 DaacB'.lerrca-, Stirne-, faniitawiMc nah Pfd. 19 Pf , trodsen Pid. OS Pf., getnangt Pfd, Sy Pfg. und zdirankfertlg. » Pretoltote zu Dtenden. ftif Imm («troekiMt Freie Abholung nnd Zuatellung ♦ Sanlllr^aiMtom, Schuh-Geich äff Reinholtf Lenz, Stuttgart Telephon 29704 * BOchienitraße 20 Anfertigung zwedunaßigen SdnAwerks für «Ile Fußleidende Anto-Lackiererei Brenacnshihl & Hs^i AUe TWolt'Braucfei STUTTGART MUttftrstrasse 30 Einfahrt Falkerltiraaie 00 Modem ctn^erlditeic Verkiiifft ttr feine lam. and Ocbraiiilnladil«rnn< r. Perfonen-, Lall- B.Liefenagrwagcn Flrmxnmeftckrif/m am Laxtwnd Gxtdtäf/nxxgtn Sort'saalage - TELEPHON 14900 - Tradroabooe 6065152 JOSEPH HALLE / Eier~Import STUTTGART SCHLOSS-STRASSE 06« liefert alle Sorten Eier ♦ ln bester Qaaütit ln Kisten zu JM, 720 und 1440Stttctt

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