Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 1 (1.4.1927)
- Date
- 1927-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Belongs to
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"SBenn fünf bis sechs Millionen Menschen in unenräglichen wirtschaftlichen Verhältnissen auf engem Raume Zusammenleben, so bedeutet das einen Krankheitsherd oder eine Krankheitsquelle. Eine Gesundung wäre durch eine möglichst intensive Abwanderung der körperlich und wirtschaftlich herabgekommenen jüdischen Massen nach dem Westen und nach Amerika herbeizuführen gewesen. Sie ist unmöglich geworden, seitdem die Vereinigten Staaten die Grenzen für die Einwanderung gesperrt haben. Die Ostjudenfrage kann also nicht durch eine Auswanderung gelöst werden. Sie muß durch eine Binnenwanderung der Lösung entgegengeführt werden. Für eine solche bietet das große russische Gebiet mit seiner vielfach nur dünnen Bevölkerung günstige Vorbedingungen. Für diese Binnenwanderung kommt aber nicht nur das srüchtbare Land in Europa und Asien in Betracht, sondern auch die städtischen Siedlungen, die gegenwärtig kaum eine jüdische Bevölkerung besitzen. Es wäre ein Mißgriff, die Masse der Juden ausnahmslos zur Landwirtschaft überzuführen. Landwirtschaftlichen Betrieben können nur jene Juden zugeführt werden, die sich für solche Arbeit tatsächlich eignen. Ein wesentlicher Teil der Ostjuden paßt, wie das durch die Ueberführung polnischer Juden während der Kriegszeit nach Deutschland bewiesen worden ist, für Schwerarbeit in Fabriken und Bergwerken. Ein dritter Test wird lediglich für die kaufmännische Betätigung im weitesten Sinne geeignet sein. Das amerikanische Joint Distribution Committee hat bereits im Zusammenwirken mit der offiziellen staatlichen russischen Organisation des „Comzet" eine Reihe Kolonien in Südrußland geschaffen, deren Entwicklung verheißungsvoll erscheint^ Diese Kolonien sollten nur weiter in das Innere Rußlands und wesentlich, weiter nach dem Osten verlegt werden, um nicht wieder das furchtbare Schicksal des Kriegsgebietes bei einem etwa neu ausbrechenden Krieg« zu erleiden. Paul Nathan empfiehl eine Expedition nach jenen ländlichen Gebieten, die durch die Sowjetregierungen zur Besiedlung mit Bauern zur Verfügung gestellt werden können, um den großzügigen Umschichtungsplan gesund zu - fundamentirren. ^tiiiiiiniNiiiiiiniiiiiiiMiiiiiiiniimiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiminifiiiiininiiiiiiiiiiMiifiiiiiiMiiiiiimimimmmimimmmmaHmiiiHifUHiiiiiinniiiiitmimimmiiHniiiiiiuimiHinii iHinniuimifliiiitnnii SCHIEDMAYE Planofortefnbrlk STUTTGART, Neokarstrasse 12, Eok* uirichntr. FLÜGEL / PI AN I NOS / HARMONIUM MIETE / TAUSCH / STIMMUNGEN / BEQUEME TEILZAHLUNGEN Fernspreohar aoa 41/42 uMm| TELEFON 22211 edri Silber and in verdlbert Brudunann-Bcslcdic Carl Knrfz Juwelier 5Mlgiri.Ekcrftii1str.65 Uhren-Acckcric Kftnigstr.SI ge*. d.Tüblnger»ir. ’ Fach - Gescb&ft guter Uhren. . Eigene Repnrnl ur - Werki fälle. Deine Augen vertrau nidvtJedem! Vom Fachmann einwandfrei anoepaßte Augengläser schonen das Jtage. IbmmH Gewähr für gute JIrbeii bietet Adolf Mehrer vom. G. Lafft Tel 245 Ö6 Stuttgart Eberhardatr. 37 SperMgeadaAft für Augeiaopttk, IhcMierglSaer, „Comltüst1 tat etnaehmiegaasnes IK&t/teatüak,. G£öcjeden JiguBr denitfumsäneh/ättettädu/ea dee Schlanken Linie Millionen eleganten /hauen /ragen dte ute/timrü/tmten Amerikan/sdteti Tflodelle dar Jmner Gonsets (/bat atsnganh» rvfetblMßm) furJSdilanke" undfiürjStä/'Ae ” Ungezählte tmitah'onen am Markte JtS&‘mmer'Slg/S AUdnvt'lcu/, Frau Neue BrOdce a SA. 00410 Silberbtargatr. lat ■ Bitte die Analogen zu beadden —-