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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-03-16 · 24 (16.3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
24 (16.3.1927)
Date
1927-03-16
Page
[Seite] (sequence 19)
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Da ist Akiba und der Patriarch, Akiba und das Synckrion, Akiba und dir Schrift, Akiba und die Römer, Akiba und Barkochba, Akiba und der Martertod, Akiba und sein „wilder" Sohn, der Aufgelehnte und Liebende, Akiba und der Prophet Elias, der Versuchende und Fragende. Ja, das ist Akibas Volk, es selber, in eben jenem unsäglichen Augenblick, und in seiner Zeitlosigkeit zugleich. „Besprechen" kann ich nicht, wie es da ist, aber Hinweisen kann ich darauf. Dieses Werk eines Weisen, der «in Dichter (nicht ein dichtender Weiser) ist, gehört dem deutschen Schrifttum, und es gehört dem jüdischen Volk. Das Volk sollte seines Besitzes inne werden. Die Juden im heutigen Rußland. In diesen Tagen ist Dr. A. Singalowsky, Mitglied des Präsidiums der Zentralverwaltung des „Ort", nach mehrmonatigem Aufenthalt in Rußland, wo er die Bedingungen der neuen Arbeit studierte, nach Berlin zurückgekehrt. Dr. Singalowsky gab auf Befragen die folgenden Aufschlüsse: Im Zusammenhang mit der in der Sowjetunion vor sich gehenden allgemeinen Wiederaufbauarbeit wir» der wirtschaftliche Wiederaufbau der jüdischen Massen in einem Umfange zielbemußt durchgeführt, wie es noch in keinem anderen Lande je der Fall war. Dieser Wiederaufbau trägt den Charakter einer Reorganisation, einer Wesenswandlung des ursprünglichen jüdischen wirtschaftlichen und politischen Lebens. In Weißrußland, wo offiziell 30 Prozent der jüdischen Bevölkerung als. berufslos bezeichnet sind, lebt tatsächlich die große Mehrheit der städtischen jüdischen Bevölkerung in tiefstem Elend. Nur ein geringer Prozentsatz des Handelsstandes widersteht dem gewaltigen Steuerdruck und der Konkurrenz der Konsumgenossenschaften; die übrigen fristen ein Hungerdasein. Die Lage der Handwerker hat sich in den letzten zwei Jahren dank dem Wachstum der Han d - werker-Kredit- und Produktionsgenossenschaften wesentlich gebe'sert. Ihre Zahl erreichte durchschnittlich die Borkriegsziffer (35 Prozent der jüdischen Gesamtbevölkerung). Absolut wird für Sowjetrußland die Gesamtzahl der jüdischen Handwerker auf 200000 (ohne Familienangehörige) angegeben. Di« Arbeitslosigkeit unter den Handwerkern ist in den letzten Jahren zurückgegangen, das Einkommen ist gestiegen. Im Zusammenhang mit dem vom Ort getroffenen Abkommen über die Einfuhr von Werkzeugmaterial nach Rußland behufs kreditweiser Versorgung der jüdischen Handwerker konnten wir einen außerordentlichen Mangel an Produktionsmitteln unter den jüdischen Handwerkern feststellen. Eine Ermittlung bei einer Kreditgenossenschaft in Moskau, unter deren Mitgliedern sich auch 860 jüdische Handwerker befinden, ergab, daß nur 321 das erforderliche Werkzeug besaßen. Das jüdische Handwerk ist obendrein auch technisch sehr rückständig. Die Zahl der jüdischen Industriearbeiter in Rußland hat in den letzten zwei Jahren eine bedeutende Steigerung erfahren. In einer großen Industrieanlage in Jekaterinoslaw z. B., wo früher die Juden keinen Zutritt hatten, konnte ich gegenwärtig bei einer Besichtigung über 2000 Mische Arbeiter seststellen. Die Gesamtzahl der jüdischen Lohnarbeiter wich gegenwärtig auf etwa 400 000 beziffert (360 000 sind in den Gewerkschaften organisiett). Ein besonders trauriges Bild bietet die Lage der jüdischen Jugend in den Kleinstädten. Soweit sie nicht an Ort und Stelle oder in den neuen Sichlungsgebieten der jüdischen Binnenwanderer der landwirtschaftlichen Arbeit obliegt, legt sie den Drang an den Tag, sich für die Jndustriearbett zu qualifizieren. Es ist bezeichnend, daß in der Ukraine, wo die Juden insgesamt 6 Prozent der Gesamchevölkerung bilden, der Anteil des jüdischen Elements in den Fachbildungsanstalten 31,5 Prozent erreicht. Dessenungeachtet bildet die Fachausbildung der jüdischen Jugeick in Sowjetrußland ein überaus aktuelles und dringendes Problem, das noch einer Lösung harrt. Den Gipfelpunkt des in der jüdischen Aufbauarbeit Erreichten erblickt Dr. Singalowsky in der neuen jüdischen Landwirtschaft. In ans Wunderbare grenzender Weise wird hier die Grundlage zu einem neuen Leben gelegt, dessen segensreiche Auswirkung auf das gesamte jüdische Leben noch nicht in vollem Umfange zu überblicken ist. Im Verlaufe von 2% Jahren entstanden mehr als 170 neue jüdisch« Sicklungen. Für die Zwecke der planmäßigen Mischen Ko» Cannstatt. Ludwigsburg. $riedricR G&asso GeferMcr Brauer / Lrtwttsfewi Qiamen• und Vlerren-Prisier-Salon p Qarfümeriegesdiäfi SKarjeistrq/F* 6 Cannstatt ’Btltpton 951 SpezlaheparafurwerksfAffe für Kraftfahrzeuge Bald» elngerUbtete. fadunSnnfcdi geleitete Werksiglte. Prompte Bedienung.

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