Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 23 (1.3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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- 54! — Aerztliche Humanität u. Judentum. Von Bezirksrabbiner Dr. Kroner, Oberdorf. Im Württ. Landesverein des Roten Kreuzes hielt Sanitätsrat Dr. Ries einen interessanten Vortrag über „Die ärztliche Humanität." Das Thema ist auch für uns Juden von Bedeutung, denn seine echischen Grundgedanken berühren sich vielfach mit der Ethik des Judentums. Daß der Arzt human sei, ein Freund und Helfer der Menschen, der sein ganzes Können und Wissen in den Dienst des leidenden Menschen stelle, lehrt unser Religionscodex, der Schulchan-Aruch^ Joreh deah, Kap. 336: „Es ist ein heiliges Gebot für den Arzt, zu heilen, und wer sich von der Erfüllung dieses Gebotes zurückhält, gilt als ein Blutvergießer." Der Arzt soll für seine Dienst« keine Belohnung annehmen, nur für besondere Bemühung und Zeitverlust kann er etwas berechnen. Dabei die schöne religiös-ethische Motivierung des Baarhetew: „Krankheit ist eben Vermögensverlust des Körpers, und, da die Thora die Rückerstattung des Vermögensverlustes des Nächsten zum Gesetz erhebt, so hat eben der Arzt auch die Pflicht zu helfen, das verloren gegangene körperlich Gut wieder zurückzugewinnen." So ist nach jener Ausfassung die ärztliche Praxis Liebesdienst und heilige Menschenpflicht und setzt deshalb bei dem dazu Berufenen ein hohes Maß von religiös-echischem Feingefühl voraus. Dieses Feingeflchl beseelte beispielsweise ganz besonders den hervorragenden Arzt Maimonides, der in jedem seiner medizinischen Werke immer wieder warmes Mitgefühl mit dem Pattenten, zarte Rücksicht und volles Eingchen auf die individuelle Eigenart desselben zur Pflicht macht. Gerade in jenem schönen Gebete vor Antritt der Praxis, dessen Verfasser Maimonides sein soll, wird wiedecholt dem Arzt zugerufen: „Sieh in dem Patienten den Menschen, und, bevor du zur Heilung des Leidens schreitest, gche erst an die Hebung des Gemütszustandes, denn der körperlich Leidende ist zugleich auch gemütsbeschwert!" Dr. Ries sagte: Der Arzt soll in dem Patienten den Menschen schen, ein Vertrauensfluidum soll zwischen dem Arzte und dem Patienten sich einstellen. Ganz so Maimonides im 12. Jahrhundert! — Auch die Euthanasie, das leichte Sterben wird von den Rabbinern in den Kreis ihrer Betrachtungen gezogm. In Jorch deah, K. 339 wich eingehend ausgeführt, daß man alles unterlasse, was die letzte Lebensstunde beschweren könnte, daß die Anwesenden in Gebärden, Worten und Handlungen nichts von dem Ernste der Stunde anzeigen, ganz besonders aber auch, daß alles vermieden werde, was den Tod vorzeitig herbeiführen könnte. Pis'che Teschuwah erörtette dabei den cigenaitigen Fall, Wiegen täglich, macht schlank und beweglich! Penonen~$plegclwage bU 125 kg. auch ab KOdienu. Gep&kwage verwendbar. RN 19.« PenoBea-StaadwAge, ln feinet WeUseroaiUeJadderung. die Nezalngtelle vernickelt, SkaJednteilung von 100 zu 100 Gramm, Tragkraft 125 kg.RN 80^ SlagUDgnrage, in feiner WeUaemailleladderung mit vernickelten Schiebegewidtfen. Skala - Einteilung von 10 zu 10 Gramm.RN 36^ SAmtlidie Wagen wiegen garantiert präzis-— PAUL HENGER ♦ STUTTGART Inhaber? Med. W aarenha« AeQ. W STUTTGART, KroaprlasOr.XOA V Damenu. Herren-Frisier-Salon Gd|lhr. 10 (Mal. Eberhartkhan) PL Fisdicr * Prenss empfiehlt sieh bei erstklassig. Bedienung Spezialität i Bubikopf ir=siii=ni=iii=iii=in=Hsui=m=ni=!iaii3ii=iiiBiiiääi IH „ _ IU - GELLHORN<&Co. jjj KÖNIGSTRASSE No. 17 s M RUFNUMMER No.20303 IN 2! bisher S. Gellhom jjj | HÜTE/BLUSEN üi | KLEIDER/PELZE Essi!fsni3urau=!ft==in=m=ingn=ni=m=in=iH=iH=2j * 1 ■ ■B IT ä HANDELSSCHULE PAUL VOGEL / STUTTGART Friedrichs traue 41 Fernsprecher Nr.25997 Beste Ausbildung ffir das kaufmlnw. Kontor Damplwasdi' Anstatt KnöfDer Inhaber, B. W1TTMANN nnertrtstr. Mi / TeLSAU»» / Mr.HN Nasswäsche; Trockenwäsche, sehrankfertige Wische, feinste Siirkwisehe Qazdlnenspaimerei, Abholung n. Zustellung ITTTTT °n9 -AusTTottu^