Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 23 (1.3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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motion 1887 Eßlingen in Gruppe VIH 7, in Gruppe IX 6, in Gruppe X 7, in Gruppe XI 2 Kollegm. Diese höheren Stellen bstiben den isr. Lehrern für immer unzugänglich, sie werden auch nach der „G l e i ch st e l l u n g" die Unter schicht der Lehrerschaft bilden. Erst dann, wenn der Oberrat Berzahnungsstellen in X schasst, nenn die Vorrückung nach IX in einem Tempo vor sich geht, das die isr. Lehrer an dick Seite chrer christlichen Kollegen, unter Einrechnung der zu Rektoren beförderten, bringt, kann Herr Tr- Gunzenhauser von einer „Gleichstellung" sprechen. Dazu kommt noch eins: Auch die vom Glück weniger begünstigten Vclksschullchrer sind in der Regel nicht auf den nackten Gruppengehalt ange angewiesen. Ihr Einkommen erhöht sich noch wesentlich aus Entlohnung für Kirchendienste, Ueberstunden und Fortbildungsschule. Herr Dr.. Gunzenhauser! Die Stolgebührcnsrage ist nicht nur Ehrenfrage. Sie ist im höchsten Grade auch Existenzfrage. Auch die Lehrer wünschen, daß die ideellen vor die materiellen Fragen gestellt werden. Wer nicht über «inen unbesiegbaren Idealismus verfügt, kann weder Rabbiner, noch isr. Lchrer bleiben. Aber die isr. Beamten müssen auch leben können. Tie nackten Gchälter der Gruppe VII etc. sind bei Berechnung des Reallohnes weit unter der Grenze dessen, was lebensnotwendig i st. Das haben in letzter Zeit die Minister Reinhold und Köhler dargetan. Wenn die Religionsgemeinschaft darauf Wert legt, sich einen tüchtigen Beamtenstand zu erhalten, dann muß sie die Beamten entsprechend belohnen. Der „ländliche Abgeordnete", der glaubte, man könne dem platten Lande die Lchrkräste erhalten, wenn man die Stolgebühren abschaffe und damit die Konkurrenz der Stadt ausschalte, war im Irrtum, auch wenn chn Herr Gunzenhauser als Kronzeugen anführt. Ich bin im Gegenteil der Ansicht, daß Landgemeinden vielfach nur deshalb Bewerber fanden, weil sie als ,chehlingengut", wie der Schwabe sagt, bekannt waren. Andererseits darf doch nicht verschwiegen werden, daß auch nach Abschaffung der Stol» gebühren die Stadt soviel vor dem Lande voraus hat (Kindererziehung!), daß schon deshalb, abgesehen von der Tatsache, daß die Großgemeinden einen gchaltlichen Ausgleich schufen, die Landgemeinden jetzt erst recht vernachlässigt werden. Sollte das der „ländliche Abgeordnete" nicht durch die Praxis erfahren haben? Zusammenfassend möchte ich sagen: Hinweg mit allen Stolgebühren und Trinkgeldern! Aber gebet dem isr. Beamten das Notwendige zu anständigem Leben! Löset die Stolgebühren angemessen ab! Oberlehrer Spatz-Rexingen. Das Zeichen für Qualität Alfred Böhm „Feinkost- Böhm" STUTTGART / Calwerstrafee 18 | MAX GAILINGER [ | rustodttcttKtztcrel “1550 | | STUTTGART, Silbcrburgstr. 116 | | Telefon J.A. 607 0« | 1 empfiehl! la Fleisch- | und Wurst-Waren [ Bestellungen werden pQnkilkh und frei Haus ausgeführt. K*<be auf meine DetuWtLKlhlan late besonders Mfcnerksam E SoHiHiiHHiiiiiiiiiiiiiiinuiinuiHuuiiiiiiiiiimiiiuiiiuiHHiiiiiiiiiiiumiiin 00000000000000000000000009000000 g g 0 0 0 0 9 9l 0 0 g Das Haus für Kindermoden g I Bausdi & _ _ ‘ | § STUTTGART § p Calwerstr. 30 (Ecke Gymnaslumstr.) 0 a Fernsprecher Nr. 22314 g P l I I 00000000000000000000000000000000 Stuttgart Banzhafs Hotel Royal Tel.-Adr. Royalhotel 5 Mtn.r.Bahnh. e. Sdilofcplats Telefon 21557 100 Zimmer mit FermteleL, fl. Wasser- «. Prtratbfider M. 5 50 b. 6— Anndnnlf t. K|L Hoftrlnbaai Hfaufet« Feine Koche — Wein Handlung — Eigene Konditorei Wodienend Preii M. 0.— und 10.— Je nedi Zimmer Samst: Abendessen u. Obern.. Sonntag; FiflhstOdc u. Mittagessen FÄRBEREI SCHACKE SELBERBURGSTRASSB 167 2wuekm Rtinsömrgo. Angastom-Strass* Chemische Reinigung empfiehlt sich rar Frfihjahr-Saison in allen in sein Fach elnsdüagenden Arbeiten. ✓ billigste Preise. 9