Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 22 (16.2.1927)
- Date
- 1927-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/4904101-5441798-5442950--0960-4904979- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
526 — nal war ein Kenner der Philosophie, ein gedankentiefer und origineller Mystiker, ein gelehrter Astronom, der die Erdachsendrchung entdeckte und den Kalender verbesserte. Auch in seiner Ab neigung gegen das Judentum war cr nicht ohne Sonderbarkeit. Sie sollten unter Beibehaltung ihrer Tonderbräuch: das Treieinigleltsdogma annehmen, also Judenchristen werden, wie die in Rußland vor etwa 10 Jahren durch Rabbino witsch gestiftete Sekte. Natürlich fand Nicolaus v. Cusa mit seinem Vorschlag bei den Juden wenig Anklang. Aus Iiache verlangt cr auf dem Provinzial-Konzil zu Bamberg sorgsame Besol gung der Judenabzeichenordnung. Tie Männer sollten einen roten runden Fleck auf der Brust, die Frauen einen blauen Streifen am Kopfbund tragen. Er wollte Israel zu einem Pariarölk stempeln und verdankte doch jüdischen Philosophen so manche Anregung. So beruft er sich auf eine Lehre des Maimonides, die wie Guttmann in seiner Schrift über die Scholastik oersiche t, auch sonst in der Frührcnaissance großen Eindruck gemacht hatte: Nur sittliche Attribute dürfen von Gott angenommen und nn.cr'chieden werden: Bon (Lottes Wesen und Wegen darf uns nur das interessieren, was wir für unser Sittlichkeitsstreben brauchen. '* * * uotS, Tanzschule mir Heqelstr. 42 Sht: 26598 üiiiiiiimiiiiiiimiiiiiiiiiiiiim(iMiiimiiiitiiiiiiiiiiiiHiiiJMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii£ | C.Bühl * Stuttgart | : Ludwig «traßa a - Telephon S.-A. 636 57 i | Anfertigung von Sitz-Möbeln | nach gegebener Zeichnung oder Entwürfen | Reparatur- und Pollerwerkstatte | ÜiiimmiimimiiiiHiiiiiiimiimiiiimitmiiimiiiiimmmiimimiiMiiiiiJiirT ..... I MAX GAILINGER j I ISO ifelwuscmnclziicrcl | | STUTTGART, Silberburgslr. 116 1 § Telefon S A. 607 0« | empfiehlt la Fleisch* | und Wurst-Waren j Bestellungen | werden pünktlich und frei Haus ausgeführt. I Msdte snf mdse neoiritLKtthlan läge besonder» aufmerk—m SrnMiniHHiiiiiimmimiiHiimimmimiiiimimiiimmiiiiMimmiimmiir In die Kreise der deutschen Humanisten führt uns Reuchlin, dessen Name zuerst genannt zu werden pflegt, wenn von den Beziehungen der Humanisten zum Judentum die Rede ist. Ihn hatten jüdisch: Lehrer, der kaiserliche Leibarzt Jakob Lcans und der römische Bibelerklärer Obadja Ssorno, im Hcdrlischen unterwiesen. Seine hebr. Elementargrammatik i uilimc--cka hebraica folgte im wesentlichen dem Kimchi'schen (Grundriß. Reuchlin, der in seinem hebräischen Lehrbuch ein Monument dauernder als Erz und Stein ausgeführt zu haben glaubte, lehrt die Wichtigkeit der hebräischen Sprache für die richtige Erkenntnis der Bibel. Dem oft irrigen Vulgalatext stellt cr die „hebräische Wahrheit" gegenüber: „Soll ich leben, so muß die hebräische Sprache herfür, mit (solle» Hilfe, sterb' ich dann, so Hab' ich doch einen Anfang gemacht." Von christlichen Kennern des Hebräischen förderten ihn durch seine Bücher vor allen der Jugolstädter Profc sor Petrus Schwarz, der 147ü Bekehrungspredigten im Regensburger Judenvicrtel ohne Erfolg gehalten hatte, und dann einen iiactatus atl juilaennim e.xlii pandam perfidiain (erstes gedrucktes Buch :.iit hebräischem Alphabet in Ltuadraljchrist und mit Angabe ihres Lautwertcs: und dann als Beigabe zu seinem Ciiocliafli amcscliiaHi (der Steril des Messias) eine hebräisch: Lcselehre hatte drucken lassen, die Eduard Ackermann Elektrotechn. Fabrik Stuttgart Böblingerstrafie 43 — Telefon 708 22 Licht - Kraft - Hochspannung Signal- und Alarm-Anlagen billigste Preise FachgemSSe Ausführung / Prompte Bedienung Eisengrohhandlung lucht zum Eintritt im Frühjahr einen Lehrling mit guter Schulbildung. Selbstgeschriebene Offerten erbeten an L G. Hainlin Nachf., Stuttgart, Postst. 6 a I Schüler oder Schülerin Für Jungen, der Ostern die Realschule verläßt, suche Lehrstelle in Brei- und Fein blckerei. Offerten unt. B F 46 an die Geschäftsstelle des Blattes. die die hiesigen höheren Lehranstalten besuchen wollen, nehme in Kost und Logis. M. Straßburger, Oberlehrer, RotfweU a. N.