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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-02-01 · 21 (1.2.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
21 (1.2.1927)
Date
1927-02-01
Page
[Seite] (sequence 12)
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lag, den 21. d. M., und am Samttag. den 22. d. M., in Horb resp. in Rexingen über „Jüdische Jugenderziehung" gesprochen und am Sonntag, den 23 d M„ in Haigerloch (der dortige Jugendverein ist dem Landesverband Württemberg angeschlossen) über dat Thema: „Sind die Angriffe gegen den Talmud gerechtfertigt?" Die Vorträge fanden an allen Orten freudigen und ungeteilten Beifall. Nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die selbständigen Gemeindemitglieder hatten sich in großer Anzahl zu ihnen eingefunden, ein Beweis, daß auch auf dem Lande dat Bedürfnis nach jüdischer Fortbildung besteht, überall schloß sich an die populär gehaltenen Borträge eine rege Aussprache an. In Horb soll alle vier Wochen ein ähnlicher Abend abgehalten werden, dessen Leitung bis auf weiteres Dr. Cohn selbst übernehmen wird. Der dortige Familienverein wird seinen Mitglieder» den Besuch dieser Abende, die er als eine willkommene Erweiterung feiner eigenen Ziele aasieht, nahe legen, und den Jugendbund auch materiell, namentlich zur Beschaffung einer Bibliothek, unterstützen. In Rexingen wurde der Verein neu konstituiert. Hier wird Oberlehrer Spatz dem Bereinsleben seine bewährte Hilfe zuwcnden. Es wird Sorge getragen werden, daß auch hier die Veranstaltungen des Iugendvereins zu einem Sammelpunkt aller Gemeindemitglieder werden. In Haigerloch liegt die Leitung in den Händen des Lehrers Spier, der bisher schon seine Aufgaben in ausgezeichneter Weise erfüllte. Zu dem Vortrage hatten sich auch in dieser Gemeinde nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Mitglieder des jüdischen Frontbundes und des Zentralvereins eingefunden. | 493 — I Bartrag»abei»de im Berthold-Auerbach- Berein. Am 23. November 1926 sprach Regierungsbaumeister Guggenheimer üher .Moderne Bau- und WohnungSkunst". In dem ersten Teil seines Vortrags über die moderne Baukunst gab der Redner einen geschichtlichen Rückblick über die Bau- und Wohnungskunst. Nach der Gründerzeit, der Aera Wilhelm II., hat Deutschland« Baukunst im Vergleich mit der anderer Länder um Jahrhunderte zurückgestanden. Erst nach dem Krieg habe sich eine Besserung gezeigt. Es sei begriffen worden, dab die neue Zeit einen anderen (Bau-) Sinn erfordert: Exaktheit, klare Kontraste, Einheit in Form und Farbe, Uebereinstimmmung mit der Umgebung. Soziale und wirtschaftliche Bauten stünden heute im Vordergrund. Der neuen Baukunst stünden aber wirtschaftliche Schwierigkeiten hindernd im Wege. In dem zweiten Teil des Vortrags (über die moderne Wobnungskunst) gab der Redner zunächst Aufschluß über die Entwicklung der Wohnungskunst, die sich ähnlich der der Baukunst entfaltet hat. Die seit 1850 bis vor kurzem geschaffenen Erzeugnisse der WohnungSkunst, vor allem die Möbel, seien unschön und stillos. Doch habe sich seit dem Beginn des Jahrhunderts auch hier ein Umschwung zum Besseren bemerkbar gemacht; ausgehend von Wien (Sezession), das in dem Werkbund (Naumann) einen Schrittmacher gefunden habe. Auch die andere Wohnungskunst erfordere einen ncueren Stil: Einfachheit, nicht Ueberladenheit, Uebereinstimmung der Wohnräume und ihrer Einrichtung mit ihrem Zweck und der Lebensart und -auffaffung ihrer Bewohner. An den Vortrag schloß sich die Vorführung einer Reihe wohlgelungener Lichtbilderaufnahmen an. Dem Redner, der wie kaum ein zweiter dazu berufen xC.E.Hoff&Co.x Kohlenhandelsgesellsdiaft m. b. H. FriOlrUftffrMe 8, (am krledrlchsplatr) _ LA«EE: aamehasnraae (k. »O»«Me» sanca) FERNSPRECHER 20790 Nw crsfldafflge Brennmaterialien aller Art Sorgfältigste Belieferung! Unbedingte Garantie für abgeliefertes Gewicht mager, Marktplatz 6 gegi. 1«4* ♦ Stuttgart". Rnf 25254 Ittfft ftrma v«» 6«ftfi|ts)a>«lg<s am Platz« ampflahlt salnen bthinnlei Kaffee und Tee ln »«I» Jahrzehnten erprobten und fachmännisch zusammengastaHtan Mlschungan Direkter Bezog Eigene Rösterei Trensiileger > < $ TUTTGA QT£ Q »Saf lFABRIK X,EOQO SChOETTLE STUTTGART £ a £ a ha oosra iß/6 s ^IIIIIillllll|{|||flHUI[|IIIIUIIHIIIIWIIIIIillHUfllllHllllllltltUlflimmilllHlUIIUillHininMMM^! FRANK-SEIDEN! W Seidenstoffe - Bänder - Samte I GEBRÜDER FRANK 1 | Königstraße56 STUTTGART Tel. S.A.23209 W Wi!II!!i!l»!IUII!!I!,!l!!!II!lMllI!IM«II>IM««MWl!l!lI!IIlli«>IW>MMW hmmiuiüi,i»uiimuiii»i,,,iii»i,,,i,immmmuninmnie | Em. Kieninger / Stuttgart § | Malermeister | | Alexanderstraße 41 a / Tel 36177 | | Ausführung sämtlicher Malerarbeiten § äniiiiimiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiniiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiminiiiiiiimniinitiiR

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