Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 20 (16.1.1927)
- Date
- 1927-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 22)
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— 484 - Bedürftigkeit oder Notlage vorliegt; an Einleger, die über 65 Jahre alt find, werden Vorschüsse gewährt, auch wenn eine besondere Notlage nicht dargetan wird. Die Vorschüsse richten fich nach der Höhe der in Goldmark berechneten Einlage-Guchaben und sollen in der Regel bei dem einzelnen Einleger über 1l>0 Reichsmark nicht hinausgehen. Die aufzuwertenden Guthaben find seit kurzem festgestellt; es find nahezu 35000V Posten mit rund 184 Millionen Goldmark, einer Summe, die von keiner anderen württembergischen Sparkasse auch nur annähernd erreicht wird. Dagegen wird es noch einige Zeit anstehen, bis die Aufwertungsmaffe endgültig festgestellt ist. Es handelt fich etwa um 5000 Aufwertungshypotheken; bei einer ansehnlichen Zahl ist infolge erhobener Einspüche die Aufwertung noch ganz oder teilweise in Zweifel gestellt. Besonders schwierig gestaltet fich aber die Aufwertung der vielen, zum Teil sehr bedeutenden Darlehensforderungen an die Gemeinden und andere öffentliche Körperschaften. Der grüßte Teil, dieser Darlehen ist zur Zeit der vorgeschrittenen Inflation mit Zahlungen, die nur einen geringen Goldmarkwert hatten, getilgt worden. Der Schutz des Gläubigers, der für die Hypothekenaufwertung in der Rückwirkung bis 15. Juni 1922 und in der Ungültigkeit früher geschlossener Vergleiche gesetzlich vorgesehen ist, ist bedauerlicherweise im Anleihe-Ablösungsgesetz weggeblieben. So ist die Landessparkasse bei den meisten Gemeindedarlehen auf freiwilligeAufwertung angewiesen. Die moralische Verpflichtung hiezu ist schon von einer größeren Anzahl der schuldnerischen Gemeinden, Amtskörperfchaften und Kirchengemeinden anerkannt worden; viele halten aber noch zurück. Bet dieser Sachlage ist es noch nicht möglich, den Prozentsatz für die Einlazenaufwertung festzusetzen. Immerhin läßt fich soviel sagen, daß der im Gesetz vorgesehene Mindestsatz von 12V» »/»'erreicht wird, und daß die Sparkasse mit Hilfe der freiwilligen Zuschüsse, die sie aus den neuen Geschäftserträgniffen zum Aufwertungsfonds leistet, hinter den Ergebnissen der Mehrzahl der württembergischen Sparkassen nicht zurückdleiben wird. Familiennachrichten. Stuttgart. Eheschließungen: 14. 12. 22. Hugo Fröhlich, Kaufmann, mit Maria Lowinsky. Geburten: 20. 12. 26. Ellen, Tochter des Alfred Wolf, Kaufmann, und seiner Ehefrau Frida, geb. Landauer. Sterbefälle: 31. 12. 26. Ludwig Straus, Privatmann, 75 Jahre 1. 1. 27. Maximilian Richnowsky, Kaufmann, 66 2. 5. 1. 27. Frau Elise Eisinger, geb Neuhäuser, 26 I. 7. 1. 27. Emil Bieringer, Hausierer, 57 Jahre. (Berichtigung.) Der unter Stuttgart vom 10. 12.26 gemeldete Sterbefall soll heißen: JultuS Goldstein, Crailsheim. Marienstraße 24 Laden Ecke Sophienstraße (Sdtr&g gegenüber Cafe Fürstenhof) Eingang Kronenstrasse, Fernspredter S.-A. 262 33 Duipfwasdiinsblt und neuNisdierd Telephon S.-A. 71737 Annahme amtlicher Herren-, Sophienetra Be 17Hth. Damen- und Famlllenwtsche Laden: Katharinenstraße 39 schrankfertig — naß, trocken und Lerchenstraße 16 und gemengt — nach Gewicht Ba by-Ausstattungen »I» Stubenwagen 111111111111 G. Ulmer uuiinLi s™n"" •f|fllltMl RotilShlstr. 35 : Klalgstr. 40 Fachmännische Bedienung Billige Preise Iah« Kt cb er SL Havhaesa Ledermöbeland Tapeziergeschäft STUTTGART, An4atienstra$e 59 Anfertigung erstklassig. Ledermöbel Ausführung sämtlicher Tapezier- und Dekorations-Arbeiten TELEPMN KARL BRUST & Cie ' TELEPHON Nr. «0321 MÖBEL-Fabrik MAY bekannt HOLZSTRASSE 3-9 ein leistungsfähig