Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 20 (16.1.1927)
- Date
- 1927-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 16)
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— 478 — DaS deutsche Komitee pro Palästina zur Förderung der jüdischen Palästinafiedlung. Bereits im Jahre 1918 wurde in Berlin unter dem Eindruck« t>er Balfour Erklärung ein deutsches Pro Palästina Komittee ins Leben ge rufen. Es sollte ein deutsches Gegenspiel gegen die englischen Liebenswürdigkeiten für das „jüdische Volk" bilden. Als sich diese Liebens Würdigkeiten als recht windige Redensarten ent puppten, denen die Resonanz der Tat fehlte, löste sich das deutsche Pro. Palästina komittee in Wohlgefallen aus. Es ist der Betriebsamkeit Kurt Blumenfelds, deS Vorsitzenden der zionistischen Vereinigung in Teutschland, zu danken, daß sich am 15. Dezember ein neues „Deutsches Komittee pro Palästina zur Förderung der jüdischen Palä stinasiedlung" in Berlin unter der Teilnahme weiter offizieller Kreise begründet hat. Während der zionistische Revisionist Jabotinsky urbi et orbi ver kündet, daß der derzeitige Zionismus hilflos im Schlepptau des engl. Imperialismus hin und her gezogen wird und sich die Lcilung der Zionistischen Organisation krampfhaft bemüht, das Gegenteil darzulegen, soll jetzt die deutsche Oeffcntlichkeit über das jüdische Aufbauwerk in Palästina aufge klärt und die Erkenntnis verbreitet werden, daß diese Kolonisation ein hervorragendes Mittel für die Entwicklung des Orients und besonders „für die Ausbreitung deutscher Wirtschaftsbeziehungen und für die Versöhnung der Völker sei." Sicher ist der Plan, Palästina „aus seiner Oede zu wecken, groß und schön und rührend und fördernswert," wie es Thomas Mann in einem Briefe ausgesprochen hat. Wenn aber Namen in der Teilnehmerliste der konstituierenden Versammlung des deutschen Komittees genannt werden, deren antisemitische Einstellung feststeht, so ist leider wieder einmal die Feststellung gerechtfertigt, daß nationaljüdische Kreise die rechte Tistanz vermissen lassen, wenn es sich um die Förderung ihrer politischen Ziele handelt. Tie Frankfurter Zeitung und die C.-B- Zeitung irren in der Annahme, daß sich in zionistischen Kreisen die Erkenntnis durchgekämpft hat, daß der Siedelungsgedanke die politische Idee verdrängt. Tie offiziöse Aeußerung der „Jüdischen Rundschau" stellt die Angelegenheit anders dar: „Für den Zionismus, der auch hier in Deutschland viel mit böswilligen Anfeindungen zu kämpfen hat, ist es von größter Bedeutung, daß seiner Tätigkeit diese Ermunterung und öffentliche Anerkennung zuteil geworden ist." Tas deutsche Komittee pro Palästina zur Förderung der jüdischen Palästinasiedlung ist also tatsächlich nichts anderes CANNSTATT Max Nebel I.Cannstatter Neuwascherei und Dampfwaschanstalt Cannstatts: Waiblingerstr. S Femspp. Nr. 979 Spezialgeschäft für Stärk- und Familien - Wäsche In jeder Ausführung - Abholung täglich durch Kraftwagen Aaaahmeetallan: •tattfart: A. Langer, Hotzgirtenatrafie 15 — A. Sam, i Altshausen, Eislingen, Fellbach. Feuerbach, Preudeaatadt, Rosenbergstraße 53 — Johannesbad — Rote* Gaildorf, Gmünd, Göppingen, Hall, Heilbronn, Mannheim, i n»iii__n_ ck nM M Nürtingen, Pforzheim, Kottweil, Saulaau. Schorndorf MMrtnBe SB - Obttl. Orieb, Chrtenitr. J8, | Schram berg. Schwenningen, WaibltegenTVell dwsSSt' Eberfmrdstraße 17. { Würzburg, Zuffenhausen* ' „Grammophon'* Mußkapparate \ . „Polyphon" rLÄL™. MUSIKHAUS MAYER WILHELMSTRASSE 35 - TELEFON .514 72 Friedrieß. GBasso Qdamen- und ZfLerrett-^risier-Salon Q'arfiimeriegescfiäfi SHar&lstrafi* 6 GotlttSldll Tötlepton 951