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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-12-01 · 17 (1.12.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
17 (1.12.1926)
Date
1926-12-01
Page
[Seite] (sequence 23)
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— 401 — legende Ansprache über die Nationalitätenpolitik der Sowjet-Union. Die Sowjetregierung wende alle Kräfte an, um die Juden di« früheren Bedrückungen des Zaren-Regimes vergeben zu machen. Die Oktoberrevolution habe das Judentum schwer miitgenommen, das zum großen Teil aus dem kleinen Händlertum in den Städten bestand. Im Kleinbürgertum und in der russischen Intelligenz sei der Antisemitismus heute oft stärker vertreten als zur Zarenzeit. Dagegen sei er unter den Bauern und Arbeitern nicht vorhanden. Das den Juden zur Verfügung gestellte Land sei so gewählt, daß von einer Schädigung anderer Interessen keine Rede sein könne. Die russischen Juden müßten ihre Heimat auf russischer Erde finden. Die Auswanderung, insbesondere die nach Palästina, sei „Unsinn". Die Juden dürsten nicht die russische Erde verlassen, auf der sie seit tausend Jahren leben. Er erklärte sich auch gegen die .Auswanderung nach Amerika oder anderen Ländern. Die jüdischen Bauern in Rußland sollten in terrilorialer Einheit zusammengesaßt werden. Die Sowjetregierung werde in dieser Richtung Weiterarbeiten, auch wenn Auslandshilfe ausbleiben sollte. Larin sprach in seiner Red« von einer „autonomen Republik in der Nordkrim", von der Schaffung einer größeren territorialen Einheit jüdißher Siedelungen im Distrikt Cherson und meinte, es komme noch die Gegend am Asowschen Meer in Betracht. An der zu schassenden Siedlungsbank sollen sich die Staatsbank und ausländische Hilssunternehmungen beteiligen. Für das Werk am Asowschen Meer sind fünf Millionen Rubel für vier Jahre erforderlich. ,« Larin gab einen detaillierten Bericht über die gegenwärtige Lage und di« Zukunstsperspektiven der jüdischen Kolonisation in Rußland. Er wies darauf hin, daß die jüdische landwirtschaftliche Betätigung gegenwärtig fast zur Gänze koopei rativen Charakter trage. Es bestehen ungefähr 800 kooperative Gesellschaften in den jüdischen Siedlungen. Als Resultat dieser Zusammenarbeit und der dadurch, ermöglichten Anwendung neuester Hohenheimer- < NonuSus. Straße Ankauf Verkauf Ludwig Dreifuß, melier Olfeitrafce 42* kein Laden Telefon No. 27516 nee-fhfertifBaf, ReMntnrei UnerleltH. sms eiHMnutnn Gottfried Ruoff, Schuhmachermeister * Stuttgart Anfertigung orthopädischer Schüttwaren > Sämtliche Schuh-Reparaturen Gelegenheitskäufe stets am Lager Orient und a Perser Deutsche #^ Teppiche Tepplchkunst- Wascherei Stopferei und * Entstaubung K. THEURER v LMK STUTTGART Langeslra^e Nr. 8 Fernsprecher SA. 235 90 Julius Hirschfelder Stuttgart Marienstraße 32 * Das Haus für fesche Damenkleidung * Steter Eingang aparter Neuheiten in erlesenem Geschmack bei sehr mäßigen Preisen Eugen Mayerlen, Stuttgart Bfiduensira^e 15 Telefon 5.-A. 227 55^S6 m ** Spezialhaus für Flußu. Seefisdie [hihi. stiiK nt Cnütti Div. Delikatessen Prompter Versand bmS toiwlrlt Autpvermietung Karl & Friedrich Oetallng üetelstraftc MI PrtetflMfstr. TCL 2888# I TCL 21518 14 empfehlen sidt für Hochzeiten, Beerdigungen, Stadtfahrten, Tourenfahrten f Inu. Ausland (Iriptyqne u. Internationaler Führersrhein vorhanden) mit erstklassigen, gutfedemden Wagen (Ballonbereifung) bei sehr mäßigen Preisen 5913

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