Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 17 (1.12.1926)
- Date
- 1926-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
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hiesige« Synagogengemeinde. Er ist bereits seit 1913 in ihrem Borsteheramte tätig und hat sich bleibende Verdienste durch seine Mitarbeit in der Synagogenkommisfion und auf dem Gebiete sozialer Wohlfahrtstätigkeit erworben. Er gehört seit vielen Jahren dem Vorstand des L.J.W sowie des Wohltätigkeitsvereins an. Horb.(Synagogenbau). Nachdem die israelitische Gemeinde, die demnächst ihr 25 jähriges Bestehen feiern kann. Jahrzehnte hindurch ihre Andachten in einem überaus bescheidenen Mietslokale abgehalten, hat dieselbe nun mit dem schon längst gehegten Plan eines Synagogenbaues Ernst gemacht. Auf einem ideal gelegenen Platz, mitten in der Stadt, der vom Gemeinderat in dankeswertester Weise der israelitischen Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, soll das Synagogengebäude errichtet werden. Eine unter dem Vorsitz des rührigen Kaufmanns Sigfried Stern am 13. November stattgehabte Gemeindeversammlung hat einstimmig den Beschluß gefaßt, sobald als möglich mit dem Synagogenbau zu beginnen, der durch die Pläne der bekannten Stuttgarter Architekten Bloch und Guggenheim schon vorbereitet ist. Neben dem Vorsteheramt. bestehend aus den Herren Sigfried Stern. Hermann Tannhauser, Willy Gideon. Max Schwarz, und Rabbiner Dr Schweizer, wurde noch eine Bau- Kommission gewählt (die Herren Wolfsheimer, Liebmann, Hanhart und Wälder), die besonders die Finanzierung des Bauwerks in die Wege leiten soll. Man hofft auf einen namhaften Beitrag von Seiten des israelitischen Oberrats, sowie auf die Bereitwilligkeit des Herrn Hermann Hirsch in Dettensee, der die dortige. längst verlaffene Synagoge der Horber Gemeinde in liebenswürdiger Weise zu üderlaffen gedenkt. Da die Synagoge in Horb im traditionellen Stile erbaut wird, und der Gottesdienst darin in althergebrachter Form abgehalten wird, ist e« ein besonders verdienstliches Werk, zur Förderung dieses Heiligtums mitzuwirken. Tübingen. Der Beginn des Wintersemesters brachte eine Anzahl intereflanter Antrittsvorlesungen neuberufener Professoren. Zu erwähnen ist besonders die Antrittsrede des Professors Gerhard Kittel, des Sohnes des berühmten Leipziger AlttestamentlerS Profeffor Rudolf Kittel, der 1912 und 1913 durch feine Gutachten in dem gegen Theodor Fritsch vom C. V wegen Gotteslästerung und Beschimpfung der jüdischen Religionsgemeinschaft angestrengten Prozeß zwar die Entstellungen Fritschs nachwies, ihm aber die bona fides zusprach -- die Warburgprozeffe gegen Fritsch haben in jüngster Zeit jedem den wahren Charakter Fritsch« enthüllt — und wesentlich zu seiner Freisprechung beitrug. Profeffor Gerhard Kittel sprach in seiner Antrittsvorlesung am 28. Oktober ds. Js. über »Urchristentum, Spätjudentum und Hellenismus" und zeigte die Be Ziehungen zwischen Judentnin und Hellenismus einerseits und beider Beziehungen zum Christentum andererseits. Im Gegensatz zn manchen phantastischen arischen Wiffenschaftlern stellte er sich auf den Boden der Wahrheit, indem er ausführte, daß das Urchristentum im Judentum die Mutterreligion anerkannte. .Das Heil kommt von den Juden." Neben dem Alten und Neuen Testament würdigte er auch die rabbinische Literatur der .Talmudim und Midraschim" als wich- * Qualiiäts - Möbel in erstklassiger Ausführung finden Sie in den flusstellungs-,.Uerkaufsräuinen Stuttgart, flBtkarstr. 41 der Möbel fabrik J. G. Hornbacher Zuffenhausen Neuwascherei Haller I LUDWiaSTRASSE 110 I Spezialität: — I Kragen, Manschetten, Vorhemden I Oberhemden / Gardinenspannerei I Familienwästhe nach Gewicht I Nähmaschin n 1*1 HM vorzügliches deutsches Fabrikat 1 IHI1 «r Haushalt aewapba ladaatrla Wlmpfl, Conradt&Qe., Stuttgart, Kranprlozstra&eZZ Esslingen, Untere Metzgerbachstraße 9 ► Auf Wunsch erleichterte Zahlungsbedingungen I < Kernseife, Schmierseife, Seifenspäne, Seifenpulver, Feinseifen, Bodemvaths, sämtl. Wasch- und Putzartikel in nur betten Fabrikaten und großer Auswahl Heinrich Hilda SelienfpeilaHefdiail Rötestrafte Nr. 50 / Fernspretfeer 018 70 Lieferung auf Wunsch ins Haas Die Stuttgarter Kaufmännische Fachschule E. Z e p f’“1»®« Institut Stuttgart, Paullnenstraße 37 und 37 a Gegründet Im Jahre 1904 Jahresklassen I—VII, je nach Vorbildung versendet an Aufnahmesuchende Lehrpläne kostenlos. Steppdecken (eigene Anfertigung) Verkauf zu Fabrikpreisen Aufarbeiten von Daunen und Wolldecken Fadigemtfe Beratung / Billigste Preise BETTEN- UND AUSJTEUERGESCHÄF T W. DUTTENHOFER, STUTTGART Chorlottenstrofce 24 / Telephon 5.A. 27! 26 FRANZ HÖHLEIN Feine Herren- und Damenschneiders! Reichhaltiges Lager in deutschen u. englischen Stoffen j Mäßige Preise . STUTTGART« / Hohenheimerstraße 6J