Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 17 (1.12.1926)
- Date
- 1926-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
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- 389 — Mit dem Nachweis, daß das Judentum religiös« Weltanschauung ist, hat das Sonderheft sich allerdings selbst widerlegt. Mehr Selbstachtung, meine Herren, und mehr Selbstkritik! Aus den Gemeinden Württembergs. Stuttgart. Am Donnerstag, den II. November' veranstaltete die Stuttgarter Ortsgruppe des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus im Oberen Museumesaal einen Vortragsabend. Geheimrat Professor D. Baumgarten sKiel), der bekannte evangelische Theologe, sprach über „Deutschtum, Christentum, Antisemitismus". Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. In streng wissenschaftlicher vornehmer Weise behandelte der Redner die Frage, wie der deutsche Christ zu Antisemitismus und Judentum sich zu stellen hat. Er versuchte dem Antisemitismus gerecht zu werden und den guten Kern in ihm herauszufinden. Trotzdem war der ganze Vortrag eine entschiedene Ablehnung de« Antisemitismus aus nationalen und fittlich religiösen Gründen. Kriegspsychose und mißverstandener Jdeali-mns haben nach dem Krieg diese Bewegung aufflammen lassen. Aber schon kann ein starkes Abflauen festgestellt werden, und in Anbetracht der inneren Zerklüftung könnte »mm fie ruhig der Selbstauslösung überlassen. Trotzdem ist nicht etwa eine leidenschaftlich Agitation, aber ein« sachliche Abwehr dieser Geistesverwirrung ein Gebdt der Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Im einzelne« zerpflückte der Redner eine ganze Anzahl der bekarmten gegen das Judentum erhobenen Anklagen: Kriegsgewinnler und Juden, Judentum und Sozialismus, Judentum und Revolution, Judentum und die Presse Er behandelte das Raffenproblem, und die Stellung dergroßen Männer zum Judentum und stellte am Schluß d«S ersten Teil« deS Vortrags fest, daß der Antisemitismus eine durch! aus undeutsche Bewegung ist einmal wegen der Verleugnung der gründlichen deutschen Wissenschaft, sodann wegen der nationalen Enge, in welche [er im Widerspruch mit den großen deutschen Klassikern i den deutschen Geist zu sperren sucht, und drittens wegtn der Unterwertung der Persönlichkeit und Uebroschätzung des Naturhaften. In dem zweiten, kürzer gefaßten Teil befaßte sich der Redner mit dem religiösen Antisemitismus, der die Religion der Deutschen von asten jüdischen. HANDELSSCHULE PAUL VOGEL / STUTTGART h Frfedrldiitrasie 41 Fernipredier Nr. 259 97 Beile Ausbildung für das kaufmSnn. Kontor Elektr. Heizkissen Wärmflaschen Leibwärmer Wärmkrüge Vereinigte Elfenbandlungen Zahn-Nopper STUTTGART, SHItsslrasse S-10 KUNSTBAUS SCHAUER STUTTGART. MARIENSTRASSE >4 WECHSELNDE GEMÄLDE-AUSSTELLUNGEN ERSTKLASSIG^ REPRODUKTIONEN GRAPHIK KUNSTGEWERBE Bücher über kunst EIGENE RAHMEREI MIT REICHHALTIGEM RAHMENLAGER Württembergische flotenbank STUTTGART Frledrlchatrasse' Nr. 32 und Deposltenkaase Handelshof kauft beleih« verkauft verwahrt verwaltet Wertpapiere Verzinst zu günstigen Sätzen Spargelder gIM ' Waren - Lombarde Erteilt individuell und kostenlos Rat in allen Geldangelegenheiten