Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 15 (1.11.1926)
- Date
- 1926-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
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— 346 — Menorah zu einem Faktor der modernen jüdischen Aulturbestrebungen zu machen. Unter großen Öpfern hat die „Menorah" das soeben erschienene Heft zu einem Sonderheft „Beiträge zur jüdischen Volkskunde ausgestaltet, welches von dem bekannten Herausgeber der „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde", Rabb. Dr. Max Grunwald, rckigiert wurde. Tie Publikation ist inhaltlich, wie durch di: zahlreichen Bildbeigaben von höchstem Interesse für den jüdischen Leser und wich gewiß zahlreiche Freunde finden. ] Aus der Fülle der interessanten Beiträge heben wir Arbeiten von Tr. Adolf Löwinger, Rabb. S. Bamberger, Tr. Max Grunwald, Mathias Mieses, Tr. Samuel Blasch, Tr. I. Zoller, hervor. Tie wertvollen, bisher zum Teil unbekannten Abbildungen ergänzen glücklich die durchaus volkstümlich gehaltenen Beiträge und werden dem Hefte eine rege Anteilnahme sichern. Aus der jüdischen Märchen- und Sagenwelt. Die Erde ist «in Tvtenhaiis. König Salomo fragte einmal einen Einsiedler, warum er in einer Höhle hauste. Der Einsiedler antwortete: „Ich wollte mir ein Haus bauen, aber dab.'i keinem rauben, was ihm gehört. Ich ging auf das Feld, um Steine zum Hausbau zu sammeln. Aber ich fragte die Steine zuvor: Wem seid ihr zu eigen? Ta antworteten die Steine: Unter uns ruhen Tote, deren Gebeine wir schützen müssen; es gibt keinen Stein, unter dem nicht ein Menschenrest ruht. Ta ging ich zu den Bäumen und wollte sie fällen, um aus ihrem Holze mir ein Haus zu errichten. Tie Bäume aber baten: Laß uns doch stehen; der Saft in unserem Marke stammt aus Menschenblut und Menschenbein, die unter unseren Zweigen ruhen. Da wollte ich, so sprach der Eremit weiter, mein Haus aus Lehm und Staub aufbauen. Aber wo ich die Erde berührte, sprach sie zu mir: Ich bin Staub vom Menschenstaub und gehöre den Toten. So erfuhr ich: Es gibt keinen Stein aus Erden, der nicht einen Toten deckt; es gibt keine Pflanze, die nicht aus toten Menschen ihre Nahrung erhält; es gibt keinen Staub, der nicht schon in einem Menschen gelebt hat. Die ganze Erde ist ein großes Totenhaus, das überall kündet: denk' an den Tod. Darum flüchtete ich aus dem Totenhaus, um in dieser Felsenhöhle dereinst zu sterben." Weltspartag. Am 31. Oktober war Weltspartag. Ein Weltspartag soll nach dem Beschluß des ersten WeltkongreffeS der Sparkassen, der 1924 in Mailand tagte, am 31. Oktober jeden Jahres stattfinden. Ec soll ein Werbetag für den Spargedanken sein. Er soll allem Volk vor Augen führen, daß überall auf der Erde anerkannt ist, wie wichtig die Pflege der Sparsamkeit sowrhl für den Einzelnen, wie für die Allgemeinheit ist. Es handelt sich bei dem Weltspartag um edle Bestrebungen und Gedanken, die gemeinsam - international sind. Dagegen hat der praktische Zweck des Sparens durchaus keinen internationalen Charakter. Der praktische Zweck des Sparens ist der Natur nach egoistisch, daS heißt in erster Linie muß und darf der Sparer seinen eigenen Vorteil im Auge haben, der darin besteht/ daß er sich und seiner Familie durch das Sparen die Mittel für späteren notwendigen oder nützlichen Bedarf ansammelt; damit verschafft sich der Sparer einen starken, sicheren Rückhalt. In zweiter Linie nützt der Sparer seinem Vaterlande, indem er dazu beiträgt, daß sich Kapital als Grundlage für eine gedeihliche wirtschaftliche und soziale Entwicklung bildet. Es mögen hier die Worte wiederzegebcn sein, die der Reichsminister des Innern vor kurzem de», allgemeinen Deutschen Sparkaffentag gewidmet hat: „Jede ersparte Mark ist ein Tropfen befürchtenden ULM?, Miller <$. Sobn t> o f - 7 u w e l i e r Ulm ö. £> o tt ü u 0onaustrasie l. Telefon 352 ipeqrüodel 1638 Ludwig Wör/, Ulm a. D. Tach- und naBgeichäft Scbtibbausgtsse 7 » Telefon Nr. 1256 Empfehle midi für die kommende Saison im Anfertigen sämtlicher Aleidungsßücke xu müßigen Preisen auth von gebradden Stoffen Ständiger Eingang von Stoff-bieuheiien! GEBRÜDER KRAFT Fernruf 915 » Inh. J. KRAFT » Frauenstr.53 Spezialhau* für Elektrotechnik » Beleuchtungs-Körper Neuanlagen - Reparaturen rt rrr» me mw » m » (Dscar <JCammerer / Qflm vormals ’Val.Vlngtlmalor ■TSangestr. 18, Tpelef. 768 rSpe^ial-Qescfiüfl für Feinkost, 'Wild und QeJIügel ITCalte Platten, 3)eli/L-QesdienfuCörbe