Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 15 (1.11.1926)
- Date
- 1926-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
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1 " . )JiJilJ,IIJIi)iWWP""l ^^WWWWUMWWWWWWW — 341 — der Aehnlichkeit mit dem Gesetze von der hoffenden Frau ausgehen, mögen Sie, Herr Levy, recht haben. In der Art aber, wie Sie die Sätze, über welche wir sprechen, zitieren oder, da Sie sicher das hebräische Original im Sinne haben, übersetzen, haben Sie bereits Ihre Auffassung in die Uebersetzung hineingelegt. Was aber berechtigt Sie zu dieser Uebersetzung und folgerichtig zu dieser Auffassung 2" Levy: Nun, in allererster Linie das betreffende Wort tachas. - Dieses bedeutet „an Stelle von" und wird gebraucht, um zu sagen, z. B-, „der Sohn tritt an die Stelle des Baters", oder ,^twas ist der Ersatz für etwas Anderes." Zu dem Wortsinn dieses Begriffs kommt aber der Geist der Thora — Sie sehen, ich bleibe nicht am „Buchstaben" kleben, sondern lasse den „Geist" walten. Also der Geist der Gerechtigkeit und Liebe der Thora, von welchem unser Gespräch seinen Ausgang genommen hat. Der Geschädigte, sei es, daß er aus Böswilligkeit, sei es aus Versehen und Unvorsichtigkeit geschädigt worden ist, soll doch „entschädigt", sein Schaden soll möglichst wieder gut gemacht werden. Ist dies der Fall, wenn sein Beschädige! auch sein Auge, seinen Zahn, seinen Fuß usw. verliert? Und weiter, wenn schon der Gerechtigkeit auf solche Weise Genüge geschehen soll, wie kann man dem „Verbrecher" genau das gleiche Maß Schaden, denselben Schmerz, dieselbe Gefährdung der Gesundheit und des Lebens, die gleiche Entstellung zuteil werden lassen; nicht weniger, aber auch nicht mehr, als der Beschädigte erlitten hat?! Also, da wäre von Gerechtigkeit und selbst, wenn man das Recht der Bergellnng, jus talionis, sagt der Rechtskundige, gelten lassen wollte, keine Spur und keine Möglichkeit. Und gar von ,Liebe" und Milde, von welcher die Thora voll ist, wäre erst recht nichts zu merken!" Ich: „Sie haben, wie ich sehe, Ihren „Kaufmann von Venüng" nicht umsonst gelesen." Levy: „O, nein, das weiß ich aus einem viel alleren Werke, aus dem Talmud, der dies alles FUtfuu. x- Hohenheimer- Straße 27 Gottfried Ruoff, Schuhmadhermeisier » Stuttgart Anfertigung orlhopSdiicher Schahwaren - SSmtHche Schah-Reparaturen Amkeaf Verkam/ Lodwlj Drettuß, jmmt OigaOnie 42 Mn Laden Telefon No. 2791« Gelegenheitsk&ufe stets am Lager Orient und Deutsche Tepptchkumt' Stopferei and < Perser Teppiche Wucherei Entstaabung K. THEURER / S STUTTGART Lugefirite Nr. 8 » Fernsprecher SA. 23594 Eugen Mayerlen, Stuttgart MdNMlrtfe 19 Telefon S^A. XXI SS/t* ^Aa, Spezialhaus für Flußu. Seejisdie üutn.ItiüiiilCwim Diu. Delikatessen Prompter Versand nach •aswlris Julius Hirschfelder Stuttgart Mariens trafie 32 * Das Haus für fesche Damen- Kleidung * Steter Eingang aparter Neuheiten in erlesenem Geschmack bei sehr mfifiigen Preisen Korsettenhaus Stift Bl Korsetten {Büstenhalter, Ohnteriaillen Strümpfe in erstklassigen Fabrikaten tiuiuittuinii)imiiitiittiiiiiiuiiaituiwiBiii«utttiHUituiiiw»iiiitnmiwBttaHini Stuttgart, Königstraße 42 Telephon 23212 5719