Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 14 (16.10.1926)
- Date
- 1926-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/4904101-5441798-5442934--0745-4904771- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 319 — Aber einer hatte kein Wort der Klage, er arbeitete Tag und Nacht, Könnte sich nichts, um nur für seine Frau und Kinder Brot herbeizuschaffen. Kein Neid auf seine begüterten Nebenmenschen erfüllte ihn, er weinte seinem verlorenen Bermögen keine Träne nach und war noch von Dank erfüllt, daß er die Kraft besaß, für die Seinen in mühseliger Tagesarbeit fronen zu können." „Ein braver Mensch, es soll ihm vergolten werden", sprach Gott und forderte den dritten Engel aus, zu berichten. „Ich überschüttete die Menschen mit großem Reichtum. Die meisten wurden stolz, hochmütig, eingebildet, aber einer war darunter, der lebte einfach und bescheiden weiter wie bisher. Er blieb seinen alten Freunden treu, verwandte sein Bermögen, anderen beizustehen. Kein Armer ging ungetröstet von ihm, denn mit gar milden Worten begleitete er seine Gaben. Für ihn war scher Nebenmensch ein Bruder, den Aermsten betrachtete er als seinesgleichen." Da freute sich der liebe Gott, als er diehörte. „Diesen Mann lobe ich mir vor Allen. Ihm werde reicher Lohn. Ein Knabe soll chm geboren werden, Erbe seines Vermögens und all der edlen Eigenschaften, die ihn zieren." Wir dankten Onkel Mosche Wolf für seine sinnreiche Erzählung. Ter kleine Willi aber, der gar aufmerksam zugehört hatte,' rief: „Der brave Mann, das war mein Papa." „Wie kommst du denn darauf, Willi", fragten wir erstaunt.. „Ja, weil der liebe Gott ihn belohnt hat und mich hat geboren werden lassen." Ta mußten wir alle lachen; Onkel Mosche Wols aber sagte ernst: „Es wird schon so sein, Willi, wenn du immer brav und gut und Wohltäter der Armen sein willst. „Das werde ich ganz gewiß," sagte der Junge und es klang wie ein Gelöbnis. STUTTGART Inhaber: PAUL ERPF neben der Hauptpost III Großes HOWfM&HlilS&LWa \«nrrm«T/» 1 «Ae/ Bücherlager Qlpserel und Stuokgesohttft LeltaroerOatbau, Varlaihanatatt Stuttgart MoHknetr. ss!! Tal««. S-A. eoe a Julius Rank ArndNUMuren Brndunann-Besledce Saniert, Ekirlirfctr.65 OiiflNisifeustalt iif nuMsdunl Telephon S.-A. 71737 Sophlanatraßa t7Hth. Imi: Kathartnsnstnft« und UrdtMitnfli 18 und gumangt — nach Qawkht Wir bitten ff!?3S5SÄ?> sich empfehlende» Firme« z» deeSeksichtt-e«. — HlHatreD Ooriritug lehrt u. nimmt ab Max Eil Herzogstrn6e 6 c Telefon Nr. 4502 Mfl&m! direkt vom Hersteller tob Mark 110 - aa in Stoff nnd Leder. Leser diese* Blattes 5 Pros, extra Rabatt. A. GÖT STUTTGART Panlinenstr. 56 Ono j XjbNi>*iro:rf£| TAP^ DEMPEM *“ UMD N2tuTznAnri Dr. n«*rs Hnrt- „NATURA“ •oUle vom geenadh. Uat-1 pasdd aas tob eilen Freuen I oMMÄe» getrogenwerdc«. I Des stobfrele .Notare* hell tadellosen SHs bei voBsiin-1 dlger Bewegung«-Fr rih fit I «HInread aewUsrt bat! Sekwangertekaft.HSngc-1 Ulbn.UnSerkJbsegertS.1 ■ ipnlilb— BI EUGEN HÄCKBRl Matts. «,Krtag*'6drJS [ Tdcpboa 30099 Ueber 300000 Xrmnke 2 j benützen gegen Nervenleiden, Rheuma, Qkht \ und riete andere Krankheiten mH Erfolg ] den elektro-gelveniMhen Sthwoehrlrom der j | ---- - WOHLMUTB-APPARATS --| { Prospekte, Zeugnisse, Auskunft koftentoi d. dL S j Wohlmuth-Insiitut / Langcstr. 11 b j }Apparate werden a n dt ve rmte t «/ |