Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 14 (16.10.1926)
- Date
- 1926-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 23)
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durch Fragen festgestellt, wer wir waren, machte er sich ein« Freude daraus, uns in liebenswürdigster Weise das Gotteshaus zu zeigen. Es ist im Jesuitenbarock erbaut und erinnert in seinem Aeußern lebhaft an das von Israel Jakobsohn in Seesen errichtete Gotteshaus. Der Betsaal mit seinen 20 Sitzreihen faßt 300 Personen. Er wird von 154 Kerzen erleuchtet, die von alten, teilweise kostbaren Leuchtern gehalten werden. Die Kanzel, die mit dem hebräischen Psalmvers 34,12: „Kommt Kinder, hört mir zu, ich will euch Gottesfurcht lehren" geschmückt ist, steht seitwärts erhöht, fast wie in einer Kirche. Auch die großen Deckengemälde wirken durchaus christlich. Sie haben zwar keinen Kunstwert, geben aber dem Hause seine besondere Note. Da hat der Maler die Offenbarung am Sinai, die Sintflut usw. dargestellt. Aber auf allen Bildern ist mit Rücksicht auf das Bibelwort die Darstellung von Menschen unterblieben. Das Gotteshaus wird schon seit Jahren nicht mehr benützt. Gottesdienst wir nur noch am Freitagabend in der einstigen Frauenempore abgehalten. Voll Freude'zeigt uns unser liebenswürdiger 317 — I Führer den reichen kostbaren Thoraschmuck und I die wertvollen handgestickten Bochänge aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert, die in Eisenschränken aufbewahrt wecken. Leider ist ein Teil des Bestandes bereits veräußert worden! Mit besonderem Stolz zeigt uns der Führer die Büste des berühmten Wiener Oberkanwrs und Komponisten Prof. Salamon Sulzer und das Bild des Hohenemser Arztes Steinach, des Vaters des weltbekannten Wiener Professors, im Treppenhaus der Synagoge. Beide sind Hohenemser Kinder gewesen. Den alten jüdischen Friedhof konnten wir in der Abendstunde nicht mehr besichtigen. Üm ihn zu sehen, übernachteten wir in Hohenems. Es war gar nicht so einfach hier Nachtquartier zu finden. Die Preise waren sehr mäßig, da wir aber frisch« Bettwäsche verlangten, mußten wir 25 Prozent Aufschlag zahlen! In aller Morgenfrühe nahmen wir den Weg zum jüdischen Friedhof. Allerdings beanspruchte er statt der uns mitgeteilten 20 Minuten fast dreiviertel Stunde. Der Weg führte durch Wiesen am Wald und an wuchtigen Felsen entlang. Der HEILBRONN Karl Gertler Juwelier SpailallUti Bruckmann. - Kaiserstr. Silber-Bestecke i_ ne sati* m mti Garne., „ , Kurzwaren Strumpfe Trikoiwäsche Wollwaren L. ZEHENDER ■17k«/Tauf.5i6 OHR. BRANDT, Hofphotograph ClarastraBe a / Telephon loes Mit höchsten Preisen eusaezelchnet Photographie und Malerei Oel / Pastell / Aquarell Reproduktionen und Vergrößerungen nach Jedem Bilde HEILBRONNER HANDELSGESELLSCHAFT BT* KARLSTR. 2* X Brennmaterial X FERBSPRECHER 13411.137 W. HESPELT / Heilbronn a.N. Telefon Nr. 29 — Kramstraße 16 Uhren in reichster Auswahl,gediegensterAusfflhrung und allen Preislagen ^Modehaus 8. <Jr. Staedle 'zKeilbronn a. SY". LohtorstraB* 34/36 — SOlimratraS« 25 Bekannt für nur gute Qualitäten Unerreichte Auswahl und Preiswürdigkeit I TH. TREUER am Markt, Talafon 312 Lebende Flußfische Ia. Mast - Geflügel Prompter Vereaad aeoh eeswlrts.