Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 14 (16.10.1926)
- Date
- 1926-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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— 300 - A«S den Gemeinden Württembergs. Ctattgart. Am 1. Oktober beging der Eeniorchef. der 1843 gegründeten, seit 1858 hier etablierten Wein« großhandlung Seeligmann Hirsch, Herr L o u i s H i r s ch, stell». Präsident de« Isr. Oberrat«, die Wiederkehr de« Tage«, an dem er vor 50'Jahren in die elterliche Firma eingetreten. Der Jubilar, der trotz seine« hohen Alters der Firma mit einer bewunderungswürdigen Tatkraft vorsteht, wurde seitens de« gesamten kaufmännischen und tech> nischen Personal« in finniger Weise nach Gebühr gefeiert, wobei die tiefe Verehrung und Wertschätzung gegenüber dem Ehef beredten Ausdruck fanden. Mögen sich die in überaus reicher Anzahl eingegangenen Glückwünsche verwirklichen, und seine vorbildliche Betätigung auf dem Gebiete de« KirchenwesenS und der Wohltätigkeit weiterhin vielen zum Segen gereichen. Stuttgart. Verein Jüdisches Lehrhaus. Folgende Kursänderungen haben sich notwendig erwiesen: Hebräisch (Dr. Rieger) nicht mehr DienStag- Abend, Gemeindehau«, sondern Donnerstag 7 Uhr, Calwerfiraße 33. Geschichte (Dr. Rieger) nicht mehr DonncrStag 7»/, Uhr, sondern Donnerstag 8'/« Uhr, erstmalig am 14.Oktober. Gastwetser Besuch ist in allen Kursen in den ersten 2 Stunden zulässig. Anmeldungen werden außer bei der Geschäftsstelle auch in den Kursen entgegengenommen. Lrrgliugeu. Als einzige Schülerin der großen evangel. Volksschule in ArchShofen erhielt die 12 Jahre alte israelitische Sckülerin Berta Rosenheimer, Tochter Bereinsanzeigen. Programm der zionistische« Ortsgruppe Stuttgart. An unsere Mitglieder und Freunde! Die zionistische Ortsgruppe Stuttgart will auch im kommenden Winter wieder ihre Mitglieder und Freunde durch regelmäßige monatliche Vortragsoeranstaltungen vereinigen. Der Zweck dieser Vorträge soll in erster Linie sein, unö über die Vorgänge in Palästina selbst, sowie innerhalb der zionistischen Organisation auf dem Laufenden zu halten. Außerdem werden wir un« bemühen, möglichst alle Fragen zu erörtern, die für da« . Judentum von Interesse sind. Außerhalb der zionistischen Ortsgruppe wollen wir vor allem die jugendlichen Kreise, aber auch alle Erwachsenen, die an jüdischen Dingen Interesse haben, in den 14täglich statlfindenden Abenden der zionistischen Arbeitsgemeinschaft sammeln. In der zionistischen Arbeitsgemeinschaft sollen Zionisten und Mchtzionisten sich zu dem Zwecke vereinigen: um ihre gegenseitigen Ansichten über Zionismus und alle jüdischen Interessengebiete in persönlicher Aussprache auszutauschen. Es ist dabei selbstverständlich, daß auch den Gegnern unserer Anschauung völlige Rede- und Meinungsfreiheit zugesichert wird. Stuttgart, den 10. Oktober Der Vorstand. Berauftaltuuge« der zionistische» Ortsgruppe. Donnerstag, den 28. Oktober, abends 8»/« Uhr im kleinen Saal de« Gustav-Siegle-HauseS Vortrag des Herrn Eduard Januar, Stuttgart, und de« Herrn Dr. Rudolf Rothschild, Weil rm Dorf, «Unsere Palästinareise- Am 2. November. I Vortrag des Herrn Dr. Bonem »Hygiene in Palästina- Beraustaltungeu der Arbeitsgemeinschaft jeweils im Lesezimmer deS Hotels am Stadtgarten jMetallarbeiterheim) abends 8‘ i Uhr Am 26. Oktober Vortrag des Herrn Dr. Bonem »Degenerationserscheinungen bei den Juden- Am 9. November Vortrag de« Herrn Alfred Levy, »Bringt der Zionismus die Lösung der Juden frage? Am 23. November, 7. und 21. Dezember Vortragszyklus des Herrn Hirschberg »Die Entfaltung der Persönlichkeit Herz!« durch den Zionismus- Aufruf. ES ist wohl das traurigste Kapitel des MenschheitSelend«, daß es Mütter gibt, die nicht imstande find, ihre jttnder zu ernähren, zu kleiden, zu erziehen und sie etwas lernen zu lassen, — dir sich von ihnen trennen wollen, um sich selber wieder emporzuarbeiten und den Kindern die Möglichkeit geben wollen, in geordneten Verhältnissen — gesunde Menschen zu werden. E« sind nicht die schlechtesten Mütter, die un« bitten: »Gebt mein Kind in gute jüdische Hände; ich kann nicht für es sorgen.- Andererseits gibt eS Frauen mit mütterlichem Empfinden, denen da« Erlebnis der Mutterschaft versagt ist, die sich nach einem Kinde sehnen, an dem sie und ihre Familie neue heilige Aufgaben zu erfüllen haben. Wir wollen beiden helfen. Wir suchen Mütter für die unS gemeldeten Kinder Wir suchen Kinder für die fich uns meldenden Mütter Wer an unserer Arbeit mithilft, dient dem Judentum. Zentralstelle für jüd.AdoptionSvermittluug des Jüdischen Frauenbundes. Vorsitzende Frau Lina Mosheim. Geschäftsstelle: Elberfeld, Genügsamkeitstraße 7 % SamsoiHdmie ln WolfcBbflflel | ® (Gegründet 17M) | Q Kleine Kiesten I » Rituelle Verpflegung. ® 0 ö« Winterhalbjahr brg. am Dienstag 12. Okl. 1030 2 GSSFvÄSSSGSFSFSGÄSGSÄSGSFSLSSSGS KindBr^ErhDlungshEim Jüdisches Landheim Wolfraiihansen im Isartal b. München, 570 m über dem Meere. Sonniges, staub* und nebelfreies alpines Klima. Aerztlich empfohlen für schwfich* liehe, nervüse, blutarme Kinder. Besonders günstige Erfolge im Herbst und Winter. Auf Wunsch Unterricht in allen Fächern . der Volks- und Mittelschulen. Tagessatz Mk. 4.-. - Prospekte kostenfrei.