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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-08-16 · 10 (16.8.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
10 (16.8.1926)
Date
1926-08-16
Page
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" wm i 11 " 'S!" Juden seit 150 Jahren. Der erste Jude, der die Erlaubnis erhielt, sich in Stockholm niederzulassen, war Aron Jsak aus Mecklenburg. Das war im Mai 1775. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein waren die Juden Schwedens religiöskonservativ. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts begannen die liberalen Tendenzen vorherrschend zu werden. In den letzten Jahren sind infolge der Einwanderung von Juden aus Osteuropa und Deutschland die orthodoxen Tendenzen stärker geworden, doch stehen die älteren Mitglicker unserer Gemeinschaft, die Judentum mit schwedischer Kultur und Tradition verbinden, den neuen Ideen fremd gegenüber. Vor kurzem hat das schwedische Judentum eine Summe von 6000 Pfund für den Palästina-Aufbau aufgebracht. Die Abendsitzung vom Montag war der allgemeinen Aussprache gewidmet. Prof. Dr. Elbogen, Berlin, führte ungefähr aus: Das Wunderbare an der liberalen Bewegung ist ihre Selbstkontrolle und ihre Selbstkritik. Liberales Judentum bedeutet nicht Abbau, sondern Aufbau. Charakteristisch ist, daß alle früheren Redner den Fehler gemacht hätten, den Liberalismus vom rationalistischen Standpunkt zu betrachten, zu viel über Philosophie und zu wenig über Religion zu sagen. Die Großtat des Liberalismus ist die, daß er vor der gesamten Judenheit die Bibel Hoch- Halte; dabei ist zu sagen, daß nur das Hebräische den wahren Geist der Bibel ausdrückt. Rabbiner Dr. Felix Goldmann-Leipzig skizzierte die großen religiösen Unterschiede zwischen Ost- und Westjudentum. Mr. Claude G. Montsfiore sprach über liberales Judentum und Christentum. Rabbi Maurice Harris-Newyork sprach über Judaismus im Heim und den Gebrauch des Zeremonials. Bericht deS Israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat Äuli. Laufende Unterstützungen an 32 Familien Ai 1245.— Einmalige Unterstützungen. 362.65 AnstaltSfürsorge.„ 374.45 Erholungssürsorge. 420.80 Wochenhilfe.. 66.— Durchreisende.* 192.10 An 6 Erwachsene und 6 Kinder wurden insgesamt 30 Kleidungs- und Wäschestücke abgegeben. An Spenden erhielt das Fürsorgeamt im Monat Juli insgesamt Ai 391.54 von den Firmen: Tiefenthal <& Halle, S Schwarzschild, Zuffenhausen, und den Herren Julius Esfinger, Heinrich Schames, Albert Flegenheimer, 'Kommerzienrat Albert Moos, Friedrich Fuchs, Felix'. Wolff, Dr. Otto Einstein, Dr. Fritz Rosenfeld, S. Herz, Ernst Kahn. Leopold Kahn, S. Kallmann, Karl Rosenthal, Fr. L. Kiese, Frau A. Kops. »»» Soeben erschienen: Israelitischer Kalender ■ Itr ile )0C ficacliMi VlrttadMm 2 ■ Mr aas Jahr «er Well ■ 5 5687 (»M/ni S ■ Zu beziehen gegen Einsendung von RM. 1.- ■ ■ ■ ■ . dard) den > S verlad Max Oslcrtoerg, Stuttgart 5 ■ Mm gg ■ ■ rMMWCIMMi Rr. ZVfV» ■IlfTWIWif 19 ■ FfHSsaph'Vorbcfer boie unter M. V« 437 an die Exp. d. Gemeindezig. 31 Am oder Schülerinnen werden in guter wUlUIWl Ulm er Familie bei mählgem Preise in volle Pension aufgenommen. Anfragen u. L V. 436 an die Expedition der Gemelndezeliung. Israelitischer Landesasyl' u. Unieriiüizungi- Verein für Württemberg E. V. Am Sonntag, 12. Sept. 1916 vorm. 10 Uhr lindel im Gemeindehaus in Stuttgart, Hospitalstrebe 36 eine auftcrordeollklie MUgliedcrvcrsaminliiiig statt. Tagesordnung: Neuwahlen von AusschuSmltgliedern, Der Ausschuß. Esrogim lulaflm preiswert ua min* ad M. Buxbaum« Stuttgart Laonhardplatz 16 b, Tal. SA. 33612 Das Daselbst sind auch Jom-Kippur-Kerzen erhältlich. KindBr-Erholungsheim jüdisches Landheim Wolfrats hausen im Isartal b. München, 570 m über dem Meere. Sonniges, staub- und nebelfreies alpines Klima. Aerztlich empfohlen für schwächliche, nervöse, blutarme Kinder. Besonders günstige Erfolge im Herbst und Winter. Auf Wufisch Unterricht in allen Fächern der Volks- und Mittelschulen. Tagessatz Mk. 4.-. - Prospekte kostenfrei.

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