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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-06-16 · 6 (16.6.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
6 (16.6.1926)
Date
1926-06-16
Page
[Seite] (sequence 10)
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Haft gehalten, und sicher dadurch schwere Erkrankungen von sich ferngehalten. Diesen mittelalterlichen kulturellen Hochstand zeigt auch die Düsseldorfer Gesolei in ihrer „Hygiene der Juden" plastisch und literarisch. Ebensowenig trifft aber eine solche Charakterisierung auf jenen großen Geist zu, der gerade im Mittelalter ein ausgesprochener und begeisterter Vertreter der Hygiene war, der die allgemeine Hygiene seiner Zeit mit der des Judentums so eng verknüpfte, auf Mai monides. In seinen Schriften zeigt sich eine glückliche Synthese von griechisch-arabischer und jüdischer Gesundheitslehre. Tenn auch die Medizin der arabischen Aerzte, eines Avicenna, Arrazi, Avenzoar ist voll von hygienischen Gesichtspunkten und Maßnahmen. Allen seinen medizinischen Ab Handlungen schickt deshalb Maimonides auch eine Allgemeinhygiene voraus, dabei auf den Heroen seiner Medizin, auf Galen und Hippokrates, und auf dem jene Zeit ganz erfüllenden Universal genie Aristoteles fußend und weiterbauend. Ihre hygienischen Themen sind: Klima, Wohnung, Bad, Schlaf, Gymnastik, Aderlaß,, Sexualleben, Eheleben und besonders das große Gebiet der Ernährungshygiene. Diese stereotype Aufteihung zeigt schon eine Systematisierung des hygienischen Problems. Ganz besonders modern muten darin die Forderungen der Gymnastik an. Täglich« Zimmergymnastik nach dem Ausstehen, Ringen, Stangenheben, Ballwerfen, gehörten schon damals zu den Grundsoiderungen der Gesundheit. Ebenso modern die Forderung, daß das Bad kurz sei, seine Temperatur mehr der Sonnenwärme angenähert. Zum Schlafen genügen 8 Stunden; mit Tagesanbruch stehe man auf. Auch die Wohnungshygiene fehlt nicht. Die Wohnung sei trokken und hochgelegen, der Hofraum biete der Sonne genügend Einlaß zur Tilgung schädlicher Miasmen. Im Trieb- und Eheleben äußerste Mäßigkeit und innere Würde. Gemüt und Charakter sollen die Vornehmheit der Ehegemeinschaft bedingen und erhalten. Die Gymnastik soll in erster Linie das Otto Hhn^lNN,^Stuttgart Äusgaugsballe Hauptbahnhof Ansgattgsballo Fernsprecher 209 91 - Postscheckkonto Stuttgart 251 OH Kaffee Datier Thüringer Schokolade Tee <kier Dravnschweiger Pralinen Kakao Käse Wvrstwären Keks Deine / Liköre / Weinbrand (Obst / Südfrüchte / Reiseproviant -Spezialität: Anrichten feinster kalter Platten! I WILHELM STERN, STUTTGART QEQR. 1899 - 8 VERKAUFSSTELLEN — QEQR. 1899 ER ST KL. TABAKERZEUGNISSE Spezialitätjiochwertige Qualitäten W. WÄCHTER STUTTGART Toratraaaa Mp. 21 Talafon $■•!. 25710 FSrberei u.chem. Waschanstalt Carl NnlMkicr»Baogesdian ■•seaftertstr. 159, Tel. 93870 m ■ ROTHENBURG o'Tauber, bekannt durch ■ seine gesunde und malerische Lage, ist zwei ■ Personen Gelegenheit zu angenehmem “ S o mmer auf enthalt in ruhigem, indischem Hause geboten. — Geil. Oif. uni. L« M. 337 a. d. Expedition d. Gemeindezeitung. Königshof I Bekannt gutes Haus I Modernst eingeridi teter Betrieb 1 EIGENE METZGEREI . EIGENE KONDITOREI I Im Cafi t&glidx Künstler-Konzert II HUGO GREIN ER Inhaber: PAUL ERPF ne£en der Hauptpost Großes Bücherlager

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