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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-05-01 · 3 (1.5.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
3 (1.5.1926)
Date
1926-05-01
Page
[Seite] (sequence 6)
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— 52 Ministerialrat Dr. Hirsch, Dr. Berlinger-Hall mit wertvollen Anregungen. ES wurde die Aufstellung vou Leitsätzen für derartige Referate vermißt. Lor allem aber wurde von der Mechanisierung des hebräischen Sprachunterrichte«, wie sie der Referent vorgeschlagen, gewarnt. Der Wunsch, daß die hebräiscke Sprache mehr al« bisher gepflegt werden sollte, wurde allgemein geäußrrt. Jüdische« Wissen, Leben und Wollen sollen dem Kinde vermittelt werden. Mit einem Schlußworte de« Referenten schloß die Bormittagsversanunlung. An der Nachmittagssitzung, in der Lehrer Adler das Rezitativ im fynagogalen Gottesdienst behandelte, nahm als Vertreter des Verbandes Bayrischer Israelitischer Gemeinden und des Bayerischen Lehrervrrbandes Prof. Kirschner-Müncben teil. Adler empfahl nach einer Darstellung des Wesens des fynagogalen Rezitativs die Pflege des singenden Sagen« im Gottesdienst. Dir Erhaltung der althergebrachten wertvollen Rezitative, der Steiger- oder Synagogeutonarten, se? eine ernste Aufgabe der jüdischen Borbrter. Die moderne Komposition darf den altjüdischen Charakter des Gottesdienstes nicht verdrängen. Die altjüdischen Jntervallenskalen, der Adonoi Moloch-Steiger, der Mögen Owaus- und der Iischtabbach-Steiger seien al« jüdische- Eigentum und als Reste des uralten Chasonus der Gemeinde zu erhalten. Die Aussprache über das gedankenreiche Referat wurde durch die Teilnahme des Prof. Kirfchner, des Geschichtsschreibers und Meisters der fynagogalen Musik, besonder« bedeutsam. Er steht in den Melodien de« Werktaggottesdienstes Reste des ältesten Chasonus. Der gregorianische Lobgesang sei uraltes jüdisches Gut. wie überhaupt die altchristliche Melodik bedeutsame Zusammenhänge mit der altjüdischen offenbare. Krämer-Heilbronn und Dr. Beermann nahmen an der weiteren Aussprache teil. Es wurde dankbar begrüßt, daß Prof. Kirfchner sich bereit er- *Das affes erhalten Sie für täglich (emschl. Miefe ) femipr. 5750 durch K äfekfr. Warn wafferfpeicber nach Pauschaltarif

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