Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 3 (1.5.1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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- 51 — gefordert. Besondergeklagt wird darüber, daß fich so wenige Mitglieder an dem heiligen Amte der Leiche», waschung beteiligen. Erfreulicherweise erklären fich mehrere anwesende Mitglieder sofort bereit, fich an diesem heiligen Dienste zu beteiligen. Eduard Weil spricht dem Ausschuß den Dank der Mitglieder für seine treue Arbeit auS, worauf Kommerzienrat Wolfs die Versammlung mit Dankesworten an die Erschienenen schließt. In der 60. Generalversammlung des Berlins zur Unterstützung hiesiger und durchreisender Israel. Armen (Isr. Ortsarmenverein) gab der Vorsitzende Stephan Strauß in seinem Jahresbericht der Befriedigung über die Verbindung mit dem Fürsorgeamt Ausdruck, durch besten Vermittlung die Unterstützung der Armen erfolge. Die zur Verfügung gestandenen Gelder (RM. 8480.25 für den Ortsarmenoerein, RM. 3122.50 für den Verein für Durchreisende) wurden restlos an das Fürsorgeamt abgesührt und von diesem zur Verteilung gebracht. Nach einer eingehenden Aussprache über einzelne geschäftliche Fragen gab im Sinne der Anwesenden Kommerzienrat Adolf Wolf dem Wunsche Ausdruck, der Verein möge sein wohltätiges Werk erfolgreich weiterführen und durch Unterstützungen seitens der Gemeindemitglieder weitgehende Förderung erfahren. Stuttgart. Der zweite FerienfortbildungSkurs für die Lehrer undRabbiner des Landes, den der israelitische Oberrat am 1l. und 12. April veranstaltete, hat unter Teilnahme fast sämtlicher Rabbiner und Lehrer einen ausgezeichneten Verlauf genommen. Besonders erfreulich war diesmal die eifrige Anteilnahme der Mitglieder des Oberrats, der Landesversammlung und deS Stuttgarter Vorsteheramtes an den Veranstaltungen. Der Kurs wurde mit Begrüßungen des Prästdenten deS Oberrates Dr. Nördlinger und des Vorsitzenden derLandeSverfammlung Rotschild begonnen, worauf Dr. Rieger den Vorsitz der Versammlung übernahm. Er teilte mit, daß Rabbiner Dr. Straßburger nnd Oberlehrer Marx-Bucbau ihr Ausbleiben entschuldigt. Er begrüßte hierauf die als Gäste anwesenden Rabbiner Dr. Levt-Krefeld und die Religionslehrer Spier-Haigerloch und Grünfeld-Baden-Baden. Den ersten Vortrag über Grundsätzliches zur Frage deS jüdischen Religionsunterrichtes hatte Rabbiner Dr. Schlefinger-Buchau übernommen. Ram einer einleitenden Behandlung der Frage nach dem Wesen der Religion und der Einstellung der modernen Philosophie zu ihr, behandelte er die Stellung de« Judentums zur Religion. Für das Judentum ist die Religion etwas Ganzheitliche«, dessen Träger der ganze Mensch ist. Die Aufgabe des Religionsunterrichte« ist also die innere Aneignung des Judentums, die nicht nur emotional, sondern intellektuell und willensmäßig erfolgen muß. Das Ziel des Unterrichts in der Relimon ist, da die Vermittlung des gesamten Judentum« unterrichtlich unmöglich ist, eine allgemeine Einführung in das Schrifttum und in die Gedankenwelt tte« Judentums. Im Hebräischen empfiehlt Redner das L«en hebräischer Texte in den Vordergrund zu stellen, deren deutsche Uebersetzung im Unterricht gelesen werden soll. Dadurch kann das Hebräische Ersatz für! den Unterricht in der biblischeu Geschichte bieten, der auf die Grundschule beschränkt werden soll, i Dann soll der Unterricht in der biblischen Geschichte erst wieder in der vierten oder fünften Realkloffe beginnen. Vielleicht seien Privatkurse' an Eabbathnachmittagen und Jugendgottesdienste für die Verbreitung der Kenntnis der biblischen Geschichte zu empfehlen. An der Aussprache über das Referat beteiligten fich Spatz-Rexingen, Dr. Leoy-Krefeld, Metzger-LudwsgSburg, Dr. Kahn- Mergentheim, Dr. Cohn-Stuttgaft, Wochcnmark-Tübingen, Rothschild-Eßlingen, Ahelsheimer-Stuttgart. Jüdisches SchwesternheJlm Stuttgart DUlaMaBiirafe |9 Wir laden unsere Mitglieder zu der am Sonntag, den 2. Mal vormittag* 101, > Uhr im Schwesternhelm. Dlllmannstrahe Nr. 19 stattfindenden ord. MUgUeder-VertanuBlniiö freundlich*! ein u. bitten um zahlreichen Besuch. Dejr Vorstand. Tages-Ordnung: Jahresbericht. Wilhelm Knöller, Möbelfabrik K* Verkaufsräume: Silberburgsir. 159 / Fabrikationsräume: Augustenstr. 22/24 Werkstätten für den gesamten Innenausbau Vorhänge, Dekorationen, Möbelstoffe „Punkt-Roller“ gegen Korpulenz entfernt Fettansatz an jeder gewQneohtan Stelle samtl. Artikel zur üodienbett-, Kinderu. Krankenpflege Paul Henger, Stuttgart,