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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-04-16 · 2 (16.4.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
2 (16.4.1926)
Date
1926-04-16
Page
[Seite] (sequence 6)
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von wo aus seine Berufung nach Nordstetten erfolgte. Seine Kenntnisse in den deutschen Dis ziplinen, die er sich nebenbei aneignete, waren so groß, daß er seinen jüngeren Bruder Naphtali, den späteren Rabbiner von Braunsbach und be LÜhmt gewordenen Prediger am Hamburger Tem pel, für das Gymnasium vorbereiten konnte. Nordstiotten hattes also seine Wahl nicht zu bereuen. Eröffnet w»rt>e die Schule am 4. September 1822 mit 46 Schülern, denen die vom Lehrer verfaßten Schulgesetze vorgelesen wurden. Bald darauf wurde Frankfurter auch von der Württ. Regierung als israelitischer Volksschullchrer ange stellt. Das Dekret der Königlich Württembergischen Regierung des Schwarzwaldkreises und Reutlingen den 26. August 1823 hatte folgenden Wortlaut: „Dem Königlichen Oberamt Horb wird auf seinen weiten Bericht v. 8 d. Mts. be treffend das Gesuch des von der jüdischen Glau bensgenoffenschaft zu Nordstetten angestellten Schullehrers Bernhard Frankfurter um eine fipc Anstellung in seinem Fache und um die Bestim mung seiner Besoldung von Staatswegen hiermit der Auftrag erteilt, gedachtem Bernhard Frankfurter zu eröffnen, daß die Erledigung seines Ge suchs bis zur Feststellung der Grundsätze, nach welchen überhaupt die israelit. Kirchen-, Schul und Stiftungssachen behandelt werden sollen, um so mehr ausgesetzt bleibe, als die israelitische Glau bensgenoffenschaft zu Nordstetten laut der Erklärung des dortigen Barnas den Wunsch geäußert hat, daß bizu Ausmittlung eines hinlänglichen Fonds die Annahme eines Schullchrers auf vier teljährige Aufkündigung chr zugestanden bleibe. Uckrigends hat das Oberamt die geeignete Ein leitung zu treffen, daß neben den bisher alleinig von Eltern der schulfähigen israelitischen Kinder von Nordstetten gemachte Umlage zu der Schul einrichtung und Erhaltung auch von den Schutz verwandten Israelitischen Orts, welche keine schulfähige Kinder haben, Beiträge zu diesem Behuf geleistet werden." (gez. Freiherr von Linden). Auch eine Prüfungskommiffion für die neu gegründete Schule war bestellt worden. (Dekret der/Regierung, gez. Freih. von Linden, dd. Reut linken, 7. May 1821). ^So'grdieh dir Rordstetter Schule unter Frank furters Leitung, daß sie im Jahre 1828 bei der staatlichen Reform des jüd. Volksschulwesens in Württemberg vielfach als Vorbild dienen konnte. Diese Schule hat auch Berchold Auerbach noch besucht. Drei Jahre lang ist auch Frankfurter noch sein Lehrer gewesen, mit dem er (bis Frankfurters Lebensende 1868) «inen inhaltsreichen Briefwechsel unterhielt. In dem jüdischen Schullchrer des ,Lauterbacher" hat ihm Auerbacher ein lebenstreues Denkmal gescht. Frankfurter hatte auch in Nordstetten mit Esther Frank, aus Auerbachs Familie, sich eine Familie gegründet, „das schönst' Mädle aus dem Ort", wie es fm „Lauterbacher" heißt. (Fortsetzung folgt). Die Besoldung der israelitischen Kultusbeamten in Bayer«. Tie Mindestsätze für die bayerischen Kultusbeamten sind: 1. Rabbiner: Besoldungsgruppe X mit Vorrückung nach XI. 2. Hauptamtlich angestellte Kantoren in Groß- und Mittelgemeinden mit seminaristischer und künstlerischer Vorbildung nach Bes.-Gr. VIII mit Vorrückung nach IX und X. 3. Religionslehrer: a) mit seminaristischer Vorbildung und Anstellungsprüfung nach *VII mit Vorrückung nach VIII und IX; b) mit seminaristischer Vorbildung ohne Anstel lungsprüfung nach VI mit Vorrückung nach VII und VIII; c) ohne seminaristische Vorbildung nach V mit Vorrückung nach VI. 4. Schächtbeamte: Besold.-Gruppe IV mit Vorrückung nach V. 5. Andere Kultusbeamte: (Schameschim usw.)Bes. Gruppe III mit Vorrückung nach IV. Unter Besoldungsgruppen sind hier die staatlichen Be soldungsgruppen zu versichert. Familien, Anzeigen. Hede Mittel Justin Feigenbaum Verlobte HALBERSTADT ESSLINGEN a.N. . nwmnnnnnmiTniimrmwiwwinnnmnnnnnnrrrniinminnnmnnnrmin Vereinsnachrichten. Verein zur UnientfUnmi hiesiger and durchreisender Israel. Armen (broeL Orturmen -Verein) s Wir laden hiemit unsere verehrlichen Mitg glieder zur 5* ©cnetaloetfammümg auf Tsn»ta>, 18. April 1926, vorm. IO1/* Uhr im Gemeindehanse, mit der Tagesordnung: Jahres- und Rechenschaftsbericht ^rundlichst ein. Der AuSschnß.

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