Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 1 (1.4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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W^‘ ' - Abbildung in Schmidts „Bucheinbände aus dem 14.—19. Jahrhundert in der Landesbibliothek zu Darmstadt", Größe 35, 5x28, 5 cm) erhalten hat, ist seit 1805 Eigentum der Darmstädter Landesbibliothek. Diese verdankt den Schatz dem Kölner Sammler Baron H ü p s ch, in dessen Besitz die Handschrist seit 1788 nachweisbar ist. Hüpsch hat sie wahrscheinlich von dem abenteuer lichen Großonkel Heinrich Heines, Simon van Geldern oder dessen Erben käuflich er worbest. Van Geldern dürste den Codex von einer Familie Kassel in H e i d i n g s f c l d erhalten haben. Die kunsthistorisch? Würdigung der Handschrift wurde den bewährten Händen von Pros. August L. Mayer anvertraut. Mayer nimmt an, daß drei verschiedene Künstler an der Ausschmückung der Handschrift beteiligt waren. Während die Hand des einen Meisters sich durch eine relativ feine Charakterisierungskunst der einzelnen Figuren auszeichnet, erscheint die Kunst des zweiten Meis ters etwas derber in der Ausführung, vor allem nachlässiger in der Zeichnung. Ihm schreibt Mayer die interessanten Schlußblättcr, eine H i r sch j a g d und einen Jungbrunnen darstellend, zu. Die seltsam anmulende, sehr naturalistische Wiedergabe einiger Vögel läßt Mayer noch eine dritte Künst lerhand annehmen. Die Miniature» erweisen sich Vereinsnachrichten. Verschiedene Vorgänge i» letzter Zeit vcra» lassen uns, unsere Gemeindcmitglieder wiederholt aufzujoroern, vorsprechende Wanderarmc im Hanse nicht mehr zu unterstützen, sonderst »nt einer schriftlichen Zahlungsanweisung auf das Israel. Fürsorgeamt zu schicken. Das Fürsorgeamt wird die Bedürftigkeit prüfen und im BedürstigkeitSfallc den von dem Geber bewilligten Betrag zur Aus zahlung bringen. I I r. Fürsorge« int Stuttgart. Lehrstellenoermittliing. Israelit. Fürsorge«int, Stuttgart, Hospitalstraße 36. Wir bitten alle Knaben und Mädchen, die Ostern die Schule verlassen und eine Lehrstelle suchen, sich bei uns zu meloen. Ferner bitten wir diejenigen Firmen, die bereit sind, Lehrlinge einzustellen, sich mit uns in Verbindung zu setzen. - 7 — als dem mittelrheinischen Kunst! reis nahestehend; sie stammen wahrscheinlich aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Zu der demnach sich ergeben!: en Schwierigkeit, daß die Handschrift erst etwa 6t -70 Jahre nach der Niederschrift des Textes a isgemalt worden ist, wird in der sich a »schließen len Beschreibung des Ritus und Kommentars Stellung ge stammen. Sowohl Ritus wie Kcmmentar die ser erwähnt als letzte Autoritä den int Jahre 1293 verstorbenen R. M c von Rothenburg — bestätigen die Annahme FreirmnnS betr. Ent stehung der Handschrift in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Geschrieben ist der Codex von dem Sofer I s r a e l b. R. Meir am Heidelberg, wahrscheinlich in der Gegend teS Mittelrheins. Von den mannigfachen Eigentümlichkeiten des R i, tus sei Folgendes erwähnt: Ast Stelle der Heu tigen Sitte, die Kräuter zu Beginn der Seder feier in Salzwasser zu tauchen, schreibt die Darm - städter Handschrift, die sonst nstr noch in einer einzigen deutschen Handschrift dis 15. Jahrhun derts nachweisbare Sitte des!EintauchcnS der Kräuter in „Charoses" vorl Während wir die mittelste Mazzoh zerbrechen ustd teilweise zu „Aphilomon" weglegen, soll näch dem Darm städter Codex die oberste Mazzon zerbrochen wer den, eine Sitte, die beispielsweise auch von R. T- Isr. Männerverein f. Kr und Leichenbcsielt: Nt^np tra Samstag, 10. April 1926, abc >ds 8 Uhr im Restaurant Bloch, Calu crstraste Generalvers amu tlung i rstandes. «eicht d. Kassiers Tages-Ordnung: Bericht des B Recheuschaftsbl Verschiedenes. Zahlreiche Teilnahme erbeten Der 1 C: Das Israelit. Fürsorj i den nächsten Wochen die noch nicht eingegangenen Mitgliederbeiträge durch Boten c nkassie.en lassen. Der Bote ist angewiesen, in Fällen, wo der ganze Betrag nicht auf einmal gezahlt werden kann, auch die Hälfte anzunehmen, wqhrend die andere Hälfte dann später gezahlt werden kann. :enpflege hing I Auss ch u si. \ :« eamt wird in 6efr. 1875 Wilhelm Knoller, Möbellab Verkaufsräume: Silberburgstr. 159 / Fabrikationsräume: Augustenstr. 22/24 Werkstätten für den gesamten Innenausbai Vorhänge, Dekorationen, Möbelstoffe -i i! t. i