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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-03-15 · 12 (15.3.1925) · p. Seite 312

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
12 (15.3.1925)
Date
1925-03-15
Page
Seite 312 (sequence 42)
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- 31 die Sünde leiden, die der andere begangen hat? Ich habe sie ja nur aus Mitleid auf mich genommen." Da beschloß der himmlische Gerichtshof, daß sich der Tote mit dem Lebenden vor Gericht einigen sollte. Der Tote erschien seinem Freunde im Traum und bat und bettelte solange, bis sich der Lebende entschloß, die Entscheidung dem großen Rabbi Samuel Edeles zu übertragen. Der Tote war bereit sich seinem Willen zu unterwerfen. Der Rabbi schickte seinen Boten auf den Friedhof, um den Verstorbenen zum Gerichtstag zu laden. Das Bes-Din (das Gericht) hatte sich versammelt. Ein besonderer Platz war für den Toten bestimmt. Der Rabbi rief den Lebenden und den Toten vor seinen Richterstuhl, und die Anwesen, den spürten, daß der Tote in ihrer Mitte war. Der Lebende begann: „Ich habe damals die schwere Sünde begangen, aber sie nur zu bald tief bereut. Hättest du mir die Sünde nicht abgekauft, so hätte ich auch die schwerste Buße auf mich genommen, und sicher hätte Gott mir verziehen. Du hast mir meine Sünde nach Form und Recht abgekaust. Darum habe ich auch nicht einmal versucht, für sie Verzeihung zu erlangen. Warum soll ich jetzt für die verkaufte Sünde leiden?" Da hörte man die Antwort des Toten: „Ich wußte nicht, daß man eine Sünde kaufen kann. Ich sah den großen Jammer meines Freundes und habe nur aus Mitleid die Schuld auf mich genommen." Der Gerichtshof beriet gar lange Zeit, bis Rabbi Samuel also die Entscheidung traf: „Kauf bleibt Kauf, und kann nicht rückgängig gemacht werden. Du hast die Sünde gekauft, du mußt für sie büßen." Kaum hatte der Rabbi den Urteilsspruch verkündet, als alle ein herzbrechendes Weinen vernahmen — der unsichtbare Tote weinte. Auch der Rabbi war von ttefem Mitteid mit dem Toten erfüllt. Er schloß seine Rede: „Nur der himmlische Richter steht über dem Rechte. Er wird dir vergeben, denn du hast aus Liebe gesündigt." Da verstummte das Weinen. Hell leuchtete Wiedereröffnung d. Konditorei-Cafös Carl Schwörer, Calwerstraße60 Meiner werten Kundschaft und den geschätzten Gästen zur gefälligen Mitteilung, daß ich mein Konditorei-Cafe nach vollendetem Umbau wieder eröffnet habe. Als besondere Spezialität empfehle ich meine Frfihstückskarte von morgens 8 Uhr ab. Es wird mein Bestreben sein, nur prima Bohnenkaffee sowie Konditorein. Backwaren in bekannt guter Qualität zu bieten. Unr-höflichen Besuch bittet Carl Schwörer and Frau WILHELM STERN, STUTTGART GEGR. 1899 - 8 VERKAUFSSTELLEN — GEGR. 1899 ER ST KL. TABAKERZEUGNISSE Spezialität hochwertige Qualitäten BUCHDRUCKEREI H. KNUFINKE STUTTGART Silberburgstraße Nr. 126 Fernsprecher Nr. 8069 Anfertigung sämtlicher Drucksachen f. Private. Vereine, Handel u. Gewerbe In geschmackvoll. Ausführung Schnellste Bedienung - Müßige Preise ^.wolfferts, Ingenieur Sanitiire flntngen und Aentroltzeirnngen Stuttgart k,ansabau - Telefon 7?36 / 3? Fierftellung sanitärer Installationen von der einfachsten bis zur luxuriösesten flusfützrnng f. N>otillt,Snser, Dillen, Schlösser,^Krankentzänfer und Hotels etc. Spezialgeschäft f. Hansu. Küchengeräte In allen Preislagen. EMAILLEHAUS TAUBEB GfanMluwtrata 8'/» S.ERLANGER, STUTTGART Fernsprecher Nr. 254 SO Hinchstraße 21 Modewaren, Aussteuer - Artikel, Schurzen Damen-, Herrenu. Kinderwasche, Blusen, Röcke, Strümpfe, Handschuhe, Herrenarti^el, Trikotagen, Kurzwaren :-.T.cSr.8iäu."?r. „Heraldco-Porras“ OMdie beete 5 Pfennig-Zigarette

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