Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 11 (15.2.1925)
- Date
- 1925-02-15
- Page
- Seite 267 (sequence 41)
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' „Ich war wie vom Blitz getroffen. Sollte ich solche Sünde auf mich und meinen Sohn lasten, daß er ein Mädchen ehelichte, da» einem Andern angetraut war? Aber ich wußte, daß mein Sohn da» Mädchen liebte mehr al» sich selbst. Dazu die Schande, daß die Freunde und Anverwandte von weit und breit zum Hochzeitsfeste meiner Kinder gekommen waren und nun von mir nach Hause geschickt werden sollten, ohne daß da» Freudenfest stattfand. Endlich nahm ich mir das Herz und sprach zu meinem Sohne: „Wärst du imstande ein Opfer für deinen Vater zu bringen?" Da sprach mein Sohn: „Ich wüßte nichts, wa» ich nicht für dich täte, bester Vater." Da griff ich meines Sohne» beide Hände und sprach zu ihm: „So gib mir deine Braut I" Da erschrak mein Sohn. Er hielt mich wohl für einen bösen Spötter. Als er aber meinen bangen Ernst erkannte, sprach ich zu ihm: „Wärst du imstande einem Bräutigam die Braut zu nehmen? Das Mädchen, das du dir heute nehmen sollst, ist einem anderen verlobt gewesen; der Mann, der sie geheiligt hat, ist hier und fordert sie, also ist sie dir verwehrt. Du bist mein gute» Kind. Mein Wille ist, daß du dem fremden Manne alles überläßest wa» ich für dich bestimmt hatte: die Braut, die Festgeschenke und das Gastmahl." Mein Sohn blieb stumm. Ich fühlte, wie er mit sich kämpfte, dis er sprach: „Ich usill nach deinen Worten handeln." „Ich will euch nicht mehr allzulang von allem, waS geschah, erzählen. Die Jungfrau ward dem fremden Manne angetraut. Man sprach den Segen über Braut und Bräutigam, sieben Feiertage währte nach altem Brauch das Fest, dann zogen die Beiden überglücklich in die alte Heimat." Die beiden Weisen hatten still den Worten ihre» Wirts gelauscht. Die Tränen standen beiden in den Augen. Sie reichten ihm die Hand und sprachen beide: „Dir gebührt das Engelskleid, denn du hast eine Engelstat schon hier auf dieser Welt vollbracht." Familiermachrichten. Stuttgart. Geburten: 10.1. Erich, Sohn des Julius Gattmann und seiner Ehefrau Berta, geb. Weinschenk U. 1. Gern), Tochter des Jsak Löw Falk und seiner Ehefrau Johanna, geb. Ebstein 20.1. Trude, Tochter des Hugo Löwenthal und s. Ehefrau Sali, geb. Baer 20.1. Else Paula, Tochter des Sigmund Winter u. seiner Ehefrau Recha Dr. med., geb. Lämle 24. 1. Beate Elfriede, Tochter d. Rechtsauwalt Bernhard Fleischer u. s. Ehef. Agathe, geb. Hiller 23.1. Oswald, Sohn des Oskar Pariser und seiner Ehefrau Bella, geb. Puder cffiöß&l "WI in einfacher u. reicher Ausführung zu billigen Preisen Si. Cicfißorn, Stuttgart Telephon-Nummer 256 SO Stelnsirqße 3 KORBMÖBEL GRÖSSTES 5PEZIAL GE5CHAFT G.MflyER So%ll. AUSSTATTUNG feiner VILLEN,HOTELS ABT. SCJ1UL5TR.2 STUTTGART- " Das Haus für Kinderkleidung Bausdi & flagel STUTTGART Büchsenstrasse Nr. 14 Fernsprecher Nr. 22314 > > > > > > > > > C. Hörnle’s Jladifolger Cleblldi & Zloczomcr €ier-Großhandlung Stuttgart Ebcrhardttraf}' 4b 'ferafpredierS.-n.24538a.24539 Färberei Lipp Chemische Waschanstalt Stuttgart Seldenstr. 55/57 Fernsprecher 22169 <vC»VlWm Unverbindliche Besichtigung melnerVerkaufsraume gestattet. der lUoni^tbau- 1>assa$« ml) BELEUCHTUNGSKÖRPER