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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-02-15 · 11 (15.2.1925) · p. Seite 265

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
11 (15.2.1925)
Date
1925-02-15
Page
Seite 265 (sequence 39)
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— 265 — er war verloren. Er hatte vom Brote und Weine der Geister genoffen und war ihnen mit Leib und Seele verfallen. WaS half ihm fein Betteln und Weinen? Er mußte im Lande der Geister bleiben. Sie nannten ihn ihren Lehrer, gaben ihm ein Weib, und ein Soh^n ward ihm geboren. Er durfte den Geistern nicht zeigen, wie sehr sich seine Seele nach Weib und Kindern im Erden lande sehnte. NachtS weinte er. Da wachte sein Weib, die Teufelin, aufund hörte sein Schluchzen. Schließlich gestand er ihr seine Sehnsucht. Da sprach sein Weib: „Wenn du mir schwörst, nur einen Tag im Erdenland zu bleiben, will ich dir ein Roß satteln, das dich flugs zu deinen Leuten bringt. Doch glaube nicht, daß dudich uns entziehen kannst. Kommst du nicht wieder, bist du uns verfallen." Da schwur der Mann einen fürchterlichen Eid, daß er zu ihr und seinen Kindern heimkehren würde. Auf einem schwarzen Zauberrofle, das mit Gold und Gütern reich beladen war. kam er zu seinem Weib und seinen Kindern. Die Gatün sprach: „Gesegnet sei dein Kommen." Die Kinder jubelten: „Vater, wo warst du nur so lange?" Er gab ihnen, was er für sie gebracht. Aber seine Augen waren voll Tränen. Da sprach sein Weib: „Ich kann nicht faffen, daß du so traurig bist. Wir find ja wieder beieinander, und nun wird ff keine Macht der Welt uns trennen." Da vergaß er den fürchterlichen Eid und er blieb bei den Seinen. Die Teufelin wußte wohl, was geschehen war. Sie hatte ihn lieb und wollte ihren Gatten nicht verlieren. Da sandte sie ihren, seinen Sohn zum Vater in das Erdenland. Des Frommen Herz weinte, als er seinen Sohn bttten hörte: „Vater, ich flehe dich an, kehre heim zur Mutter und zu mir." Es tat ihm bitter weh, daß er sein Kind - ins Geisterland zurücksenden mußte, ohne seinen Willen zu erfüllen. In der nächsten Nacht kam aber die G.eisterfrau selber zu ihm: „Du willst doch ein frommer Manu sein? Bin ich nicht dein Weib, das du vor Zeugen erkoren? Wie kannst du deinen Sohn, der' dich liebt, wie einen Hund nach Hause jagen? Und hast du mir nicht feierlich geschworen zu mir heimzukehren?" Da schrie der Ärmste in seiner Seelenpein: „Du bist nur eine Teufelin, hebe dich hinweg, du bist ein SatanSkind!" Da packte ihn das Weib: „So will ich dich noch einmal küffen, dann gebe ich dich frei." Da preßte.die Dämonin ihre Lippen auf seinen Scheit & Zimmer X>ek. Malermeister Schloßstraffe S?V - feralpr.?3$3 Malerei flnstrich : Schriften Lackierungen --1 Stuttgarter Lackier - Werkstätte Notz & Steinle Kornbergstraße 9a - Telefon 22266 * Spezialwerkdättc für Autolackicrungen oon einfachster bis feinster Ausführung S" ’S sm isas; töfss»- | MATHIAS SCHÄFER | | <S/er~ | - Import — Croß- und KUinhandlung | STUTTGART, HauptstÄtterstr. 31 D M T«l«fon 184B/*e . s putzt alle Wände u Tapeten wie neu. BrUHIIeb In d«t Droferien I B6RTHOLD BLBBRT, cbtaUelM Fabrik. KAISERSLAUTERN A

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