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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-02-15 · 11 (15.2.1925) · p. Seite 246

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
11 (15.2.1925)
Date
1925-02-15
Page
Seite 246 (sequence 20)
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heit. Dann wird das Geschehene der Welt zur Sprache Gottes; die Dinge und Ereignisse werden zu Worten, mit denen Gott die Menschen anredet. Wirst du Gott als Wirklichkeit begreifen, dann wirst du den Nächsten als dich selbst lieben. Das ist der Dienst am Menschen und der rechte Gottesdienst. Die Religion ist nicht eine der 'Listigen Sphären, sondern sie ermöglicht alle. Die Gegenwart ist polytheistisch, götzendienerisch, sie geht dem Untergang entgegen. Da kommt es auf die an, die durch das Chaos zur Furcht Gottes durchstoßen und den Weg zur Wirklichkett finden. * . * Ueber den Dortrag Bubers geht uns das folgende Stimmungsbild zu, das wir um der Bedeutung des Vortrages gerecht zu werden und zugleich als Ergänzung des obigen Berichtes ebenfalls zum Abdruck bringen. Martin Buber: Religio« als Wirklichkeit. Dort das vielköpfige Publikum, die vielerlei 246 — Menschen mit den vielerlei Erwartungen — hier der Eine, klein und einsam stehend, und doch wuchtend in stiller Macht aus Blick und aus Geste, aus gestaltgewordener Geisteskraft. Hart zuerst spricht er. Denn er kündigt sogleich allen auf, denen Religion nichts ist als ein Kapellchen, das man gelegentlich eines Rundgangs in seinem Schlosse betritt, oder etwa eine moralische Zuchtanstalt oder ein Spekulationsobjekt, mittels dessen man alle jetzt so beliebten Methoden der Philosophie auf theologisches Gebiet verpflanzen kann. Nein, hier besteht kein „Als Ob", keine Verschiedenartigkeit der Betrachtungen, aus dem ungeheuer einfachen Grunde nicht, weil es nur eine Wirklichkeit gibt! Ablehnung spricht er denen, die Religion nur als Einzelwiflenschaft nehmen, aus der Wiffen um Einzelnes geschöpft wird. Fast unnötig zu sagen, wie kläglich auch der am wahren Leben vorbeilebt, der unbesehen „glaubt", oder der lediglich Gebräuche befolgt (beides in dumpfer Gewohheit). Vorbeilebt und — umso kläglicher, falls ihm zuletzt noch ein Gefühl hiervon aufdämmert , — vorbeistirbt. HEILBRONN « Ludwig Kaempif» Heilbronn a. N. Sil6erfia wsf Die neueften und edel ft en Erzeugniffe der Silberfchmiede^unft s Telefon Nr. 895 Marktplatz 13 « i "Rudolf TTtcufdicl Ilähmaschinen-Haus nu»»aplotz t fjeübronn o, tl. rn Haid $c Ileu Tlätjmnfäilnen aller Systeme ****** * ************************* * * * ^lex. cWendnagel * * * * Marktplatz tO u. Kieselmarkt 5 - Telefon 688 * Erste Lichtbildwerkstätte und Vergrößerungsanstalt ******************************** HAAS HEILBRONN SÜLMERSTR. 48-50 Herren - Hüte Damen - Hüte Kinder - Hüte TELEFON Nr. 1049 ^Modehaus 8. (Jr. Siaefile <zfCeilbrotiti a. 5V. LohtoratraB« 34/36 — SainwrmtraS* 25 Bekannt für nur gute Qualitäten Unerreichte Auswahl und PreiswürdigkeitI

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