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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-01-15 · 10 (15.1.1925) · p. Seite 222

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
10 (15.1.1925)
Date
1925-01-15
Page
Seite 222 (sequence 32)
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wort an jedem Morgen vorzutragen. Die Jünger mußten dann den tieferen Gehalt, gleichsam oie Seele jenes Wortes selbst ergründen. Die Frage war an diesem Tage besonders schwer gewesen. Die Jünger hatten sich bemüht, doch keinem war die Lösung geglückt. Die Andern waren zum Mittagsmahl gegangen. Unser Jüngling blieb im Lehrhaus. Wie sollte heute Speise und Trank ihm munden? Da hörte er eine wundersüße Stimme, die ihm beredt die Lösung des Geheimnisses verriet. Der Jüngling zitterte, denn er war davon überzeugt, daß ihm ein Engel Gottes solche Weisheit geoffenbart hatte. Als die Genoffen von dem Mahle fröhlich plaudernd in das Lehrhaus kamen, erzählte er ihnen von dem unerhörten Wunder. Da lachten seine Freunde und wollten ihn bei seinem Kinderglauben laffen. Er aber merkte, daß sie ihn verspotteten und des Rätsels Lösung kannten. Er drang in sie, und sie erzählten ihm im Flüstertöne: „Weißt du denn nicht, daß unsers Rabbi Tochter hinter dem Vorhang dort am Unterrichte teil nimmt, den der Meister uns erteilt?" Der Jüngling errötete und sprach bei sich: „Wenn sie so ist ist, wie ihre Stimme klingt und wie ihr Geist verrät, ist sie ein Engel Gottes." Seit dieser Stunde fand der Jüngling keine Ruhe mehr, bis er das Höchste wagte. Er sprach zum Meister: „Herr, ihr wißt, ich bin von edlem Blute; mein Vater ist ein reicher Mann; ich bin sein einziger Sohn. Wenn ich nicht unwert bin, gebt mir euer Kind zum Weibe!" Der Meister blickte mit feierlichem Ernst auf den Jüngling, den er vor anderen liebte. „Du bist mir lieb und wert. Allein, was du verlangst, das wäre dein Verderben!" Der Jüngling bat, er bettelte, er weinte, und der Vater sprach: „Es ist nur möglich, daß mein Kind die Deine wird, wenn du mir gelobst, ihr Antlitz nie zu schauen." Der Jüngling willigte in alles ein. Es kam die Hochzeit. Des Rabbi Tochter war nun seine Gattin. Ein dichter Schleier verhüllte stets ihr Haupt. Der Jüngling verzehrte sich in Sehnsucht, nur einmal in das Antlitz ihr zu schauen. Gewiß, sie war von märchenhafter Schönheit, vielleicht so sündhaft schön, daß ihr Anblick 222 Wiedereröffnung d. Konditorei-Caf£s Carl Schwörer, Calwerstraße60 Meiner werten Kundschaft und den geschätzten Gästen zur gefälligen Mitteilung, daß ich mein Konditorei-Cafe nach vollendetem Umbau wieder eröffnet habe. Ais besondere Spezialität empfehle ich meine Frfihstückskarte von morgens 8 Uhr ab. Es wird mein Bestreben sein, nur prima Bohnenkaffee sowie Konditorein. Backwaren in bekannt guter Qualität zu bieten. Um höflichen Besuch bittet Carl Schwörer und Frau »»»GO •»■•••»•••»•••••»»••»»»* »a»»»»»»»*aa»»»»aaa••»••••»»•••••••••»»• UMMttl! WILHELM STERN, STUTTGART : OEOR. 1899 - 8 VERKAUFSSTELLEN — OEGR. 1899! ER ST KL. TABAKERZEUGNISSE j Spezialität hochwertige Qualitäten »»»«»»»»»»»»»»»»«»»»»»»»»»aaa»»a»»aa»»»a»aa»»»aaaa»a»»»»aa»»»»»»»»a»»»»»a»» Für Brautpaare die durch seltenes Glück eine Wohnung ergattert haben, kann es nichts molligeres geben, als sich bei mir für weniges Geld eine hübsche Korh»<b«l-aarslhir zu BV~ kaafaa Karl Herrmann, Stuttgart BsrgstpaBe 14 11 Spezialgeschäft f. Hausu. Küchengeräte In allen Preislagen. EM AILLEHAUtf TAUBER 8ymnaslaM»traBe 8 V« BUCHDRUCKEREI H. KNUFINKE STUTTGART Silberburgstraße Nr.^126 Fernsprecher Nr. 8069 Anfertigung sämtlicher Drucksachen f. Private, Vereine, Handel u. Gewerbe In geschmackvoll. Ausführung Schnellste Bedienung - Mäßige Preise r S.ERLANGER, STUTTGART Fernsprecher Nr, 254 80 Hirschslraße 21 Modewaren, Aussteuer - Artikel, Schurzen Damen-, Herrenu. Kinderwäsche, Blusen, Räcke, Strümpfe, Handschuhe, Herrenartiktl, Tr tko tagen, Kurzwartn Versuchen Sie unsere neueste Marke „Heraldco-Porras“ OMdie beete 5 Pfennig-Zigarette

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